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Hands-on: Honor 5x

Hands-on: Honor 5x

von Timm Mohn10. Februar 2016

Mit dem Honor 5x hat man letzte Woche in München ein ordentliche Stück Hardware vorgestellt. Über die – in Mainz leider stark verkürzten Fassenachts Tage hatte ich die Gelegenheit, dass Smartphone in Real Life zu testen. Ob ich dabei jeck geworden bin, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei Honor für die Bereitstellung des Honor 5x

Der Lieferumfang

Im Inneren der sehr typischen Honor Verpackung versteckt sich natürlich das Smartphone selbst sowie ein Ladegerät. Das passende USB Kabel liegt natürlich auch dabei. Um die Karten Slots aus dem Gerät zu entfernen, klemmt in der Papierbeilage ein Sim Tray Removal Tool.

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Der erste Eindruck

Die Technik hat meine Kollegin ja bereits grob umschrieben: Im Inneren stehen dem Nutzer drei Karten-Slots, für jeweils eine nano-SIM, micro-SIM und microSD zur Verfügung. Der interne Speicher kann per microSD-Karte mit bis zu 128 GB Speicherplatz erweitert werden. Für eine ordentliche Performance soll der mit 1.5 GHz getaktete Snapdragon 616 aus dem Hause Qualcomm sorgen. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core Prozessor.  An Bord sind weiterhin  2 GB RAM und 16 GB interne Speicher. Honor schwärmt von einer sehr guten Akkulaufzeit, wofür sich die fest verbaute 3.000 mAh Batterie verantwortlich zeigt. Die Front wird von einem 5,5 Zoll Full-HD IPS Display eingenommen.  Fotos werden mit  13MP aufgenommen. Die Kamera kommt mit einer F2.0 Blende und 28mm Weitwinkel-Linse daher. Selfies hingegen zeichnet das Honor 5x hingegen mit 5MP Frontkamera mit einem Blickwinkel von 88°

Das Positive

Die Rückseite des Gerätes gefällt mir persönlich sehr gut. Ein Blick auf jene und man könnte das Gerät locker und leicht auf 200-300 Euro teurer schätzen. Hier sitzt auch der Fingerprint, bei dem Honor nicht geschlampt hat: es reicht, 6 mal den Finger aufzulegen und schon erkennt das Smartphone meinen Abdruck. Über jenen kann das Smartphone entsperrt und verschiedene Apps gestartet werden. Weiterhin hat mich gerade während der lauten Umgebung das Mikrofon überzeugen können: meine Sprachnachrichten wurden alle samt sehr gut verstanden. Natürlich sind auch Telefongespräche abseits von Menschenmengen kein Problem für das 5x.

In Sachen Stabilität musste sich das Honor 5x auch beweisen: bei einem, durch zu viel Helene Fischer Konsum verursachten, kleinen Ausflug in einen Bach, wobei das Honor in der Hosentasche natürlich auf Stein knallen musste, hat das Gerät keine Schramme davon getragen und funktioniert noch wie am ersten Tag. Anschließend war natürlich nicht nur mein Kostüm nass und eingesaut, sondern auch mein ganzer restlicher Körper. Trotzdem musste ich natürlich sofort nachschauen, ob das Honor den Sturz überlebt hat. Inzwischen hatte ich mich schon stark an den Fingerprint gewöhnt, da dieser wirklich sehr schnell reagiert. Obwohl meiner Finger voller Sabsch aus dem Bach waren, entsperrte das 5x wie gewünscht. Daumen hoch dafür!

Da die Einrichtung schnell gehen musste, verwende ich das Smartphone gerade nur mit den wichtigsten Sozialen Netzwerken sowie Instant Messengers. So läuft das 5x allerdings angenehm flott und lässt mich nicht warten. Um die Akkulaufzeit musste ich während dem kunterbunten Treiben während der närrischen Tage nicht bangen: nach knapp 12 Stunden aktiver und passiver Nutzung verblieben noch 39 %. Selbstverständlich wird sich das 5x im Test noch weiter beweisen müssen.

Bewiesen hat das Honor Smartphone allerdings, dass es sehr schnell den Standort festlegt: im bunten Fassenacht-Trouble kann man schon mal verloren gehen. Damit mich die Kollegen finden konnte übermittelte ich also via WhatsApp meinen Standort – und das deutlich schneller, als ich damit gerechnet hab. Die Koordinaten waren trotzdem zutreffend und ich wurde schließlich gefunden.

