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Im Test: SanDisk Extreme 500 Portable SSD
Review

Im Test: SanDisk Extreme 500 Portable SSD

von 23. Juni 2016

Wenn ich für den Blog unterwegs bin, brauche ich gerade bei längeren Trips (wie zum Beispiel IFA) eine Möglichkeit, meine bisherigen Videos extern zu lagern, um wieder Platz für neue Aufnahmen zu machen. Durch die hohen Strapazen haben unterwegs bereits zwei Festplatten den Geist aufgegeben. Das soll sich nun mit der SanDisk Extreme 500 ändern: sie ist gemacht für raue Umgebungen – für Nutzer, die mobil sind und ihre Daten gerne bei sich tragen. Ob die SanDisk Extreme 500 mich überlebt hat, erfahrt ihr nach dem Break.

Zum Start alles mit dabei

Die kompakte SSD kommt mit einer sehr kleinen OVP daher. In jener versteckt sich neben der SanDisk Extreme 500 noch ein USB Kabel sowie kleines Anleitungsheftchen. Das USB-Kabel ist nicht fest mit der SSD verbunden und kann somit von der SSD getrennt werden. Das ist besonders wichtig für Nutzer des neuen MacBook: ihr könnt euch einfach ein USB-C zu USB 3.0 (!) Kabel kaufen und den mobilen Speicher verbinden.

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Super schnell dank USB 3.0

Packt man die SSD erstmals aus fällt auf, wie klein sie eigentlich ist: gerade mal 10,67 x 75,69 x 75,69 mm misst der portable Speicher. Dazu ist die SSD sehr leicht: nur 78 Gramm bringt sie auf die Waage. Das Hauptaugenmerk der Extreme 500 ist sicherlich das widerstandsfähige Gehäuse. Auch wenn der Speicher im Inneren mal einen Schlag abbekommt, soll die SanDisk SSD diesen überleben. Auch Vibrationen und extreme Temperaturen (von 20° bis 70°!) soll die Exrteme 500 abkönnen. Gleichzeitig verspricht SanDisk, dass die Exrteme 500 während angestrengtem Arbeiten einen kühlen Kopf behält und in Sachen Geräuschkulisse kaum bis gar nicht auffällt. Im Inneren versteckt sich SanDisk NAND-Speicher an einem Silicon Motion SMI2246XT Controller und einer USB 3.0 Media Bridge von ASMedia namens ASM1153E.

Die SSD kommt in 120, 240 und 480 GB daher. Verbunden wird die Extreme 500 über ein USB Kabel. Mit an Bord ist USB 3.0, was eine schnelle Datenübertragung zwischen dem PC beziehungsweise Mac und der SSD garantiert. SanDisk spricht von bis zu 415 MB pro Sekunde. Die größere Variante mit 480 GB kommt sogar auf 430 MB pro Sekunde. Das eine SSD bis zu vier mal schneller ist als herkömmliche Festplatten, muss man an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnen. Der USB Port wird von einer Klappe gesichert. Wer seine Daten verschlüsseln möchte, kann hierfür SanDisk SecureAccess nutzen, welches die Daten mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung vor dem Zugriff durch Dritte schützt.

Treuer Begleiter

Das wohl wichtigste Argument in Sachen SSDs ist die Zuverlässigkeit. Inzwischen benutze ich die Extreme 500 seit knapp einem Monat. In der Zwischenzeit ist sie mit mir nach München, Wien und Berlin gereist. Allerdings gehe ich mit der Extreme nicht gerade zimperlich um: die SSD wird einfach in die Tasche gelegt, ohne besonders darauf zu achten, ob sie dort nun stabil und sicher liegt – schließlich ist sie extra geschützt für ungemütliche Umgebungen. Dennoch hält sich die Exrteme 500 gut: es kam noch zu keinem Datenverlust und die SSD läuft noch wie am ersten Tag.

Ich nutze die SanDisk Extreme 500 vor allem für meine Videoschnitt-Dateien. Wenn ich wie beispielsweise in Wien ein Event filmen soll, muss jenes recht zeitnah geschnitten werden – zum Beispiel im Zug. Die Extreme 500 meistert diesen Task ohne Probleme und bleibt dabei angenehm kühl. Auch große Projekte, mit über 100 GB bearbeitet die Extreme 500 in Verbindung mit Final Cut ohne zu murren. Auf einer 7 stündigen Fahrt aus Wien habe ich beispielsweise für Techmagnet den AVR Playground mit einem After-Video versehen – und wie SanDisk so schön sagt: das Ganze wurde #shotonsandisk. Auftragsarbeiten, wie das Playground-Video verlangen 100 % Zuverlässigkeit und genau hier konnte die Extreme 500 sich beweisen.

