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Kommentar: Die Sommerspiele bei Overwatch

Kommentar: Die Sommerspiele bei Overwatch

von Christian Toth6. August 2016

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Brasilien hat Blizzard in Overwatch seine eigenen Sommerspiele ausgerufen. Unseren Kommentar lest ihr nach dem Break.

Willkommen zu den Sommerspielen

Dass Blizzard ein Händchen dafür hat, Festivitäten in seine Spiele einzubauen, ist lange bekannt. Schon beim ersten Jahreswechsel bei World of Warcraft – noch ganz ohne Add-ons – gab es bereits ein Feuerwerk zu bestaunen. Die Olympischen Spiele in Brasilien sind nun der neuerliche Anlass dazu, in Overwatch eigene Sommerspiele zu starten. Seit Mittwoch werden drei Wochen lang neue Spielmodi verfügbar sein. In dieser Woche kann man Lucióball spielen, jeweils 3 vs. 3, in einer Arena, die in der Farbenpracht Riós gehalten wird und doch irgendwie auch an die Arenen aus Rocket League erinnern. Überhaupt ist das Prinzip das gleiche, ein überdimensonierter Ball muss irgendwie innerhalb von 5 Minuten so häufig es geht ins gegnerische Tor befördert werden.

Wie immer ist bei Overwatch klar, dass eingespielte Teams leicht die Oberhand bekommen. Bei Lucióball ist dies meist nach einigen Sekunden bereits erkennbar. Nach wie vor sinnlos ist, dass man in verlorene Spiele gesetzt werden kann. Auch wenn Lucióball nicht gerade besonders innovativ ist, macht es dennoch Spaß , auch nach mehr als nur einer Runde. Luciós Fähigkeiten wurden ein klein wenig angepasst, um dem Modus etwas gerechter zu werden. Dies ist dem Spiel tatsächlich zuträglich. Über 100 neue kosmetische Gegenstände sind darüber hinaus auch ein großer Anreiz für Spieler.

Es zeichnet Blizzard aus, dass sie zusätzlichen Content einbauen, wenn es sich gerade anbietet. Allerdings sind diese Festlichkeiten nichts anderes, als der schon bestehende Weekly Brawl. Es ist schade, dass nun drei Wochen lang die Weekly Brawls durch diese Sommerspiele abgelöst wurden. Besser wäre es gewesen, nicht anstatt der Weekly Brawls, sondern zusätzlich zu ihnen die Sommerspiele anzubieten – gerade angesichts der Tatsache, dass ohnehin nicht viele Spielmodi enthalten sind. Lucióball mag ein schöner Zeitvertreib sein, aber es weicht so sehr vom eigentlichen Shooter-Spiel ab, dass es keinen Sinn ergibt, dafür originäre Inhalte zu streichen. Von den eigentlichen Spielinhalten ist bei den Sommerspielen nämlich kaum etwas zu finden. Von Zusatzinhalten kann hier also nicht die Rede sein – schade eigentlich. Interessant wären doch wirkliche Sommerspiele gewesen – Disziplinen, in denen man gegeneinander in einem Ranking antreten kann, mit Tagesranglisten und extra Loots für Tagessieger. Pharah hätte man Bestzeiten jagend durch Ringe fliegen lassen können. Winston hätte einen Hindernisparcour durchlaufen können. Oder man veranstaltet eben klassische Rennen mit ein paar Kniffen, in der alle gegen alle antreten. Das wären wirkliche Sommerspiele, und nicht nur diese thematisch und farblich an Rió angelehnten Weekly Brawls.

 

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Über den Autor
Christian Toth
Ist sich nicht zu fein, um zu zocken. Im Gegenteil - zieht sich dafür sogar fein an.