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Im Test: Knog Qudos Action Light
Review

Im Test: Knog Qudos Action Light

von 12. Januar 2016

Wer der Nerdbench eine Weile folgt weiß, dass wir große Fans der GoPro sind. Im letzten Jahr hat sich zu unserer großen Sammlung an Zubehör das Qudos Action Light von Knog gesellt. Mit dem günstigen LED Licht sollen sich Nachtaufnahmen erhellen lassen und auch am Tag könnte sich das Licht als nützlich erweisen. Ob mir im Test ein Licht aufgegangen ist, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei Knog für die Bereitstellung des Qudos Action Light

Der Lieferumfang

Die kompakte Packung ist randgefüllt mit Zubehör: zum einen findet man das Action Light selbst in der OVP, zum anderen der für den mobilen Betrieb notwendige 1000 mAh Akku. Dazu gibt es ein USB Kabel, aber kein Netzteil. Zur Befestigung an Stativen oder Kameras direkt ist ein passender Mount dabei sowie ein Splitter um GoPro und Action Light gleichzeitig nutzen zu können. Natürlich dürfen auch die nötigen Schrauben für den Splitter und die Halterung nicht fehlen. An meinen Aufzählungen merkt man direkt: nach dem Kauf des Action Lights sind keine weitere Anschaffungen mehr nötig, das Set ist komplett. Eine ausführliche Anleitung gibt es via QR Code in der Verpackung.

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Lichtstark mit bis zu 400 Lumen

Das Action Light ist ein funktionsgeladenes Gadget: in drei Modi lässt sich das Gerät betreiben. Da wäre zum einen der Action Sports Modus, der für möglichst breites Licht sorgen soll Die LEDs im Inneren können hier mit 400 bis 200 Lumen leuchten, also das Bild ordentlich aufhellen. Hierdurch wird der Akku natürlich besonders beansprucht, weswegen die Laufzeit hier mit 70 bis 120 Minuten etwas knapp ausfällt. Deutlich länger hält das Action Light im Target Spot Modus durch: bis zu 2,6 Stunden läuft das Action Light durch. Stellt man die Helligkeit auf die maximalen 175 Lumen in jenem Modus, hält das Licht immer noch 1,5 Stunden durch. Der Lichtunterschied geht bis hin zu 100 Lumen. Noch weniger Lumen sind im Ambient Modus möglich: das Licht lässt sich auf bis zu 70 Lumen dimmen, was die Akkulaufzeit auf 4 Stunden erhöht. Mit 270 Lumen kommt der Nutzer noch 1,1 Stunden aus. Um sich einen Überblick über die aktuelle Ladung zu machen, bringt das Action Light eine Batterie Anzeige mit.

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Der Akku ist über USB wiederaufladbar und das Action Light bis zu 40 Meter wasserdicht. Die Front der LED wird von drei leuchtstarken LEDs eingenommen, die auf bis zu 50000 Kelvin an Farbtemperatur kommen. Sollte der Akku einmal die Grätsche machen, lässt er sich einfach austauschen. Natürlich lassen sich auf diese Art auch noch weitere Akkus nutzen, die separat gekauft werden müssen. Das Gerät gibt sich dennoch sehr schlank: mit 31x7040mm lässt sich das LED Licht leicht verstauen. Das Knog Qudos LED Licht bringt 115 Gramm auf die Waage.

Solides Stück Gadget

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich bereits das OVP Design sehr ansprechend fand und sich dieser Eindruck nur weiter verbesserte: Die Schaumstoff-Einlage für das LED-Set ist eine gute Idee. Dank robuster OVP kann diese auch sehr gut als Toolbox verwendet werden. Ärgerlich ist nur, dass die OVP ohne Deckel daher kommt, die das Case sicher verschließen würde. Doch das verzeiht man Knog sehr schnell: das Qudos ist sehr gut verarbeitet und liegt ebenso gut in der Hand.

