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Im Test: Netgear AirCard 790
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Im Test: Netgear AirCard 790

von 9. Februar 2016

geraAls Blogger ist man viel unterwegs: Hotels, Bahn und Bus oder sogar Flugzeug. Das geht schon mal aufs Datenvolumen oder auch die Akkukaufzeit vom Smartphone. Mit dem Mobile Hotspot von Netgear sollen beide Probleme beseitigt werden: Das kleine Gerät kann bis zu 15 Geräte über WLAN mit LTE versorgen. Wie das in der Praxis funktioniert, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei Maiskolben für die Bereitstellung der Netgear AirCard 790

Zum Start ist alles dabei

In der recht winzigen Verpackung steckt ordentlich Hardware: Zum einen natürlich das AirCard 790 selbst, zum anderen das dazugehörige Netzteil samt Adapter für den Gebrauch in anderen Ländern. Dazu gibt es noch ein USB OTG Kabel sowie in normales USB Kabel. Sollte man noch nie mit Hotspots gearbeitet haben, befindet sich ein recht ausführliches Handbuch im Lieferumfang.

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Klein aber Oho!

Schon als das Paket bei mir eingetroffen ist war ich verblüfft, wie klein die AirCard eigentlich ist. Trotzdem spart man bei Netgear nicht an de Technik. Gerade wenn man den Akku das erste Mal in die Hand nimmt fühlt man sich an die Power-Akkus früherer PDAs erinnert, die den Geräten ordentlich Ausdauer bescherten. Auch der Rest kann überzeugen: das Material fühlt sich fertig an und liegt gut in der Hand. Nutzt man die AirCard mal nicht, lässt sie sich einfach im Rucksack verstauen. Hier würde ich mir übrigens ein kleines Transportcase wünschen, um das Display schützen zu können.

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Kinderleichte Einstellungen

Vor dem ersten Boot muss der Nutzer seine Sim-Karte in das Gerät einstecken. Ich verwende hier eine MicroSim WhatsApp, die auch zu einer NanoSim-Karte zerkleinert werden kann. Ich hab sie bisher etwa 4 mal neueingesetzt und entfernt, alles ohne Probleme. Die Sim-Karte sitzt allerdings sehr, sehr fest: ein halber Millimeter mehr Abstand hätte bestimmt gut getan. Kaum ist der Mobile Hotspot das erste Mal gestartet wird der Nutzer aufgefordert, den APN zu konfigurieren. Wer nun die Hände über den Kopf zusammenschlägt und sich fragt, was ein APN ist, keine Angst: Die AirCard erkennt die nötigen Einstellungen direkt und es kann weiter gehen. Im nächsten Schritt beginnt der Hot Spot bereits, nach Empfang und somit Internet zu suchen.

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Ist eine Sim-Pin vergeben, muss diese über das Display eingegeben werden. Kaum ist dies geschehen, steht dem Surfen nichts mehr im Wege.

Mobiler Hotspot mit LTE Cat 6

Die Front wird von einem 2,4 Zoll Touchscreen eingenommen. Neben jenem befinden sich ein Home und Zurück Button. Eingeschaltet wird der HotSpot auf der Oberseite über einen Powerbutton. Die AirCard 790 kommt mit einem MircoSIM Karten Slot daher. Mit Strom wird der Mobile Hotspot  durch den 2.930 mAh Akku versorgt. Dieser soll für bis zu 11 Stunden Akkulaufzeit sorgen. Geladen wird der Hot Spot via MircoUSB. Über das mitglieferte OTG Kabel kann Internet auch per Kabel übertragen werden.

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Fehlerfreie Eingaben

Der Hot Spot lässt sich komplett über den Bildschirm steuern: dieser ist Druckempfindlich und reagiert im Test sehr gut auf meine Eingaben. Selten kommt es mal vor, dass ich mich vertippe – aber dann mehr aus eigener Schusseligkeit. Ghost Touchs konnte ich nicht feststellen. Die Helligkeit reicht aus, um das Gerät auch Outdoor zu verwenden. Erfreulicherweise verbaut Netgear ein Display ohne Hintergrund-Bleeding.

