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Im Test: SanDisk iXpand Flash Drive (2016)

Im Test: SanDisk iXpand Flash Drive (2016)

von Sarah Elisa Oley12. Mai 2016

Vor etwas über einem Jahr haben wir euch den SanDisk iXpand vorgestellt. Jener hat im letzten Monat ein Update erhalten, welches nun auf der Nerdbench-Testbank aufgeschlagen ist. Neben einem neuen Design gibt es auch eine komplett überarbeitete App, die dem Nutzer nun viel mehr Möglichkeiten bietet. Ob der neue iXpand im Review überzeugen kann, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei SanDisk für die Bereitstellung des iXpand (2016)

Nötiges Design-Update

Der neue iXpand kommt in einer typischen Blister-Verpackung daher. In jener wird der Stick prominent ausgestellt und dem Nutzer präsentiert. Es fällt direkt auf, dass die Flash Drive einiges an Umfang abgespeckt hat. Die neue Form macht den Stick besser für den Alltag nutzbar und lässt den iXpand auch im Jahr 2016 ankommen. Weiteres Zubehör ist nicht dabei, die App kann allerdings kostenlos im App Store heruntergeladen werden.

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Bis zu 128 GB Speicher fürs iPhone

Je nach dem, wie viel Speicher der Nutzer benötigt, ist der Stick mit 16, 32, 64 und 128 GB verfügbar. Persönlich würde ich, gerade in der Zeit von 4K Aufnahmen, mindestens zu der 64 GB Variante, wenn nicht sogar der 128 GB Version raten. Der Stick ist mit Fat32 formatiert und lässt sich mit Videos, Filmen, Dokumenten und vielen anderen Dateitypen befüllen. Dank dem neuen USB 3.0 Port ist der iXpand auch bei der Verbindung mit dem PC zügig unterwegs und größere Dateien können schneller auf den heimischen Rechner kopiert werden.

Der Stick besteht auf einem Lightning-Port auf der Oberseite, sowie einem USB-Port etwas weiter vorne. Die Lightning Seite ist flexibel und kann somit etwas gebogen werden. Dies sollte vor allem nützlich sein, wenn man sein iPhone mit einer Schutzhülle betreibt.

Günstige Speicherupgrades

So ein iPhone ist eine tolle Sache: 4K Aufnahmen sind kein Problem, es gibt unzählige Apps um den Speicher zu belegen und die Musik möchte ja auch irgendwo untergebracht werden. Und genau das ist ein großes Problem mit den neuen iPhones: es gibt immer noch 16 GB Varianten und hier ist der Speicher meist schneller voll, als man „System-Update“ sagen kann. Jene machen in den meisten Fällen auch Probleme: Updates mit 1-2 Gigabyte können erst installiert werden, wenn der Nutzer ein paar seiner Apps oder Bilder opfert.

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Mit dem iXpand kann man dieser Problematik verhindern: der Nutzer kann spielend leicht über den PC Filme oder Musik auf den iXpand kopieren, welche dadurch nicht unnötig Speicherplatz auf dem iPhone verbrauchen. Wer mehr Storage auf dem iPhone zur Verfügung hat, braucht sich weniger Sorgen den Speicherplatz zu machen. Die Anzeige „Geringer Speicherplatz“ gehört mit dem iXpand somit der Vergangenheit an.

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Neben der Möglichkeit, den internen Speicherplatz eures iPhones zu entlasten, gibt es auch die Möglichkeit, beispielsweise Fotos oder Kontakte bzw. den Kalender zu sichern. Gerade wenn man, wie ich, nicht besonders gut auf iTunes zu sprechen ist, eine sehr nützlich Funktion, um alle Bilder schnell zu sichern. Auf jene kann der Nutzer über den PC ganz unproblematisch zugreifen. Besonders schön: im Gegensatz zum Vorgänger verpasst der neue iXpand den Dateien keine kryptischen Namen mehr, die keine zeitliche Anordnung ermöglichen.

