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EM 2016: Was Frauen schauen?

EM 2016: Was Frauen schauen?

von Cindy29. Mai 2016

Die EM 2016 steht an und somit auch jede Menge Abende vor dem Fernseher. Oder beim Public Viewing – bei dem Wetter allerdings wohl eher Indoor. Beim Schlendern durch die Stadt fiel mir dabei eine Werbung auf, die mich ein wenig auf die Palme brachte.

Frauen ≠ Fußball?

Frauen und Fußball scheint immer noch nicht in der Gesellschaft angekommen zu sein. Und das obwohl es genau zwei Leit-Motive bei Fußballberichterstattungen gibt: besoffene, dicke männliche Fans und hübsche Frauen. Irgendwas dazwischen scheint es kaum zu geben. Auch der Frauenfußball erhält immer mehr Aufmerksamkeit – und das verdient: die weiblichen Mannschaften kämpfen sich nicht minder mühsam auf dem Platz ab und liefern großes Fußball Kino an die Fans.

Und wo ist bitte Schokolade zum Frühstück?

Nun scheint man im Einzelhandel noch nicht so die moderne Welt begriffen zu haben und stellt einen kleinen Wühltisch voller „Frauenfilme“ hin. Auf dem Plakat feuern ein paar in WM-Kleider gesteckte Frauen den Fernseher an – auf dem wohl aber nicht die Fußball EM laufen soll, sondern beispielsweise Sex and the City. Oder Crazy, Sexy, Love – auch Jesus liebt mich darf natürlich nicht fehlen. Sträflich vernachlässigt wird dafür allerdings Bridget Jones, die wohl zu viel Schokolade zum Frühstück gegessen hat und deswegen diese EM aussetzen muss.

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Stahlharte Muskeln und Angsteinflößende Thriller

Leider entspricht die Aufstellung so gar nicht dem, was ich schauen möchte während der EM. Ich möchte Fußball schauen. Mit meinen Freundinnen, mit meinen Kumpels und vielleicht sogar mit den Arbeitskollegen. Ich möchte den Jungs zu schauen, wie sie einem Ball hinterher rennen und sich für uns abkämpfen. Ich möchte auf der Couchkante sitzen und zittern, ob dieser Elfmeter verwandelt wird und über die Interviews lachen, wenn sich die Jungs über sich selbst beömmeln.

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Und wenn ich nicht gerade Fußball schauen möchte, steht Sexy and the City 1+2 sicher auch nicht ganz oben auf der Watchlist. Sexistische Kampagnen, wie etwa Wurst für Mann oder Frau sind wir derweil gewöhnt, auf die altbacke Trennung zwischen Frau und Mann hätte ich beim Fußball im Jahr 2016 aber gerne verzichten können.

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Über den Autor
Cindy
Darfs ein bisschen mehr sein? Emilia traut sich an smarte Themen, die nicht jedermanns oder besser jederfraus Sache sind. Hier bitzelt es - und das ist gut so.