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Im Test: Xiaomi Redmi 3s

Im Test: Xiaomi Redmi 3s

von Timm Mohn11. Juli 2016

Immer wieder erreichen mich privat wie auch im Blog Anfragen, nach günstigen Smartphones, die so um die 100 Euro kosten sollen. Die Preisklasse ist schwer umkämpft und hat mit dem Redmi 3s einen neuen Mitstreiter bekommen.

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Erfreulich handlich

Das Redmi 3s kommt in einer kompakten Verpackung daher, in der sich nur das Smartphone selbst, ein Ladegerät sowie das Netzteil befindet. Dazu gibt es natürlich noch ein Simtray Remover Tool. Nimmt man das Redmi 3s das erste Mal in die Hand fällt auf, wie schön kompakt und leicht das Gerät geraten ist. Gerade wenn man sonst viel mit 5,5 inch Smartphones wie dem iPhone 6s Plus zu tun hat, sind die Abmessungen eine gelungene Abwechslung.

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Abgespeckte Technik

Im Gegensatz zu Apple’s S-Varianten handelt es sich beim Redmi 3s um die Sparvariante des großen Bruders. Auf der Front befindet sich ein 5 inch Display, welches mit 720p auflöst. Angetrieben wird das Redmi 3s von einem Snapdragon 430 mit 1,4 GHz. Jener wird bei grafikintensiven Spielen von einer Adreno 505 GPU unterstützt. Käufer können sich auf 2 GB Ram und 16 GB internen Speicher freuen. Wem der Speicher nicht ausreicht, kann jenen per microSD-Karte erweitern. Wahlweise gibt es das Redmi 3s aber auch mit 32 GB Rom und 2 GB Ram.

Die Redmi 3 Serie zeichnet sich durch den sehr großen 4.000 mAh Akku im Inneren aus, welcher auch im 3s Verwendung findet. Aktuell läuft MIUI 7 auf dem Gerät, allerdings spricht das System nur englisch und chinesisch.

So müssen Budget Display aussehen!

Geräte in der 100 Euro Klasse kommen oft mit sich schnell verfärbenden Displays daher, die bei der täglichen Benutzung keinen Spaß machen. Das Redmi 3s bildet hier eine erfreuliche Ausnahme: Der Screen hat gute Betrachtungswinkel und beginnt nicht das Bild zu verfärben, wenn man mal schief von der Seite auf den Screen schaut. Die Helligkeit geht auch in Ordnung: die Nutzung im Freien stellt kein Problem dar. Das Display reagiert zügig auf meine Eingaben – Ghosttouches konnte ich nicht feststellen.

Gemütliches System

Statt einem Snapdragon 616 kommt beim Redmi 3s ein Qualcomm Snapdragon 430 zum Einsatz. Das Smartphone ist somit von naturaus aus etwas gemütlicher als der große Bruder. In der Realität allerdings dürfte der Performance-Unterschied den wenigsten auffallen: Apps starten zwar minimal langsamer als auf teureren Geräten, im Alltag fällt das nicht wirklich ins Gewicht. Niemand wird seinen Zug verpassen, weil die Deutsche Bahn App ne halbe Millisekunde länger geladen hat. Außerdem darf man nicht vergessen, dass in Deutschland teilweise noch Snapdragon 200 Prozessoren in der 100 Euro Klasse verbaut werden. An jenen Devices zieht das Redmi 3s als sehr alltagstaugliches Gerät locker vorbei.

Nicht nur Schön-Wetter-Kamera

Die Redmi 3s Kamera beweist, dass man auch bei 113 Euro nicht auf eine gute Kamera verzichten muss. Ehrlich gesagt hab ich während den Aufnahmen gedacht: naja, dass können die großen Modelle teilweise besser – auch, weil die Kamera zum Beispiel beim Licht am Bahnsteig ein paar Probleme hatte. Ich hatte mein Urteil hier sogar schon geschrieben und noch mal komplett gelöscht als ich mir die Bilder im Detail anschaute. Die Bilder werden erstaunlich gut, selbst wenn nur wenig Licht zur Verfügung steht. Das UMi Super hatte beispielsweise beim „Willkommen“-Schild meiner Kita viel deutlichere Probleme als das Redmi 3s. In meinen Augen ist die Kameraqualität des Redmi 3s das Referenzmodell, wie Kameraqualität in günstigen Smartphones auszusehen hat.

Langläufer der ersten Klasse

Ihr beschwert euch ständig über einen leeren Smartphone Akku? Search no more: Das Redmi 3s ist die Antwort auf eure abendlichen Stoßgebete zum Akku-Gott. Die 4.000 mAh bringen selbst Hardcore User wie mich problemlos durch den Tag. Ich glaube ich hab noch nie den Tag mit 35 % oder mehr Restsaft beschlossen und bin deswegen mehr als positiv vom Redmi 3s Akku überrascht. Es gibt definitiv sparsamer Menschen als mich, was den täglichen Akkuverbrauch anbelangt, eine Powerbank ist eigentlich mein ständiger Begleiter. Und genau das scheint nun der Vergangenheit anzugehören: mit dem Redmi 3s ist eine Powerbank schlicht unnötig geworden.

Ein wenig mehr Sicherheit

Obwohl es sich um die Lite-Variante des Redmi 3 handelt, verfügt das Redmi 3s auf der Rückseite über einen Fingerprint Reader. Mit jenem kann der Nutzer sein Smartphone via Fingerabdruck entsperren. Hierfür wird der Finger mehrmals im Einrichtungsprozess auf den Fingerprint Reader gelegt und vom Smartphone abgezeichnet. Im Alltag reagiert der Sensor zügig auf meine Eingabe, auch wenn ich das ein oder andere Mal den Finger erneut auflegen muss. Das Smartphone wird direkt entsperrt und ist sofort wieder nutzbar.

Solides Grundpaket

Wie eingangserwähnt gibt es das Redmi 3s in verschiedenen Varianten: zum einen mit 3 GB Ram und 32 GB Rom und 2 GB Ram und 16 GB Rom. Der Preisunterschied liegt bei saftigen 44 Euro. Die 3 GB Variante kostet 157 Euro, während die 2 GB Ram Version mit 113 Euro zu Buche schlägt. Nicht vergessen darf man allerdings, dass dazu noch die MwSt. sowie der Versand kommt. Ganz so billig ist das Redmi 3s für deutsche Kunden also auch wieder nicht.

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Dafür muss man nicht auf für den Alltag notwendige Performance oder für den Preis gute Kamera verzichten. Im Test erlaubt sich das 3s keine No Go Schnitzler und kann sogar mit einem Fingerprint auf der Rückseite punkten. Beide Daumen hoch!

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com
  • d1-mein

    Selbst 113 Euro sidn sehr günstig für das Gerät…!