Gadgets
Du liest gerade
Im Test: JJRC H37 Elfie

Im Test: JJRC H37 Elfie

von Timm Mohn30. Dezember 2016

Drohnen sind aktuell sehr beliebt und auch bei mir kurz nach Weihnachten eine gelandet: die JJRC Elfie. Dabei handelt es sich um eine sehr kompakte Drohne, auf deren Verpackung  wohl kein Platz mehr für das „S“ von Selfie gewesen ist.

Klein, Kleiner, Elfie

Im Lieferumfang befindet sich ein Set Ersatz-Propeller, ein kleines Handbuch, ein USB-Ladegerät sowie der 500 mAh Akku. Mit 73 Gramm ist Elfie wirklich leicht. In den Rucksack geworfen dürfte sie kaum bis gar nicht auffallen, schließlich ist selbst mein Smartphone deutlich schwerer. Dank den kompakten Abmessungen kann man die Drohne sogar bequem in die Jackentasche stecken, ohne das sie stört. Etwas größer wird die Elfie, wenn man die Drohnen-Rotoren ausklappt, damit Elfie in die Luft steigen kann.

Auf der Front und Rückseite sitzen bei der Elfie noch zwei LEDs, die auch bei Tageslicht gut zu sehen sind. Die Inbetriebnahme ist einfach: ein Druck auf den Powerbutton auf der Oberseite macht die Elfie startklar.

Der Elfie liegt keine Fernbedienung bei: die Drohne verbindet sich über WiFi mit eurem Smartphone.

Nicht mal 720p Aufnahmen

Die Kamera nimmt leider nur in 640×480 auf – was im 40 Euro Preis-Segment wohl nicht anders zu erwarten, aber trotzdem schade ist. Die Kamera lässt sich manuell nach unten bzw. nach oben neigen. In der Luft kann man die Kamera nicht über die App anpassen.

Die Qualität der Videoaufnahmen ist wenig überrascht wenig überzeugend. Die aufgenommenen Videos eignen sich höchstens für die Einbindung in ein Adventure aus dem Jahre 1994.

Die Aufnahmen werden direkt über die App auf euer Smartphone geschickt – einen SD-Kartenslot besitzt die Elfie nicht. Das heißt auch: verliert ihr die WiFi Verbindung oder wird diese schlechter, reißt das Footage ab oder gerät ins Stocken.

Werbelüge in Bestform

Besonders ärgerlich dürfte für Kunden allerdings das Werbevideo sein, das von TomTop zur Elfie geschaltet wird. Nicht nur, dass die Videoqualität dort deutlich besser zu sein scheint, die Drohne fliegt auch deutlich besser – jedenfalls angeblich. In meinen Augen hat man hier einfach direkt eine andere Drohne für die Video-Aufnahmen genommen und veräppelt den Kunden nach Strich und Faden.

Gerade mal 10 Minuten in der Luft

Lange währt das Vergnügen mit der JJRC Eflie nicht: gerade mal 10 Minuten bleibt die Drohne in der Luft, bevor sie für 2 (!) Stunden ans Ladegerät muss. Es empfiehlt sich, eine Powerbank mitzunehmen, um die Drohne immer mal wieder nachzuladen.

„Einsteiger Drohne“

Die JJRC Elfie ist vor allem eins: günstig. Darüberhinaus ist sie auch ein interessantes Spielzeug. Allerdings solltet ihr euch unbedingt mit den Regeln für den Drohnen-Aufstieg beschäftigten, um keine Knöllchen zu bekommen.  Mit einem Price Tag von gerade mal 40 Euro macht man bei der Elfie eindeutige Abstriche: die Kamera ist gelinge gesagt nicht zu gebrauchen, GPS ist nicht mit an Bord und die Flugzeit ist mit 10 Minuten sehr gering. Wenn überhaupt, sollte man Elfie wegen dem Spaß kaufen – aber nicht wegen dem aufgenommenen Footage.

Was denkst du?
Grandios
0%
Genial!
50%
Es ist Liebe
0%
Kann man machen
0%
Wos?
0%
Nope.
50%
Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com