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Vielseitiger Einsatz

Nach dem ersten Start hab ich natürlich direkt mal nach Updates geschaut. Stand Februar 2016 ist noch keine neue Firmware auf dem Gerät gelandet. Dass ist aber auch gar nicht schlimm: in den zurückliegenden drei Monaten ist die AirCard nicht einmal abgestürzt oder hängengeblieben. Über das Interface kann der Nutzer von 2 GHz WLAN auf 5 GHz umstellen, das Passwort und auch den Netzwerknamen ändern. Leider ist es nicht möglich, mithilfe des Hotspots das Sim-Karten Passwort auszuschalten.

Verwendet man seine eigene Sim-Karte, die normalerweise im Smartphone wäre, sind zwar keine Anrufe, dafür aber SMS möglich. Der Empfang ist ebenso unproblematisch, wie die Eingabe von Texten.

iOS App nicht auf dem Stand der Zeit

Für die AirCard ist eine iOS und Android App verfügbar. Letztere ist auch im Amazon Store verfügbar. Ist man mit der AirCard verbunden, erkennt die App automatisch den Hotspot und der Nutzer kann die Einstellungen über das Smartphone kontrollieren. Etwas ärgerlich ist, dass obwohl inzwischen die zweite Generation Full-HD Geräte im Apple Universum erschienen ist, die Anwendung immer noch nicht auf die neue Display Diagonale und Auflösung angepasst worden ist. Normalerweise fliegen solche Apps direkt von meinem Smartphone – im Falle der Netgear-Anwendung mache ich auf Grund ihres Nutzes eine Ausnahme.

Ausdauernd mit LTE

Netgear gibt die Akkulaufzeit mit 11 Stunden an. Dem kann ich zu stimmen: auf zwei getrennten Fahrten, die jeweils 4,5 Stunden dauerten ging der AirCard nicht der Saft aus. Wahrscheinlich wäre noch eine gute Stunde oder etwas weniger drin gewesen. Ist der Hotspot einmal leer, lässt er sich binnen 3 Stunden über MicroUSB wieder vollständig aufladen.

Schnelle Reaktion seitens Netgear

Bei der AirCard handelt es sich nicht um das erste Gerät des Herstellers in der Reaktion. Schon seit dem AP im Sommer letzten Jahres verfolgt die Nerdbench Netgear auf Facebook und Co. Hier schafft man es mit erfrischenden Inhalten und abwechslungsreichen Gewinnspielen die Leserschaft an die Seite zu fesseln. Auch auf Support Anfragen wird zügig reagiert. Daumen hoch!

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Treuer Begleiter für Pendler und Vielreisende

Es gibt nichts nervigeres als langsames oder gar kein Internet. Beides gehört mit der Netgear AirCard 790 der Vergangenheit an. Dazu schont der mobile Hotspot den Smartphone Akku oder lädt ihn sogar wieder ein Stück auf. Dank ausgereifter Software und gutem Display kann der kompakte Router für unterwegs auf ganzer Linie überzeugen. Auf Amazon ist die Netgear AirCard 790 aktuell für 270 Euro verfügbar.

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Positives

- Sehr guter Empfang
- Vielseitig Einsetzbar
- Ausgesprochen gute Akkulaufzeit
- Powerbank
- Gutes Display
- Ausgereifte Software
- 5 GHz Netzwerke möglich
- Sim-Karte sitzt sehr fest

Negatives

- iOS App nicht an FullHD angepasst
- Keine Transport Tasche zum Schutz des Geräte
- Kein NFC
- Sim-Karte sitzt sehr fest

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
9.3
Akkulaufzeit
10
Bildschirm
10
Betriebssystem
9.6
Performance
10
Konnektivität
9.1
Design
10
Zubehör
8.0
Social Media
10
Web Auftritt (außerhalb Social Media)
10
Preis
8.8
Preis-Leistungsverhältnis
9.0
Fazit

Schnell eingerichtet und direkt einsatzbereit: die Netgear AirCard 790 kann im Test überzeugen. Dank wenig Schnitzler und einer geballten Ladung Funktionen gibt es von der Nerdbench einen dicken Daumen hoch.

9.6
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Sarah Elisa Oley
Technik ist für Sarah kein Fremdwort: den Einstieg in die Smartphone Welt wagte sie bereits 2004 mit dem MPX 200 von Motorola. Sarah studiert Publizistik, wenn sie mal nicht gerade tippt, fährt Sarah Longboard.
  • Silbersurfer

    Schickes Teil! Wie siehts mit 5 GHz und 2 GHz WLAN aus?

  • Anna-Bell

    Gibts auch eine App für mein Windows Phone :( ?