Eine sehr persönliche Anmerkung, nach dem ich für das Honor 5x mal wieder von iOS auf Android gewechselt bin: es ist ziemlich erstaunlich, wie flott man mit Android gedrosselt unterwegs ist im Vergleich mit einem iPhone. Während ich normalerweise bei reduzierter Geschwindigkeit auf Skype verzichte, schafft das Honor 5x es, alle Nachrichten durch zubringen.

Das Neutrale

Anfangs dachte ich, dass mein Display einen kleinen Schaden hatte. Im weiteren Verlauf stellte sich das schnell als falsch raus: während der ersten Einrichtung sollte man dem Smartphone allerdings Zeit geben, sich komplett einzurichten, alle Hintergrund-Dienste auf den neusten Stand zu bringen – dann klappt es auch mit der Eingabe. Das Gesamtbild des Smartphones fällt durch die Vorderseite etwas ab: während die Rückseite eine wahre Design Ikone ist, hat die Vorderseite wirklich nichts besonderes bzw. schönes. Ein kleiner, edler Honor Schriftzug auf der Unterseite hätte die Front deutlich aufgewertet. Aufwertet werden würde der Fingerprint Sensor, wenn er Finger auch seitlich(er) erkennen würde. Ich gebe zu, dass ich hier etwas vom iPhone 6s und TouchID verwöhnt bin, aber wenn man schon bei der Geschwindigkeit gut mithalten kann – warum dann auch nicht bei der seitlichen Erkennung eines Fingerabdrucks? Wünschenswert wäre es.

Ist der Fingerprint aktiviert, liest er, so bald man ihn mit Haut in Verbindung bringt, einen Fingerabdruck. Laufe ich also mit dem Smartphone durch die Stadt und halte es dabei (nicht benutzend) in der Hand, vibriert das 5x manchmal. Diese Vibration ist ein Zeichen, dass es keine Übereinstimmung mit gespeicherten Fingerabdrücken gibt. Auch wenn diese Feedback eine nette Idee ist, der Nutzer könnte dadurch das ein oder andere Mal denken, dass er eine Nachricht bekommen hat.

Das Negative

Während mir bereits durch den Launch klar war, dass man beim Honor 5x auf USB OTG verzichtet hat, schmerzt der 5 GHz WLAN Verzicht stark: zu Hause ist gar kein 2 GHz Netzwerk mehr gespannt, jenes muss extra für das 5x wieder eingerichtet werden. Im Vergleich dazu wirkt die viele Bloatware sogar erstaunlich wenig ärgerlich, schließlich lässt sie sich problemlos deinstallieren. Trotzdem: knapp 600 Megabyte Apps auf 16 GB interem Speicher zu installieren – muss nicht sein, wirklich nicht.

Die Kamera

… ist nicht unbedingt die schnellste. Egal ob Front oder Backcam – beides lassen sich teilweise unerwartet viel Zeit, um ein Foto zu machen. Gleichzeitig kann der Blitz auf der Rückseite vor allem bei Nacht überzeugen. Auch am Tag werden die Bilder, hat man sich an die Verzögerung gewöhnt, sehr gut. In den nächsten 2 Wochen werden natürlich noch mehr Beispiel Videos gedreht.

Back Kamera

Front Cam

Die Aussicht

Obwohl das 5x ein 5,5 Zoll Gerät ist, wovor viele Nutzer heute noch ein wenig zurückschrecken, liegt es sehr gut in der Hand und lässt optimale Benutzung zu. Nach der ersten Feuertaufe an Fassenacht wird das 5x nun die nächsten 2 Wochen in meinem Alltag ankommen. Auch wenn ich bedingt durch die intensive Nutzung über die Feiertage schon viel mit dem Gerät erlebt habe, bin ich gespannt, welche Überraschungen das Honor 5x noch in der Hinterhand hat. Aktuell ist das Gerät für 229 auf Amazon erhältlich.

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com
  • CleanSchön

    Helene Fischer Konsum, soso. Ja der soll der schädlich sein ;)

  • iGamer

    Sehr erfrischend zu lesen :D Mal was anderes, vollkommen aus dem Leben heraus! Da scheint das Honor 5x aber direkt eine Mutprobe überstanden zu habem

  • Picard72

    ich. darf. nicht. schwach. werden.

  • Anna-Bell

    ich würde gerne real-bilder der goldenen variante sehen. habt ihr da was?