Zubehör
Du liest gerade
Im Langzeit-Test: Mophie Juice Pack fürs iPhone 6s Plus
Review

Im Langzeit-Test: Mophie Juice Pack fürs iPhone 6s Plus

von 20. Januar 2016

Im letzten Monat hat Apple selbst ein Battery Case für das iPhone 6 herausgebracht. Während jenes nicht wirklich in Sachen Design überzeugen konnte, löst es ein bekanntes Problem: am Ende vom Akku ist noch sehr viel Tag übrig. Powered-Cases sind nichts Neues, allerdings gibt es jene auch in deutlich hübscher – beispielsweise von Mophie. Nach dem Break gibts die (fast) volle Ladung Power für mein iPhone 6s Plus.

Nerdbench bedankt sich bei Mophie für die Bereitstellung des Juice Pack

Der erste Eindruck 

Zubehörhersteller geben sich ordentlich Mühe, ihre Geräte hübsch zu verpacken. So auch beim Juice Pack: die Oberseite lässt sich aufklappen und gewährt einen Blick ins Innere. Bereits hier wird klar, dass das Mophie Case der Apple-Konkurrenz einiges voraus hat. Im Gegensatz zum dicken Buckel ist die Rückseite glatt und hohe Erhöhung. Selbstverständlich vergrößert das Case durch seinen Umfang das iPhone. Im Falle vom 6s Plus hab ich nun erstmals wirklich das Gefühl, ein Tablet in der Hand zu haben. Der Vorteil an Battery Cases bleibt aber dennoch eindeutig: Im Gegensatz zur Nutzung an einer Powerbank muss man nicht auf ein Kabel aufpassen und schränkt somit die Unfallgefahr für das iPhone merklich ein.

DSC_0188

60 % mehr Akkulaufzeit

Das iPhone ist mein täglicher Begleiter und ich in stark darauf angewiesen, dass es unterwegs nicht schlapp macht. Obwohl das größere iPhone auch mit einem entsprechend größeren Akku daher kommt, wird das an manchen Tagen, beispielsweise auf Messen, etwas knapp. Mit dem Mophie Juice Pack soll hier ausgeholfen werden: im Inneren verbaut der Hersteller 2600 mAh, um das iPhone länger im Betrieb zu halten.

DSC_0197

Dazu gibt es am Boden der Hülle zwei Lautsprecher Buchsen, um für mehr Sound zu sorgen. Das Juice Pack dient somit gleich zweierlei Zwecken. Um das Smartphone zu laden versteckt sich dort außerdem ein Lightning Port. Geladen wird das Powered Case allerdings via MicroUSB, weswegen der Nutzer stets zweierlei Kabel mitführen muss: das Lightning Kabel, sollte man das iPhone direkt laden wollen und das MicroUSB Kabel für das Juice Pack. Den Prozess des Lade- oder Entlade Vorgangs visualisieren vier LEDs auf der Rückseite.

Blitzschnell geladen

Ist das Battery Case aufgeladen und einsatzbereit kann es direkt losgehen. Damit das Gerät geladen werden kann, muss der Nutzer einfach das iPhone in die Unterseite des Cases einführen und den Deckel verschließen. Sobald der Power-Regler auf Grün geschoben ist, beginnt das Juice Pack, mein iPhone mit Energie zu versorgen. Dabei wird nicht an Tempo gespart: nach knapp 15 Minuten ist das iPhone bereits zu knapp 30 Prozent geladen. Die letzten Prozent lassen sich zwar etwas mehr Zeit, dafür sorgt der erste Kickoff dafür, dass das iPhone direkt weitergenutzt werden kann ohne Unterbrechung.

