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Im Test: Bragi The Dash Pro

Im Test: Bragi The Dash Pro

von Timm Mohn10. September 2017

Bragi ist zurück: mit The Dash Pro legt der deutsche Hersteller seine Premium Kopfhörer neu auf und verspricht, das alles, was bisher kritisiert wurde, besser geworden ist.

Die Anwendung

Wenn ich joggen gehe, verwende ich bis heute hierfür meinen iPod und EarPods. Smartphones sind mir zu groß, aber beschallt werden möchte ich trotzdem. Als ich vom The Dash Original das erste Mal las, sprach mich folglich vor allem der interne Speicher der Kopfhörer an. Während die Anfang des Jahres erschienen The Headphones aus dem Hause Bragi auf einige Extras, wie den internen Speicher verzichteten, können sich Bragi Pro User wieder über jenen freuen. Satte 4 GB stehen in den Kopfhörern bereit. Genug also für einige Hörspiele und Musik. Die Datenübertragung geht zwar etwas schleichend über die Bühne, das ist aber wohl der Übertragungsart geschuldet.

Die Akkulaufzeit

Statt 3 Stunden erreicht The Dash Pro nun fast 5. Da ich die Kopfhörer aber im Charging-Case transportiere hab ich dieses Maximum bisher noch nicht ausgereizt. Fährt man dann doch mal sehr viel länger Zug oder Fernbus sollte man sich eventuell Backup Kopfhörer mitnehmen, während The Dash Pro nachlädt. Leider setzt Bragi beim Charging-Case immer noch auf MicroUSB.

Der Sound

In Sachen Sound bleibt sich Bragi treu: egal ob ich Serien schaue, Musik höre oder Hörspielen lausche – alles hört sich gut an mit dem neuen Headset. Ich bin gewiss kein Audio-Profi, sondern berichte euch eher aus der Anwendersicht: ich hatte bisher noch bei keiner Anwendung das Bedürfnis auf andere Kopfhörer auszuweichen. Nett ist auch die Reduzierung der Umgebungsgeräusche, wenn man die Dashs in beiden Ohren hat. Den Transparency Modus lasse ich allerdings aus.

Telefonanrufe stellen bei den Dash Pro kein Problem dar. Das Gegenüber kann mich verstehen und auch ich höre, was man von mir möchte. Für Videoaufnahmen lässt sich das Mikrofon von The Dash leider nicht verwenden, was ich persönlich sehr schade finde. Wer mit seinem Smartphone gerne ohne Ansteck Mikrofon Vlogs drehen möchte hat Glück: die Kopfhörer fungieren auch während Videoaufnahmen als Mikrofon.

Die Usability

Die Dash Pro Ear-Pieces sitzen einmal ins Ohr gesteckt fest in jenen und bleiben dort auch sicher. In den vergangenen Wochen hatte ich nicht einmal das Gefühl, die einzelnen Kopfhörer aus einem Ohr zu verlieren. Auch wenn man in Bewegung ist, beispielsweise auf dem Sportplatz, bleibt The Dash an Ort und Stelle. Wünschenswert wäre gewesen, wenn die Kopfhörer etwas mehr als 1 Meter wasserdicht wären, sodass sie auch mal aus dem Ohr fallen können, ohne dass man sich Sorgen um die Earpieces machen muss. Gefühlt schaut die Pro Variante etwas mehr aus dem Ohr heraus, als der Vorgänger. Die Touchsteuerung braucht, gerade für Neulinge, etwas Eingewöhnung. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, wo was sitzt und welche Geste zum Beispiel für die Lautstärke zuständig ist, klappt die Bedienung im Alltag eigentlich ganz gut.

Das Bluetooth

Ein großer Schwachpunkt der Original Dash war sicherlich die lose Bluetooth Verbindung zwischen Smartphone und Kopfhörer. Erfreulicherweise wurde das Bluetooth-System bei The Dash Pro komplett überarbeitet und so reißt die Verbindung nicht dauernd ab. Während im Zug einen Film schauen schon zuvor kein Problem war, bleibt die Connection nun auch bestehen, wenn man sein Handy in der Tasche mitführt. Die Verbindung der beiden Ear-Pieces stellt im MP3-Player Mode kein Problem dar – das war ich aber bereits vom Vorgänger gewöhnt.

Das Fazit

Kabellose Kopfhörer sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Jeder Hersteller hat, im Falle von Apple sogar besonders günstig, ein eigenes Paar im Angebot. Bragi stach allerdings mit seinen Features bisher immer hervor, auch wenn man mitunter mit Kompromissen leben musste. Anders als The Headphone macht The Dash Pro alles, was The Dash gemacht hat – nur besser. Die Verbesserung sind im Alltag deutlich spürbar und lassen – zumindest bei mir – keine großen Wünsche übrig. Abgesehen von meinem Wasserdicht-Kritikpunkt sind die Dash Pro meine neuen Lieblingskopfhörer. Aber Achtung: beim Warenkorb besser die Augen zu machen: Satte 349 Euro kosten die Kopfhörer. Wer sie intensiv nutzen möchte, beispielsweise beim Workout, dürfte aber darüber hinweg sehen können.

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com