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Im Test: Elephone S3

Im Test: Elephone S3

von Timm Mohn13. Juni 2016

Mit dem S3 hat Elephone ein verdammt schickes Smartphone auf den Markt gebracht: die Rückseite sieht nicht nur hübsch aus, sondern fühlt sich auch sehr gut in der Hand an. Das Display verspricht dank abgerundeten Ecken ein besonderes Nutzerelebnis und Android 6.0 ist auch mit an Bord. Ob der Mix aufgeht, erfahrt ihr im Review.

Sehr gutes Feeling

Im Lieferumfang befindet sich ein Simtray Remover, das Smartphone selbst, ein USB Kabel und das passende Ladegerät. Das Daten- und Ladekabel kann auch als Lineal genutzt werden. Mich würde interessieren, wer das in 2 Jahren einmal gemacht haben wird. Das S3 liegt sehr gut in der Hand und die Rückseite sowie die Front machen einen guten Eindruck.

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Mittelklasse Hardware

Auf der Front sitzt ein 5,2 inch Full HD Display. Für die nötige Performance sorgt ein MT6753 OctaCore Prozessor sowie eine Mali T720 GPU und 3 GB Ram. Dazu gibt es 16 GB Rom. Leider setzt man beim S3 immer noch auf MicroUSB und nicht wie bei der Konkurrenz auf USB-C. Auf der Rückseite sitzt eine Sony IMX135 mit 13 Megapixel und f2.2 Blende. Selfies werden mit 5 Megapixel aufgenommen.

Keine großen Probleme im Alltag

Bereits nach einigen Tagen bekam das S3 ein Firmware Update. Dies lies sich kinderleicht via OTA Update installieren, brachte aber einen von Zeit zu Zeit auftretenden Bug mit sich: Das S3 trennt nun eigenständig die WiFi Verbindung, schaltet jenes aus, schaltet WiFi wieder ein, nur um das ganze Spiel anschließend zu wiederholen.

Wenn das S3 mal Apps runterläd – beispielsweise über mobiles Internet -, laufen diese wenigstens flüssig. Geekbench vergibt 606 bzw. 2740 Punkte. Auf dem Smartphone sind im Auslieferungszustand knapp 11 GB frei. Erfreulicherweise ist der Speicher nicht partitioniert.

Der nahezu Bezel-less Screen ist ein echter Hingucker: zum einen, weil der Effekt noch frisch auf den Nutzer wirkt und zum anderen, weil Elephone einiges aus dem Full-HD Display rausholt. Die Farben wirken kräftig, der Text ist scharf, Filme und Serien machen unterwegs oder auf der heimischen Couch einfach Spaß. Dank guter Helligkeit lässt sich das S3 auch problemlos im Freien verwenden. Ghosttouches oder ähnliches sind mir nicht begegnet.

Der Sound geht für einen Handy Speaker in Ordnung, für längere Videos empfehle ich aber eine Bluetooth Box. Alarme oder Klingeltöne werden nicht überhört, der Speaker ist erfreulich laut. Telefonate sind mit dem S3 kein Problem: Das Gegenüber versteht einen gut und man muss auch nicht nachfragen, was gerade gesagt wurde.

Die Verbindung zur Bluetooth Box bleibt stabil und auch die Smartwatch hat sich noch nicht über Verbindungsabbrüche beschwert. Der 2.100 mAh Akku hält im Test den gesamten Tag und ist binnen 2 Stunden komplett wieder aufgeladen. Der Fingerprint-Reader ist schnell eingerichtet und erkennt den Finger, wenn man sich an seine Position gewöhnt hat, zuverlässig. Persönlich bevorzuge ich eher den Fingerprint auf der Front. Mit dem Fingerprint kann der Nutzer im Homescreen navigieren, aber auch beispielsweise Seflies auslösen. Der (erste) GPS Fix ist schnell gefunden und selbst wenn einen der Tourguide verlässt, kommt man beim Ziel an.

Langsames Auslösen

Die Kamera macht am Tag schöne Aufnahmen. Die Bilder gelingen meist beim ersten Versuch, was man nicht über die Aufnahmen im Low Light sagen kann. Im Stock Dunkeln kann der Blitz zwar aushelfen, aber schöne atmosphärische Bilder im Low Light sind eine Herausforderung an ruhige Hände. Die Frontcam kommt standardmäßig mit einem ordentlich Weichzeichner daher, den wir bei der Nerdbench natürlich eigentlich gar nicht nötig hätten.

Spannende Zukunft

Das S3 wirkt wie ein spannendes Phone, dass aber noch das ein oder andere OTA Update vertragen kann, um wirklich das volle Potenzial aus sich herauszuholen. Ob sich Elephone um das S3 kümmern wird, wissen wir wohl erst in ein paar Monaten.

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com