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Im Test: HP Pavilion 24cw
Review

Im Test: HP Pavilion 24cw

von 25. Juni 2016

Vor gut einem halben Jahr hab ich mir einen HP Pavilion 24cw gekauft. Um möglichst effektiv mit dem MacBook arbeiten zu können, wurde der Bildschirm als zweiter Screen verwendet. Im letzten Monat hab ich mir allerdings einen Hackintosh zusammengestellt und das MacBook auf die Ersatzbank gestellt. Da ich mich an den Luxus von zwei Screens gewöhnt habe, musste ein zweiter HP Pavilion 24cw daher. Ob das Setting weiterhin zufrieden stimmt, erfahrt ihr nach dem Break.

Für HDMI Rechner

Der 24 Zoll Monitor kommt mit einem Set Papierunterlagen, einem schwarzen Stromkabel sowie einem HDMI-Kabel daher. Auf der Rückseite lassen sich zwei HDMI Kabel einstecken, allerdings schauen auch Nutzer mit VGA Port nicht in Röhre. Solltet euer System allerdings nur einen Display Port haben, müsst ihr ein DP to HDMI Kabel kaufen oder einen Adapter. Der Bildschirm kann über den HDMI Port mit allem möglichen betrieben werden: vom PC bis hin zu eurem Tablet oder auch der DSLR.

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8 ms Verzögerung

Mit aktuell 139 Euro handelt es sich beim 24cw sicherlich nicht um das teuerste Stück Display-Technik und das bemerkt man bei den Specs: die meisten User werden an einem Bildschirm mit 8 ms Verzögerung wahrscheinlich Naserümpfend vorbei gehen. Im letzten halben Jahr hab ich allerdings keinen Moment erlebt, bei dem mir die Verzögerung negativ aufgefallen wäre. Das Display löst mit 1920×1080 Pixel auf und ist somit aus kurzer Distanz beim arbeiten sehr scharf. Der Screen wird mit LEDs beleuchtet und soll auf250cd/m² kommen. Das Kontrastverhältnis beläuft sich auf 1.000:1 statisch und 5.000.000:1 dynamisch. Die Ränder sind sehr schlank, auch wenn es noch mal einen schwarzen Streifen um das Display gibt.

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Undynamisches Duo

Inzwischen arbeite ich seit einem halben Jahr täglich mit dem 24cw – und bin noch so begeistert wie am ersten Tag. Das Schwarz ist wirklich sehr gelungen – was gerade in dieser Preisklasse (139-170 Euro) nicht alltäglich ist. Vor dem Kauf habe ich mir tagelang Testberichte zu Bildschirmen durchgelesen und immer wieder Beispielbilder gesehen, bei denen es zu enormen Display-Bleeding gekommen ist oder das Schwarz eher als Grau durchgegangen wäre. Auf Amazon wurde der Bildschirm  bereits für seine Farbqualität gelobt und ich reihe mich in das Lob ein: gerade wenn es darum geht, Bilder nach deren Qualität auszusuchen ist es wichtig, dass die Farben möglichst nah am Original dargestellt werden. Über 180 Blogposts habe ich am 24cw inzwischen mit Bildern bestückt – keins davon wurde irgendwie verfälscht.

Abgeschreckt werden könnte man durch die lange Reaktionszeit von 8ms. Im Praxistest fällt diese Verzögerung aber – zumindest mir – nicht auf. Egal ob Videoschnitt, Bilderauswahl oder Medienkonsum: alles läuft ohne Probleme. Auch wenn glänzende Monitore meist sattere Farben haben: in den vergangenen Monaten habe ich, gerade mit beginnendem Sommer, das matte Display wirklich zu schätzen gelernt. Bevor ich meinen Schreibtisch zum Fenster gestellt habe, schien die Sonne stets auf MacBook und den HP 24cw. Das MacBook hatte hier schon recht große Probleme, während der 24cw einen kühlen Kopf behielt und sehr gut ablesbar blieb sehr gut ablesbar.