 

Nur noch Backups auf dem iXpand

Als ich mit dem iXpand damals so richtig anfing zu arbeiten, hätte ich nicht gedacht, dass ein Stick mein iPhone Nutzungsverhalten so stark ändern kann: ein iTunes oder iCloud Backup habe ich seit Monaten nicht mehr gemacht, meine Bilder sichere alle 3-4 Wochen auf dem iXpand. Gerade wenn man viel vloggt oder mit dem iDevice Interviews aufnimmt, kann der schnelle Austausch mit dem PC sehr nützlich werden. Auf der Spielwarenmesse 2016 war ich beispielsweise mit meinem iPhone 6s Plus sowie dem iXpand von SanDisk unterwegs. Über 4 Stunden sammelte ich Interviews, die anschließend mit Final Cut geschnitten werden sollten. Eine kurze Verbindung zwischen Stick und iPhone – und schon waren alle Daten übertragen und konnten auf dem PC verarbeitet werden.

Der iXpand ist für mich also vor allem ein Tool, um meine Daten zu sichern, aber jene auch weiterzuverarbeiten. Beides klappt sehr gut und lässt kaum Wünsche übrig. Einzig in einer Sache steht der Stick der Konkurrenz nach: das iPhone lässt sich nicht via iXpand laden.

Weniger ist manchmal mehr

Der iXpand kommt wie erwähnt deutlich schlanker daher. Das hat im Alltag einige Vorteile: bei der alten Version wurde der Kopfhörer-Eingang vom MacBook verdeckt. Mit dem Design-Update ist dies endlich nicht mehr der Fall. Das hat auch Vorteile, wenn man den Stick lieber rechts als links betreibt: zuvor konnte man mit angestecktem iXpand nicht mehr auf den HDMI-Port zugreifen. Nur eine Sache fehlt der 2016 Version des iXpand: die USB-Schutzklappe. Persönlich hätte ich diese aber entweder direkt verloren oder wie schon beim letzten iXpand einfach im Schrank geparkt.

Günstiger als das Upgrade bei Apple

Beim Kauf eines iPhones spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Apple bietet das iPhone 6s bzw 6s Plus immer noch in der günstigsten Version mit 16 GB an. Im Vergleich zu den Modellen mit mehr Speicherplatz spart man hier natürlich viel Geld, allerdings empfiehlt sich diese Variante eigentlich nur für Leute, die ihr Smartphone wirklich selten nutzen. Hardcore User sollten mindestens zur 64 GB Variante greifen. Diese ist allerdings direkt 110 Euro teurer. Die 128 GB kostet sogar 200 Euro mehr – ein ordentlicher Batzen Geld. Zum Vergleich: die 128 GB Variante vom iXpand kostet (fast) so viel, wie das Upgrade auf 64 GB Speicherplatz beim iPhone. Wer nur ein wenig Extra-Speicher benötigt, kann sich etwas Geld sparen und zur 32 GB Variante greifen, welche mit 60 Euro immer noch preiswert ist. Noch günstiger wird es mit der 16 GB Variante: hier fallen nur 45 Euro an.

Nehmen wir mein iPhone 6s Plus als Beispiel: jenes habe ich in der 128 GB Variante für 1.074,95 bei ergo sum erstanden. Hätte ich mir die große Speicheroption gespart und stattdessen auf den iXpand gesetzt, wäre der iSpaß nur 974,96 teuer geworden – und ich hätte sogar ingesamt etwas mehr als 128 GB Speicherplatz.

Sinnvolle Investition

Der Preisunterschied zeigt bereits: beim iXpand von SanDisk handelt es sich um eine clevere und zugleich günstige Art, den iPhone Speicher zu erweitern. Gleichzeitig sorgen Extra-Features, wie beispielsweise der Kamera-Modus dazu, dass der Stick als weit mehr als nur ein Speicherstick fungiert: Aufnahmen müssen nicht mehr den Umweg über den internen Speicherplatz machen, sondern können direkt auf dem iXpand gespeichert werden. Ingesamt ergibt sich somit ein stimmiges Bild aus Preis und gebotener Leistung. Wenn man jetzt noch eine USB-C Variante auf den Markt bringt, gibt es am iXpand-Portfolio eigentlich nichts mehr auszusetzen. Ihr habt zu wenig Speicher auf dem iPhone frei? Hier geht’s zum iXpand 2016.

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Über den Autor
Sarah Elisa Oley
Technik ist für Sarah kein Fremdwort: den Einstieg in die Smartphone Welt wagte sie bereits 2004 mit dem MPX 200 von Motorola. Sarah studiert Publizistik, wenn sie mal nicht gerade tippt, fährt Sarah Longboard.