 

Geschwindigkeit trifft Erwartungen

Im Auslieferungszustand sind noch 223 GB frei. Neben allen persönlichen Einschätzung zählt natürlich eigentlich nur eine Währung: Benchmarks. Hierfür wurde der Back Magic Speedtest zu Rate gezogen.

Immer und überall mit dabei

Die SanDisk Extreme 500 ist extrem kompakt und passt deswegen in jede Hosen-, Hemd- oder Schultasche. In diesem Zusammenhang ist es auch vorteilhaft, dass das Kabel so kurz geraten ist: die SSD lässt sich einen gesamten Tag bequem in der Hemdtasche tragen, ohne dass ihr Gewicht beziehungsweise Form negativ auffällt. Die Extreme 500 macht natürlich nicht nur unterwegs sondern auch am Schreibtisch eine gute Figur. Hier fällt sie kaum auf und nimmt deutlich weniger Platz weg als meine HipDisk mit der SanDisk Z410.

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Mit (fast) jedem Gerät kompatibel

Durch das abnehmbare USB-Kabel kann die SanDisk Extreme 500 mit so ziemlich jedem Device verwenden werden. Das fängt bei PCs mit Windows oder Linux an und hört bei Smartphones mit USB-OTG auf. Selbstverständlich läuft die Platte auch an Apple Geräten: egal ob MacBook Pro oder iMac, alle MacOS-Geräte erkennen die Extreme 500. Im Gegensatz zu den Android-Devices mit OTG-fähigem MicroUSB oder USB-C Port schauen iPhone User in die Röhre. Wer hier etwas mehr Speicher benötigt, kann sich aber mit dem gerade erst neuaufgelegten iXpand behelfen. Leider ist es nicht möglich, Bilder direkt über die Kamera auf die SSD zu übertragen: der Umweg über den PC muss sein.

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Bis zu 500 GB für unterwegs

SanDisk bietet die Extreme 500 in drei verschiedenen Varianten an: mit 120, 240 und 480 GB. Der Nutzer kann somit frei wählen, wie viel Speicher er wirklich mobil braucht. Wer nur schnell eine handvoll Videos und Fotos vom Tag sichern will, ist sicherlich auch mit 120 GB zufrieden. Sichert ihr regelmäßig eure aktuellen Projektdaten auf der SSD, empfiehlt es sich, die 240 GB Variante zu kaufen. Wer längere Trips im Ausland plant und seinen Aufenthalt ausführlich dokumentieren möchte, greift zur 480 GB Version. Die einzelnen Versionen kommen mit unterschiedlichen Price Tags daher: die kleinste Version kostet gerade mal 62,49 Euro und ist somit sehr erschwinglich. Der Nutzer büßt hier dennoch (fast) keine Leistung, sondern nur etwas Speicherplatz ein. Etwas mehr Speicherplatz bietet die 240 GB Variante, die mit 99 Euro immer noch sehr günstig daher kommt. Wer mobil das Meiste aus seiner SSD herausholen möchte, investiert 165,99 Euro für die 480 GB Version.

Kompakt, Funktional und Schnell

Die SanDisk Extreme 500 hat sich als treuer Begleiter bewiesen: egal ob unterwegs zu einem Event oder im Urlaub (kleiner Shot-out an die Indianerfreizeit) zeigt sich die SSD widerstandsfähig und witterungsbeständig – schließlich gehören nass-kalte Tipis nicht unbedingt zu den geeignetsten Umgebungsfeldern einer SSD. Sollte die Exreme 500 wie unten gezeigt einmal dreckig werden, ist sie mit einem Tuch ganz schnell wieder sauber poliert.

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Positives

- Sehr kompakt
- Schickes Design
- Viel schneller als Festplatten (HDD)
- Robust & geschützt
- Hohe Widerstandsfähigkeit (auch bei Temperaturen)
- Breite Kompatibilität (Android, Windows, Linux, Mac)
- Niedrige Arbeitstemperatur
- Datenverschlüsselung mit AES 128 Bit Schlüssel möglich
- USB-Kabel kann ausgetauscht werden
- Günstiger als Extreme 510

Negatives

- Keine 960 GB Variante verfügbar
- Nachfolger bereits verfügbar
- Teurer als normale SSDs

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
9.3
Performance
10
Design
10
Speicher
9.2
Preis
9.4
Preis-Leistungsverhältnis
9.0
Fazit

Wer mit seinen Daten, egal ob privat oder beruflich, gerne unterwegs ist, benötigt einen möglichst widerstandsfähigen Speicher. Die SanDisk Extreme 500 kombiniert maximale Portabilität mit zackiger Geschwindigkeit und robustem Gehäuse. Alle Daumen hoch.