Hält wie versprochen durch

Der per USB-Akku ist binnen knapp 5 Stunden wieder vollständig aufgeladen – eine beachtliche Zeit für 1000 mAh. Mit einer Ladung kommt man durchaus lange hin: zwar muss man im Wilde Angle Modus seine Aufnahmen auf Grund der Laufzeit (etwa 65 Minuten) genau planen, als Filler Light hält das Licht dafür wie versprochen 3 Stunden und 52 Minuten durch. Muss das Gerät aufgeladen werden, muss der Nutzer es hiervor aus dem LED Case nehmen. Das geschickt konstruierte USB Kabel hierfür findet in jedem Rucksack seinen Platz. Während dem das LED Light geladen wird, leuchtet eine helle LED rot. Diese wechselt ihre Farbe auf grün, sobald der Akku geladen ist. Das Gerät bleibt erstaunlich kühl und lässt somit bedenkenlos bedienen, auch wenn die Helligkeit voll aufgedreht ist. Der Verschluss wirkt sehr gut: einmal geschlossen lässt sich das LED Case nur mit Kraft wieder öffnen. Das ist besonders positiv anzurechnen, da GoPro Zubehör auch mal fallen darf. Für das Knog Qudos Action Light kein Problem. Um die komplette Akkulaufzeit der GoPro auszuschöpfen benötigt der Nutzer allerdings zwei Akkus für das LED-Licht.

In jeder Situation das richtige Licht

Das Qudos Action Light kommt mit drei bzw. sechs verschiedenen Modi daher: Action-Situation, Focus Licht (zum Beispiel für Gesichtsaufnahmen) sowie breites Lichtfeld. Alle Lichtstufen lassen sich wie oben beschrieben in sehr hell bzw. mit weniger Licht ausleuchten. Nachfolgend einige Beispiele zu den verschiedenen Situationen.

Da man bei Knog nur einen Button verbaut hat, muss man sich durch alle 6 Mods durchklicken, wenn man beispielsweise von Position drei auf eins wechseln möchte. Aus- und eingeschaltet wird das Gerät durch längeres Drücken auf den Powerbutton.

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Funktioniert mit allen Action Cams

Eine der großen Fragen unserer Leser im Vorfeld war, ob das Qudos Action Light auch mit anderen Action Cams genutzt werden kann. Die Antwort ist ein klares „Ja!“. Nicht nur: das dank dem Kamera Schuh bzw. Tripod Mount lässt sich die LED mit allen Kameras oder Zubehör Artikeln nutzen, die ich in der Redaktion gefunden habe. Das Qudos lässt sich somit an der DSLR genauso gut nutzen, wie mit einer Action Kamera. Dabei muss es sich auch nicht zwingend um eine GoPro handeln, sondern beispielsweise die TomTom Bandit. Wer ein Stativ zu Hause hat, kann das Licht auch als Filling-Light einsetzen. Die Möglichkeiten sind nur beschränkt durch das eigene Equipment.

Wichtig bei der Nutzung dürfte vor allem die lange GoPro Schraube sein: herkömmliche GoPro Schrauben sind etwas dicker und heben die Action Cam somit an. Durch die längliche und flache Form wird dieser Effekt bei der mitgelieferten Schraube verhindert. Auf die sollte der Nutzer somit gut aufpassen. Ich verschraube sie sicherheitshalber dauerhaft im Splitter, auch wenn dieser nicht in Benutzung ist.

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Micro statt MiniUSB

GoPro und USB sind seit Jahren ein schwieriges Thema: die Action Cams verwenden bis zu aktuellen GoPro Hero 4 Session alle noch den alten USB Anschluss Mini USB. Lässt man sich darauf ein, kann man sich mit der Zeit daran gewöhnen. Wer allerdings gerne mit dem Smartphone Ladekabel auch die GoPro lädt, ärgert sich. Auch hat kaum einer im Freundeskreis ein Mini USB Kabel zur Hand. Knog denkt hier fortschrittlich und setzt auf ein MicroUSB Kabel. Das hat klare Vorteile: ein Kabel ist schnell gefunden und die meisten Menschen haben nicht nur eins davon zu Hause. Der Nachteil liegt aber auch auf der Hand: GoPro und Qudos verwenden unterschiedliche Ladegeräte. Ohne Adapter von Mini zu Micro USB muss der Nutzer somit immer zwei Kabel zur Hand haben.

Mit aktuellen GoPros wird sich dieses Problem nicht ergeben: Dank MicroUSB Anschluss dürften die GoPro Hero 5 in Zukunft super zum Qudos Light passen.

