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Im Test: Verdammt nochmal!

Im Test: Verdammt nochmal!

von Timm Mohn21. Oktober 2017

Es gibt nicht viele Spiele für 2 Personen – „Verdammt nochmal“ ist aber eins davon. Gleichzeitig soll es bei dem Kartenspiel hoch hergehen: bereits die Verpackung wirbt damit, dass das Spiel ab 18 ist. Ich hab mich in mit Freunden zusammengesetzt und das Spiel einmal ausprobiert.

Die Aufmachung

Verdammt nochmal kommt in einer handlichen Box mit 200 Karten sowie einer ausführlichen Anleitung. Die Box fühlt sich gut an, bei mir war allerdings Rück- und Vorderseite anfangs nicht richtig zusammengesteckt. Ein Fehler, den man leicht beheben kann. Die Verpackung erklärt kurz das Spiel selbst und überrascht den erstmaligen Leser mit den Zeilen „Warum liest du immer noch diese Verpackung? Kauf das Spie Lund leg los“. Damit trifft man meinen Humor genau und ich musste das erste Mal schmunzeln.

Auf den ersten Blick ist die Anleitung zwar nicht besonders groß, aber es stehen alle wichtigen Informationen auf dem Plättchen drauf. Mir gefällt die lockere und aufgeklärte Art der Anleitung („Es ist egal wer anfängt, ihr seid erwachsen!“).

Die Karten

Auf den Karten befindet sich immer eine Überschrift, beispielsweise „Du trittst barfuß auf einen Lego-Stein“, ein Bild und ein Elends-Index. Im Fall des Lego-Steins liegt dieser bei 0,5. 0,5 von? Von 100. Und jeder, der schon mal auf einen Lego-Stein getreten ist, wird mir zustimmen, dass hier entweder noch viel schlimmeres bevorsteht, oder dass die sogenannten Experten aus der Anleitung, die beim Verordnen des Elends mitgeholfen haben, noch nie auf einen Lego-Stein getreten sind.

Spielstart

Zu Beginn des Spieles bekommt jede Spieler drei Karten. Der Rest wird auf den Kartenstapel gelegt. Jeder Spieler legt seine Karten nun offen, sortiert nach dem Elends-Index (0-100) vor sich. Das Spiel nennt diese Reihenfolge die Straße des Schmerzes. Dann kann es auch schon losgehen.

Karten gewinnen

Bei „Verdammt nochmal“ geht es darum, als erstes 10 Karten zu gewinnen. Hierfür muss der Spieler den Elends-Index einer Karte verorten und nicht genau erraten. Das heißt: Nehmen wir an, ich habe drei Karten mit Elendsstufen 34 (Vier Tage lang Stromausfall), 55 (Du verlierst im Schwimmbad deine Badehose) und 88 (Du hast einen unheilbaren Schluckauf). Wenn ich am Zug bin, zieht die Person zu meiner Rechten eine Karte und liest nur die Situation vor.

Im Beispiel wäre dies „Du fällst im Zoo in das Gorilla-Gehege“. Nun muss ich erraten, wo ich die Karte in meiner Straße des Schmerzes einordnen würde. Nach dem Stromausfall? Vor dem Schwimmbad? Nur wenn ich richtig tippe, darf ich die Karte behalten. Ordne ich die Karte falsch ein, verliere ich die Karte.

Der linke Spieler, falls es diesen gibt, kann nun erraten, wo die Karte in seine Straße des Elends passt. Liegt er richtig, darf er sie behalten. Wenn nicht, hat auch er die Karte verloren. Dies geht solange, bis die Karte bei demjenigen ankommt, der sie vorgelesen hat. Hat niemand die Karte richtig verordnen können, wird diese abgelegt und kann nicht mehr gewonnen werden.

Der Spieler, der als erstes 10 Karten gesammelt hat, hat das Spiel gewonnen. Er ist der König von Shit Mountain.

Das Spielvergnügen

„Verdammt nochmal!“ macht vor allem mit vielen Menschen, also 5 bis 8 Leuten Spaß, da die Situationen teilweise zu Diskussionen führen können und das Gegenüber ggf. auch mal eine alte Geschichte erzählt. Somit kann „Verdammt nochmal“ auch gut als Ice Breaker bei neuen Gruppen dienen, zum Beispiel Uni-Erstis. Je nach Größe der Gruppe (und deren Erzähldrang) kann das Spiel auch gerne mal eine 3/4 Stunde dauern. Gelacht wird dabei viel, wenn man den Humor teilt. Für mich ist „Verdammt nochmal“ aber ein schönes Ding und ich werde es nächste Woche beim Ersti Wochenende direkt mitnehmen.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com