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Ausprobiert: HP Instant Ink (feat HP Envy 5540)

Ausprobiert: HP Instant Ink (feat HP Envy 5540)

von Sarah Elisa Oley15. Juli 2016

Mein alter HP Drucker leistet mir seit Jahren gute Dienste. Nur eine Sache nervt von Zeit zu Zeit: nach circa 2 Monaten meldet der Drucker, dass keine Farbe mehr da ist. Statt sie direkt zu kaufen, spiele ich meist auf Zeit – bis es zu spät ist und der Drucker schlicht nicht mehr druckt. Wie oft ich nachkaufen muss zeigt das Pop-Up Fenster, wenn ich mein Amazon-Konto öffne: an der erste Stelle finden sich die HP Patronen. Seit hier der HP Envy 5540 steht hat sich dies geändert – obwohl ich bereits mehrfach neue Patronen bekam.

Ein Tintenlieferdienst?

Doch wie kommen die Patronen zu mir, wenn ich sie nicht bestelle? Das macht der HP 5540 dank HP Instant Ink von selbst. Der 5540 ist mit dem Internet verbunden und meldet HP ohne das ich aktiv werden muss, dass meine Patronen bald leer sind. Diese Meldung löst den Versand neuer Patronen aus und so muss ich weder auf Amazon nach den passenden Patronen shoppen, noch in Richtung Stadt gehen.

Einfache Anmeldung

Um den 5540 mit Instant Ink zu verbinden, benötigt ihr einen HP Connected Account. Dieser ist schnell eingerichtet. Im nächsten Schritt druckt man die Info Seite unter ePrint Settings am HP 5540 aus. Der sich auf der Seite befindliche Code wird im Account eingespeichert, damit HP weiß, welcher ihrer vielen Drucker einem gehört. Für den Abo-Service muss man seine Bankdaten hinterlassen, verschenkt werden die Patronen schließlich nicht. Auch die Adresse wird an HP verraten, damit die neue Tinte ihren Weg zum Kunden finden kann. Hier geht es zu unserer detaillierten Anleitung, wie man sich bei HP Instant Ink anmeldet.

Patronen einlegen startet das Programm

In nicht mal 7 Tagen wurden die neuen Instant Ink Patronen für meinen HP 5540 geliefert. Doch bevor die Patronen eingelegt werden, startet der Instant Ink Service nicht. Dies geschieht erst, wenn man die alten Patronen aus dem Drucker nimmt und gegen die neuen ersetzt. Ist dies geschehen, meldet der Drucker, dass man nun an Instant Ink teilnimmt. Das Druckvergnügen kann nun völlig sorgenlos starten. Wenn der HP 5540 einmal droht, mit leeren Patronen da zustehen, meldet er dies automatisch an HP und bestellt dort neue Druckerpatronen nach.

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Ein bisschen wie beim Strom

Ich finde die Idee von Instant Ink super, allerdings haben meine Freunde direkt einige Bedenken geäußert: wenn HP weiß wie viel ich drucke, wissen sie dann nicht auch, was ich drucke? Die Antwort ist klar: nein. Die Stromgesellschaft beispielsweise weiß ja auch, wie viel Strom man verbraucht, aber nicht, wofür der Strom verbraucht wird. Da gäbe es sicherlich einen Aufschrei, den sich kein Hersteller leisten möchte. HP hat somit einen Überblick, wie viel ich drucke, aber nicht, was ich drucke.

So günstig wie noch nie farbig drucken

Genau hier liegt der eigentliche Vorteil an Instant Ink: HP zählt im Abo die Seiten, nicht aber die verwendete Tintenfarbe. Sagen wir, ich habe das Abo mit 300 Seiten gebucht und drucke 300 farbige Seiten. Das Einzige, was HP daran interessiert: wann ist die schwarze oder bunte Patrone leer und zu welchem Zeitpunkt müssen wir nachliefern. Wer die Kosten der farbigen Patronen bisher gescheut hat, kann sich mit Instant Ink so richtig ausleben.

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Bleib connected

Damit die Patronen meines HP 5540 nicht leer gehen, ohne das Nachschub unterwegs ist, muss er ständig mit dem Internet verbunden sein. Spaßeshalber habe ich ihn mal ein paar Wochen getrennt und siehe da: Der Drucker meldet nach einigen Tagen, dass er mit dem Internet verbunden werden möchte, um Instant Ink-Dienste weiterhin nutzen zu können. Auch per E-Mail weißt HP den Kunden darauf hin, dass man den aktuell Stand der Patrone leider nicht kenne. Die Daten werden erst wieder abgeglichen, wenn ihr den Drucker selbst mit dem Internet verbindet. Hier wäre es vielleicht ein netter Kniff gewesen, wenn der Drucker die Internet-Verbindung des PC’s für den Datenabgleich nutzen kann (über USB).

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Keine Probleme, wenn mal zu viel gedruckt wird

Zwischenzeitig hatte ich das Limit meines 300er Abo ordentlich überschritten: über 400 Seiten druckte ich am Stück. Das klappt zu einen erfreulich problemlos mit dem HP 5540 (auch ohne Instant Ink!), zum anderen bekommt man frühzeitig eine Meldung per E-Mail, dass man das Abo ein wenig zu stark ausgereizt hat. Der Drucker verweigert erfreulicherweise nicht seinen Dienst, wenn man über die 300 Seiten kommt, sodass der Nutzer ohne Einschränkungen weiter drucken kann.

Das Drucken wird sich verändern

Doch auch sonst bemüht man sich bei HP, Instant Ink so unproblematisch wie möglich zu halten: zwischen den verschiedenen Abo-Größen kann der Nutzer problemlos wechseln. Hochgestuft wird man nur, wenn man den Plan zu oft ausreizt und auch dann ist eine Kündigung kein Problem. Allerdings macht ein Upgrade auf den nächst höheren Plan wirklich Sinn, wenn man sagen wir beispielsweise dauerhaft über 50 Seiten kommt. Generell gilt: man kann sein Instant Ink Abo jeden Monat kündigen und wieder zurückkehren, wie man Lust hat. Reist man beispielsweise ein Semester ins Ausland, wäre es ja Quatsch, sich ein Tintenabo ans Bein zu binden. HP hat mit Instant Ink einen Dienst geschaffen, der dem Kunden viele Vorteile beim täglichen Kampf mit dem Drucker bietet. Beide Daumen hoch!

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Ihr habt einen Instant Ink-kompatiblen Drucker? Dann kann ich euch Instant Ink wirklich nur ans Herz legen. Ab 2,99 Euro pro Monat geht’s los.

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Über den Autor
Sarah Elisa Oley

Technik ist für Sarah kein Fremdwort: den Einstieg in die Smartphone Welt wagte sie bereits 2004 mit dem MPX 200 von Motorola. Sarah studiert Publizistik, wenn sie mal nicht gerade tippt, fährt Sarah Longboard.