Günstig in der Anschaffung

Mit aktuell nur 77 Euro ist das Qudos Action Light sehr günstig. Es mag vielleicht günstigere Alternativen aus China geben, bei jenen hat man aber keinen so guten Support, wie es Knog bietet. Auf Anfragen reagiert der Hersteller blitzschnell und kompetent. Auch ist bei Reparaturfällen schneller ein Ansprechpartner benannt, als bei einer x-beliebigen Chinamarke. Durch das Zubehör im Lieferumfang kann der Kunde gedanklich locker noch mal 20 Euro abziehen: der Spiltter und Stativ-Mount machen die Anschaffung von anderem GoPro Zubehör teils unnötig. Gleichzeitig zeigt das Set, das sorgfältiges Planen von Anschaffungen sich lohnt.

All the fun stuff happens at night

Das (durchaus mit Humor zunehmende) Zitat von der Rückseite ist sicherlich richtig: ein großer Teil unserer Freizeit spielt sich im Dunkeln ab. Mit dem Qudos Action Light bringt der Käufer Licht ins Dunkle und kann schummrige Szenen auch in den Abendstunden schon etwas aufwerten. Anfangs merkte ich das Fehlen eines USB-Netzteils an: viele Geräte verzichten inzwischen auf ein solches Gerät, da die meisten Nutzer bereits ein Netzteil zu Hause haben dürften. Dies ist bei mir natürlich der Fall , ich nehme aber auch an, dass etwaige Käufer bereits für ihre GoPro ein Netzteil besitzen. Bei Amazon ist das Action Light aktuell für 77 Euro verfügbar.

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Positives

- Kompatibel mit vielen Geräten (DSLR, GoPro, TomTom Bandit etc.)
- Kann mit allgemeinem GoPro Zubehör genutzt werden
- Neben Action-Einsatz auch als Filler-Light zu gebrauchen
- Bis zu 40 Meter Wasserdicht
- Kein MiniUSB
- Günstig in der Anschaffung
- Zubehör verfügbar

Negatives

- Akkulaufzeit bei max. Helligkeit
- Kein MiniUSB (ja, es zählt als beides!)
- Lange Ladezeit
- Mode Knopf muss manchmal zwei Mal gedrückt werden

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
9.3
Akkulaufzeit
7.9
Performance
9.4
Konnektivität
10
Design
10
Bildqualität (Nacht)
9.2
Preis
9.0
Preis-Leistungsverhältnis
9.5
Fazit

Mit dem Knog Qudos Action Light kann der Nutzer Licht ins Dunkle bringen: mit bis zu 400 Lumen holt das LED Licht einiges aus jeder Situation heraus. Das Licht eignet sich vor allem für Action-Cam Hardcore User, die ihre Aufnahmen bei Nacht aufbessern möchten. Darüberhinaus lässt es sich aber auch als Budget Lösung für aufsteigende YouTube Sternchen Nutzen.

9.2
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Sarah Elisa Oley

Technik ist für Sarah kein Fremdwort: den Einstieg in die Smartphone Welt wagte sie bereits 2004 mit dem MPX 200 von Motorola. Sarah studiert Publizistik, wenn sie mal nicht gerade tippt, fährt Sarah Longboard.

  • Silbersurfer

    Funktioniert das also auch mit meiner SJCAM?

  • CleanSchön

    Danke für den Test! Wie sieht die Einrichtung mit der DSLR aus?

  • iGamer

    Nettes Licht. Die Idee find ich gut und auch, dass es inzwischen so viel Zubehör für meine GoPro gibt. Übrigens einer 3er, nach eurem Testbericht (Noch unter dem alten Namen und dem schönen pixeligen Design).
    thx Lisa

  • Dehgen

    Mit 77 Euro immer noch teurer als die China-Alternative!

  • InNubian

    Könnt ihr mal ein paar Tageslicht Fotos posten?

  • InNubian

    Mit was machst du deine Fotos, wenn nicht mit der GoPro Sarah?

  • Triple

    Schön wieder mehr von euch zu lesen!

    • Milchjunge

      Waren sicher im Winterschlaf ;)

  • Andex

    Die Ports von der GoPro sind auf dem Splitter nicht zugänglich, richtig?

  • Picard72

    Interessant, was es so für Zubehör gibt! Aber wer kauft das =)