Ablesbar ist der Bildschirm von allen Seiten sehr gut: egal ob man von vorne oder der Seite schaut, dank einem Blickwinkel von 178 Grad kann man auch zu zweit oder dritt an dem Monitor arbeiten, ohne dass sich die Farben verfälschen oder einer der Mitarbeiter nicht mehr das ganze Bild wahrnehmen kann. Die Blickwinkel sind auch wichtig, wenn man mit zwei Bildschirmen arbeitet: einer der beiden 24cw steht nun etwas seitlich und wird nicht direkt gerade betrachtet.

Der Standfuß bei der 24 Zoll Variante ist glänzend – ganz im Gegensatz zum selbigen bei der 27 inch Version. Allerdings ist bei letzterer dafür das Display glänzend. Ich konnte mich damals also nur zwischen dem kleineren (Standfuß) und größeren (Bildschirm) Übel entscheiden. Ich hab mich dazu entschieden, die Folie auf dem Standfuß zu lassen, um möglichst Fingerabdrücke direkt auf dem Standfuß zu verhindern.Wünschenswert wäre ein matter Standfuß im Zusammenspiel mit einem matten Monitor.

Auf der Rückseite sind einzig und allein die Ports für VGA, HDMI und Strom angebracht. Es gibt keine Möglichkeit, die Kabel gezielt am Monitor entlang zuführen, sodass sie möglichst wenig auf dem Tisch auffallen. Für die nächste Version wäre Kabelmanagement eine erfreuliche Verbesserung.

Unschlagbar billig

Den 24cw gibt es in zwei verschiedenen Versionen: weiß sowie schwarz. Ich hab mich bei beiden Bildschirmen für die schwarze Variante entschieden, da hier der schwarze Streifen um das Display weniger stark auffällt, als bei der weißen. In der Regel ist die dunklere Variante allerdings auch günstiger: beide Bildschirme haben mich 139 Euro gekostet, während die weiße Version aktuell für 179 Euro bei Amazon angeboten wird. Weiß macht sich natürlich vor allem auf Instagram Fotos sehr gut, aber fast 40 Euro Aufpreis wäre mir die weiße Variante nicht wert.

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Ohne viele Extras

Das zweite Setting hat sich in wenigen Tagen bereits bezahlt gemacht: die Social Media Kanäle lassen sich nun wieder besser verfolgen und der Newsticker ist auch ständig auf dem zweiten Monitor offen. Wenn dann noch die deutsche Mannschaft spielt und man sowieso lieber Fußball schaut als zu arbeiten, hat man direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der HP Pavilion cw24 eignet sich somit für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten – egal ob es dem Nutzer um produktives Arbeiten, entspannter Medienkonsum oder das gelegentliche Surfen auf Social Media Seiten.

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Beim HP 24cw muss man auf einige Sachen verzichten: es gibt keine Lautsprecher und auch einen Display Port sucht der Nutzer vergebens. Dafür überzeugt der Bildschirm mit einem sehr guten Schwarzwert und guten Blickwinkeln. Wenn man dann noch bedenkt, dass die meisten internen Bildschirm-Speaker sowieso Müll sind, ergibt sich beim HP Pavilion 24cw ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Solltet der Bildschirm gerade nicht für 139 Euro verfügbar sein bleibt dem Käufer ja immer noch eine Sache: um den Preis feilschen.

Positives

- Mattes Display
- Sehr gute Blickwinkel
- Verzögerung fällt kaum auf
- Sehr günstig
- Keine Pixelfehler

Negatives

- Bodenplatte glossy
- Weiße Version sehr teuer
- Keine Lautsprecher

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
8.0
Bildschirm
9.3
Performance
9.0
Design
9.3
Preis
10
Preis-Leistungsverhältnis
10
Fazit

Mit dem HP Pavilion 24cw arbeiten ist eine Freude: Videos werden flüssig dargestellt und die Farben bleiben sich sehr treu. Dank mattem Display lässt sich auch mit Sonne im Rücken arbeiten und die gute Helligkeit sorgt für maximale Sicht auch an Sommertagen. Daumen hoch!

9.3
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com
  • d1-mein

    Leider hab ich gar nicht genug Platz für so viele Bildschirme :( Schön siehts aus!

  • Luna

    Kann man das Bild auch auf beiden Geräten spiegeln?