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Wie könnte VR Konzerte für immer verändern?

Wie könnte VR Konzerte für immer verändern?

von Sarah Elisa Oley17. August 2017

Virtual Reality steckt noch in den Kinderschuhen und doch sind die Möglichkeiten, die von der Technik geboten werden, überaus beeindruckend. Kann VR in Zukunft auch das Erleben von Konzerten für immer verändern oder die Erfahrung zumindest erweitern?

Neue Technologie bringt neue Möglichkeiten

Quelle: Astrid Gubitsch via Twitter

Bereits aus dem Gaming oder verschiedenen Videos bekannt, bietet Virtual Reality ganz neue Optionen, näher an der Realität zu sein – ohne tatsächlich auch nur einen Fuß zum Ort der Wahl bewegen zu müssen. Dasselbe gilt mittlerweile auch für Konzerte und bietet die Möglichkeit, die dazugehörige Landschaft für immer zu verändern. Immer mehr Unternehmen sehen die Chance, Konzerte auf neuen Wegen zu verbreiten – über Virtual Reality. Ein Produkt namens TheWaveVR ist einer der Vorreiter auf eben jenem Gebiet. Mit der Plattform können DJs weltweit ihre virtuellen Sets übertragen und bekommen dazu ein recht einfaches Programm geliefert. Trotz der Simplizität erhalten die Künstler und Verantwortlichen unzählige Anpassungsmöglichkeiten und können so einfach entscheiden, wie ihre Inhalte beim Verbraucher ankommen sollen. Beispielsweise ist die Atmosphäre frei wählbar, von realistischem Nachtclub bis zum Weltall. Lichtshow und weitere Effekte sind ebenso mit der Musik kombinierbar.

Bereits jetzt äußerst bekannt ist MelodyVR, welches schon über 1.000 Live-Shows weltweit aufgezeichnet hat und somit eine virtuelle Konzertsammlung bereitstellen kann. Die Künstler sind dabei durchaus auf der namhaften Seite aufgestellt: Von den Chainsmokers über JoJo bis hin zu Fatboy Slim waren über 500 Künstler ein Teil des Projektes. Vielversprechend für die Zukunft ist die Partnerschaft mit der Warner Music Group, die Acts wie Coldplay, die Red Hot Chili Peppers oder Billy Talent auf virtuelle Geräte bringen könnte. Entsprechend der Bands und Künstler bringt MelodyVR 2017 eine App heraus, die auf vielen verschiedenen Endgeräten laufen soll. Der Nutzer selbst soll schließlich bis zu 15 verschiedene Punkte in der Halle bzw. Arena besitzen, die er zur Verfolgung des Konzertes frei anwählen kann.

Andere Nutzung schon jetzt möglich

Quelle: mrpotholeuk via Twitter

Während die audiovisuelle Qualität momentan für Live-Konzerte noch nicht vollständig ausreicht und das Erlebnis nicht komplett originalgetreu reproduziert werden kann, bieten andere Genres schon jetzt eine gelungene Umsetzung der VR, darunter der bekannte Online-Glücksspiel-Anbieter Mr Green, der einen ganzen Katalog voller Online-Spiele im Angebot hat, die auch per VR gespielt werden können – und das dank der Kooperation mit Realistic Games. Hier sind beispielsweise alle Tischspiele eingeschlossen, die eine Runde Poker außerhalb eines tatsächlichen Casinos so realistisch wie nie zuvor machen. Zu viel Bewegung oder höchste Audioqualität stellen in diesen Formen der Nutzung unterdessen keine großen Probleme dar. Die Experten und Entwickler erwarten ohnehin, dass diese leichten Krankheiten in der Darstellung an der noch jungen Technik in den kommenden drei Jahren gelöst werden. Dann wäre es auch für Konzertgänger möglich, einfach einmal ein Live-Konzertmusik von der Wohnzimmercouch zu erleben, wie es jetzt bereits im Casino der Fall ist.

Genau deshalb sehen wir den Fortschritten in der VR mit Spannung entgegen. Große und kleine Musik-Events und Konzerte begeistern weiterhin Tausende. Wenn weitere Zuschauer bald auch virtuell dabei sein könnten, haben die Entwickler ihr Ziel erreicht. Die Musikindustrie wäre um eine Attraktion und Möglichkeit für den Fan reicher. Insbesondere bei schon ausverkauften Konzerten würde sich eine VR-Nutzung bestens anbieten.

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Über den Autor
Sarah Elisa Oley

Technik ist für Sarah kein Fremdwort: den Einstieg in die Smartphone Welt wagte sie bereits 2004 mit dem MPX 200 von Motorola. Sarah studiert Publizistik, wenn sie mal nicht gerade tippt, fährt Sarah Longboard.