Lautsprecher
Du liest gerade
Im Test: Dockin D Fine Lautsprecher
(Bild: Jake Pietras)
Review

Im Test: Dockin D Fine Lautsprecher

von 27. Februar 2017

Man kann nicht gerade sagen, dass es der Technikwelt an Bluetooth-Lautsprechern mangelt. Das junge Berliner Unternehmen Dockin traut sich dennoch auf den Markt und glänzt mit seinem D Fine vor allem mit einem Feature: Einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben unsere Lauscher mal für einen Test gespitzt.

Dockin D Fine: Stylisch und durchdachte Features

Rein äußerlich hat Dockin sein Spitzenmodell D Fine bewusst in schlichtem schwarz mit dunkel-anthrazit gefärbten Enden gehalten. Quaderförmig und mit abgerundeten Kanten passt sich der D Fine somit gut in nahezu jedes Wohnzimmer oder als PC-Lautsprecher ein. Die Abmessungen betragen 285 mm x 100 mm x 103 mm. Also etwas größer als JBLs Flip, aber bei weitem nicht so riesig wie der Zeppelin von Bowers & Wilkins.

Neben Bluetooth 4.0+EDR bringt der D Fine eine Klinkenbuchse mit, die sich unter einer Silikonklappe an der Seite versteckt. Dort versorgt ihr den Lautsprecher dann dauerhaft mit Strom über das Netzteil. Oder ihr nehmt den D Fine im mitgelieferten Tragenetz mit und könnt rund zehn Stunden lang unterwegs Musik hören.

Der USB-Anschluss bringt zudem ein Feature mit, das auch schon von anderen Lautsprechern dieser Größenordnung bekannt ist. Der D Fine fungiert nämlich auch als überdimensionale Powerbank, mit der ihr eurer Smartphone oder das Tablet aufladen könnt. Die Batterielaufzeit für die Musikwiedergabe verkürzt sich dann natürlich entsprechend.

Satter Sound für den Außeneinsatz

Im Test hat der D Fine seine Außeneinsätze übrigens sehr gut überstanden, denn das Gehäuse ist nach IP55-Standard staub- und spritzwassergeschützt. Und auch leichte Stöße machen den Metallgrills vor den Lautsprechern vorne und hinten nichts aus.

Dockin hat dem D Fine hier vier Speaker vorne und zwei Bass-Boxen hinten verpasst, die ihren Job für einen Bluetooth-Speaker besser machen, als erwartet. Die 50 Watt klingen für die Größe erstaunlich gut und siedeln den Soundquader im Hifi-Bereich an. Die Bässe rumsen ordentlich und der Stereosound verzerrt auch bei hoher Lautstärke nicht.

(Bild: Jake Pietras)

Unter einer Silikonklappe befinden sich die Anschlüsse

Wer den D Fine, wie ich zum Test am Rechner nutzt, bekommt fast schon überdimensioniert guten Klang, der auch bei Partys locker ein ganzes Wohnzimmer beschallen kann. Dafür greift man bei anderen Herstellern deutlich tiefer in die Tasche, Dockin erleichtert eure Brieftasche mit dem D Fine nur um etwa schlanke 140 Euro.

Preis besser als die Bedienung

Klar gibt es kompaktere Boxen für weniger Geld, die den gleichen Dienst verrichten. Meist reichen sie jedoch nicht an den Klang in der Kategorie heran, in der der D Fine spielt. Vergleichbar wäre er vermutlich mit JBLs Xtreme. Der ist jedoch deutlich teurer, hat aber dafür natürlich auch noch mehr Wasser und Stöße aus, hat mehr Akkulaufzeit und ist soundtechnisch noch einen Ticken besser.

Die Bedienung des D Fine erfolgt übrigens über die Buttons auf der Oberseite, die wie erwartet funktionieren, jedoch ein paar Mankos haben. Das Einschalten dauert mit vier Sekunden Druck auf die Ein-Aus-Taste etwas lang, wird aber mit einer Ansage bestätigt. Beim Verbinden mit Bluetooth-Geräten ertönt dagegen ein Ton.

(Bild: Jake Pietras)

Die Buttons passen zum schlichten Design des Lautsprechers

Merkwürdig ist jedoch, dass es beim Ausschalten keine Rückmeldung gibt. Habt ihr keine Musik laufen, wisst ihr also nicht auf Anhieb, ob der Speaker aus ist oder nicht. Es reicht nämlich nicht, die Taste nur ein Mal kurz zu drücken, sondern es müssen schon ein paar Sekunden sein.

So ist es mir ein paar Mal passiert, dass der Lautsprecher am nächsten Tag noch an war und meine Wecker-App die Musik im Arbeits-, statt im Schlafzimmer abgespielt hat. Was auf der anderen Seite wiederum für die hohe Reichweite der zuverlässigen Bluetooth-Verbindung spricht.

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
9.0
Akkulaufzeit
8.5
Performance
8.5
Design
7.5
Ton
8.0
Zubehör
8.5
Preis
9.0
Preis-Leistungsverhältnis
9.0
Fazit

Dockin zeigt mit dem D Fine, dass ein ordentlich klingender Hifi-Lautsprecher stylisch und gleichzeitig günstig sein kann. Zum Preis von rund 140 Euro bekommt man bei anderen Herstellern oft nur kleinere Geräte, die zwar portabler sind, aber weniger vollen Klang mitbringen.

Transportabel ist der D Fine zwar auch. Aber mit rund zweieinhalb Kilo ist er nicht gerade ein Leichtgewicht. Wer den Lautsprecher aber ohnehin nur zu Hause nutzt und ein Auge bei der Bedienung zudrücken kann, bekommt einen schönen Speaker für wenig Geld, der anständigen Krach machen kann.

8.2
Unsere Bewertung
You have rated this
Was denkst du?
Grandios
50%
Genial!
50%
Es ist Liebe
0%
Kann man machen
0%
Wos?
0%
Nope.
0%
Über den Autor
Jake Pietras

Jake ist gelernter Web-Developer, studierter Technikjournalist und autodidaktischer Geek. Er interessiert sich für digitale Kultur, lebt in Düsseldorf und liebt den Austausch mit Menschen.