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Netgear EX3700: Problemloses WiFi für einen Hackintosh

Netgear EX3700: Problemloses WiFi für einen Hackintosh

von Timm Mohn23. Mai 2016

Mein Frühjahrsprojekt heißt Hackintosh. Dabei verwandele ich einen eigentlich für Windows gedachten Shuttle XH97V in einen Mac. Während die Hauptinstallation ohne Probleme durchlief, machte WiFi auch nach einigen Versuchen Probleme. Ein Blick auf die verschiedenen Stick oder Kartenlösungen zeige, dass es mit neuen Versionen immer wieder zu Kompatibilitätsproblemen kommen könnte. Relativ spontan kam ich auf die DAU-freundliche Lösung: wieso nicht einfach einen Repeater neben den Mac stellen und jenen per Lan-Kabel anschließen? Ob meine Idee in der Praxis funktioniert, erfahrt ihr nach dem Break.

Zum Start alles dabei

Der EX3700 kommt in einer kompakten OVP, die neben einem Handbuch auch noch eine CD beinhaltet. Beides kann man allerdings vernachlässigen. Der Repeater startet direkt, wenn man ihn an eine Steckdose schließt. Zunächst wird ein offenes WLAN ohne Passwort aufgemacht. Über jenes kann man den EX3700 konfigurieren.

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Mit 5 GHz WLAN

Auf der Front befinden sich vier LEDs: eine für Power sowie für WPS. Die Verbindung zum Router wird ebenfalls mit einer LED gekennzeichnet. Ist ein Gerät („Device“) dem EX3700 verbunden, leuchtet eine weitere LED auf. Links und rechts hat der Repeater jeweils eine Antenne für besseren WiFi Empfang. Auf der rechten Seite befindet sich ein LAN-Port, um beispielsweise PCs ohne WiFi mit dem Router zu verbinden. Links kann man den EX37000 ein- und ausschalten. Über den WPS Button können sich Nutzer spielend leicht im Repeater einwählen. Der Code hierfür steht unter dem Steckdosen-Stecker. Der EX3700 arbeitet geräuschlos und fällt somit im Betrieb nicht weiter auf.

Umweg übers Smartphone

Damit man mit dem EX3700 surfen kann, muss das WiFi eingerichtet werden. Der Prozess ist super leicht durchzuspielen und wenige Momente später kann man auch in der vom Router entlegensten Ecke surfen. Normalerweise geht man diesen Prozess über den PC durch, allerdings hat mein Hackintosh ja gar kein WiFi. Wenn es euch auch so geht gibt es hier aber drei Wege, die Einrichtung trotzdem erfolgreich abzuschließen: zum einen könnt ihr den Reapter über euer Smartphone einrichten. Die Konfiguration geht ähnlich leicht von der Hand, wie am PC. Der zweite Weg ist ein anderer Desktop PC, der mit WiFi daher kommt. Sei es ein Windows Notebook oder das alte MacBook. Die dritte Möglichkeit ist ein LAN-Kabel: einfach über den LAN-Port mit dem Repeater verbinden und die Konfiguration durchspielen. Egal welchen Weg ihr geht, im Anschluss kann der Hackintosh Problemlos über den Repeater surfen – nur eben nicht ganz so wireless.

Auf dem Schreibtisch nicht zu sehen

Nun verwenden wir gerne WiFi (am besten intern), damit keine Kabel durch die Wohnung verlegt werden müssen und/oder der Schreibtisch etwas leerer bleibt. Der EX3700 ist erfreulich kompakt und kann so einfach an die Steckdosenleiste gesteckt und dort „vergessen“ werden. In meinem Nutzungsszenario wird die Leiste über Nacht stets ausgeschaltet, sodass ich mich auch nicht um die Stromzufuhr kümmern muss. Der EX3700 bootet zügig und steht nach einige Momenten wieder zur Verfügung. Zwar bootet mein Mac schneller, aber all zulange muss der Nutzer nicht warten. Möchte man dennoch die Wartezeit so kurz wie möglich halten, empfiehlt es sich, den Repeater einfach an eine Steckdose zu stecken, die nicht über Nacht ausgeschaltet wird.

Der Empfang vom EX3700 ist sehr gut. Mit direkter Verbindung zum Router schaffe ich bei meist eine Downloadgeschwindigkeit von 3,8 MB/s, ein Top Wert in unserem Haus bzw. für den Anschluss. Die zweite Antennen sorgen dafür, dass WLAN Signale auch durch dicke Hauswände empfangen werden können. Wenn ich eine Sache ändern würde, wären es wohl die LEDs, die sich leider nicht abschalten lassen. Gerade wenn der Repeater im Wohn- oder Schlafzimmer steht, wäre ein Modus ohne LEDs wünschenswert.

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In meinem Haus wohnen 16 Menschen, die natürlich auch jeweils einen Router in ihrem Zimmer stehen haben. Die meisten Geräte funken mit 2.4 GHz, weswegen es oft zu Störungen bei Downloads etc. kommt. Beim EX3700 hab ich die dicht bewanderte Frequenz direkt abgeschaltet, sodass es zu keinen unangenehmen Störungen kommt.

Günstige Internetlösung

Im Gegensatz zu den großen Brüdern mit Steckdose (EX3800) blockiert der EX3700 einen Steckdosenplatz. In meinem Fall ist das nicht weiter schlimm: der Platz wird nicht für andere Geräte gebraucht. Im Test läuft der EX3700 erfreulich stabil und erfüllt seinen Zweck: über einen kleinen Umweg vernetzt der Repeater meinen Hackintosh mit dem Internet. Dieser kleine Umweg ist deutlich günstiger (was Zeit und Geld betrifft), als sich stundenlang durchs Netz zu wühlen und die ein oder andere Karte zu kaufen, testen und wieder zurück zuschicken. Aktuell ist der Netgear EX3700 für knapp 39 Euro auf Amazon verfügbar.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com