9.5
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com

  • Fritzi

    Lol, ihr sagt die ist besonders geschützt, aber auf 90 % der Bilder ist bereits der Lack ab. Danke :P

    • Sarah | Nerdbench.com

      Ich schau mir das noch mal an, das wäre ja ein Ding!

      LG
      Sarah

      • Fritzi

        Ich weiß nicht, was es da zum nachschauen gibt: das ist ja wohl sehr eindeutig.

        • Sarah | Nerdbench.com

          Ich beantworte hier nur Kommentare, wie du vielleicht beim Autor siehst, hab ich den Artikel nicht verfasst – sondern Timm.

          LG

          Sarah

          • Fritzi

            Ist es dir jetzt wenigstens ma aufgefallen?

  • R

    sehr ausführlich beschrieben. Läuft das auch mit einem Rasp?

    • Sarah | Nerdbench.com

      Ich sehe keinen Grund, warum nicht!

      LG
      Sarah

  • d1-mein

    Ihr musstet sie wirklich in Steine werfen oO

    • Sarah | Nerdbench.com

      Wir hatten zu erst überlegt, sie vom Balkon zu werfen ;)

      LG Sarah

  • Sebastian Lutz

    Ich finds super, dass ihr nicht nur mit Benchmarks um euch werft, sondern auch mit Real-Life Exp.! Was mich leider auch stört ist, dass die Farbe von der SSD bereits abbröckelt. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und die Dateinamen angeschaut: wenn das richtig ist, ist das Zugbild vor dem Steinbild gewesen – und hier ist die Farbe auch schon ab. Ich weiß ja nicht, ob ihr da schon mal mit Steinen geübt hat, aber ich finde die Verarbeitungsqualität für etwas, das ach so stabil sein soll, echt matt. Schade, hier muss Sandisk eigentlich nachbessern.

    Auf der anderen Seite finde ich es interessant, dass ihr das wechselbare USB-Kabel lobt, weil es mir so gar nicht geht. Mir wäre eine Lösung, die einklappbar wäre, lieber. Gleichzeitig würde damit wahrscheinlich das Gewicht ansteigen, was viele Nutzer nicht wollen.

    Nunja, hilft alles nichts – wenn das Gerät nach lt. eurer Aussage einem Monat bereits den Lack verliert. Und wenn man den Datei-Infos glauben darf, schon viel früher. Schade!

    • Emiloo

      Durch deine Recherche hab ich mir die Frage erspart, wann die Farbe abgeblättert ist :P Danke! ^^

      • Igballe

        Im Steinbild ganz besonders gut zu sehen, keine Ahnung wie man das bei der Bildauswahl übersehen hat. Aber wie Sebastian schon anmerkt, war das wohl schon vorher da (Zähler der Bilder als Vergleich). Echt schade, dass man hier wohl ein paar Cent eingespart hat.

        • Sarah | Nerdbench.com

          Da hat jemand aber wirklich genau nachgeschaut. Hut, Ab!
          Ich schau mir noch mal die Originale an.

          LG

          Sarah

  • DieAdéláde

    Bei allem Hate, den ich gerade lese hab ich sie mir doch in den Warenkorb gelegt. Im Endeffekt ist es egal, ob man hier ein wenig Farbe verliert – es kommt auf die Daten an, und die werden ja wohl wegen ein paar Farbabspritzern nicht gefährdert. Das wäre mir jedenfalls neu ;).

    Wichtig ist die Performance und der Preis -und beides stimmt hier.

    • Sarah | Nerdbench.com

      Ist hier glaube ich gar nicht aufgefallen, aber jetzt wo es so oft angemerkt wurde…

      LG
      Sarah

  • Serienjunkie

    Ihr sagt, man kann es auch mit einem Smartphone verbinden. Ich kann damit also auch meine Bilder vom S5 backupen?

    • Sarah | Nerdbench.com

      Das ist problemlos möglich (siehe Bild)

      LG
      Sarah

  • Ariue

    Wo liegen die Unterschiede zur 510er?