DSC_0202

Wie eingangs erwähnt wird das iPhone durch das Case etwas größerer. Im Alltag fällt das nach wenigen Tagen kaum mehr auf: das Smartphone fühlt sich an, wie in Wolle gepackt und gerade ein Tollpatsch wie ich fühlt sich deutlich sicherer. Besonders wichtig ist in meinen Augen, dass auch nach fast 2 1/2 Monaten das Case noch aussieht wie am ersten Tag. Das Material hat sich, im Gegensatz zu anderen Battery Cases, nicht abgenutzt. In meinen Augen muss ein Battery Case (bzw. eine Hülle generell) es aushalten, einfach mal in die Uni-Tasche geworfen zu werden oder unsachte auf dem Schreibtisch zu landen. Das Juice Pack zeigt sich hier resistent und behält sein schönes Äußeres bei.

Im Case lassen sich die Buttons gut bedienen und auch ertasten. Im Alltag mit der Kombination aus iPhone und Juice Pack lässt sich jenes genauso gut operieren, wie ohne das Power Case. Ist jenes einmal leer, lässt es sich binnen knapp 3 Stunden wieder vollständig aufladen. Zwar kommt das Mophie Case mit einem Klinkenkabel daher, jenes wird für die EarPods von Apple aber nicht zwangsläufig gebraucht. Kopfhörer lassen sich mit dem Adapter jedoch deutlich leichter in das Gerät einführen. Im Alltag ist es eine willkommene Ergänzung zum Juice Pack.

Das iPhone sitzt sehr fest im Juice Pack: selbst ohne Deckel muss man sich auch über einen Monat später keine Gedanken machen, dass es aus der Fassung fallen könnte. Das Juice Pack kommt allerdings ohne ein weiteres im Case im Inneren daher (wie beispielsweise Tylt), die einen Schutz auch ohne Power Case ermöglichen.

Ein paar Extra Töne

Der Lautsprecher auf der Unterseite hilft, den iPhone Sound deutlich lauter zu machen. Gerade wenn man im Hintergrund etwas Musik laufen lassen möchte, beispielsweise bei einem gemütlichen Spielabend im Freien, ist eine willkommene Ergänzung. Solange es um die Lautstärke geht, erfüllt das Power Case auch seinen Job. Allerdings kommt das iPhone mit einem sehr guten Speaker daher, der bei normaler Wiedergabe ein Stück besser klingt, als die Mophie Lautsprecher. Erfreulicherweise muss das Case keinen Strom an das iPhone abgeben, um den Ton des iPhones zu übernehmen. So lässt sich das Case auch als solches nutzen, ohne auf den Akku durch unnötige Ladezyklen zu belasten.

Günstiger als die Apple Alternative

Das Mophie Juice Case ist alles, was das iPhone Battery Case hat sein wollen: schick und praktisch. Dazu ist auch noch günstiger als vergleichbare Modelle von Mophie. Das kleine iPhone bekommt von Apple für 119 Euro eine zusätzlichen Saft, während Mophie hier ein Case für aktuell 90 Euro in der Pipeline hat. Die iPhone 6s Plus Variante, wie von mir getestet, gibt es für bereits für knapp 2 Euro mehr. Die Überlegung, welches Case der Kunde sich gönnen sollte, ist nicht schwer: Mophie bietet mit den Juice Packs einen deutlichen Mehrwert in Sachen Design und kommen auch noch günstiger daher.

DSC_0209

Battery Cases müssen nicht hässlich sein

Das Mophie Juice Pack ist eine Empfehlung für jeden, der mit seinem iPhone nicht über den Tag kommt. Das Gesamtpaket kann durch gute Leistung, ein schickes Äußeres und praktischen Nutzen überzeugen. Nur der MicroUSB Port an der Seite verdient ein Update: hier sollte man auf jeden Fall auf einen Lightning Port setzen, um es Apple Nutzern nicht zu schwer zu machen. Für 90 Euro kann man mit dem Mophie Juice Pack allerdings nichts falsch machen.

DSC_0215

Positives

- Lädt das iPhone schnell auf
- Schickes Design
- zwei Lautsprecher an der Unterseite
- Schützt das iPhone vor Beschädigungen
- Buttons lassen sich gut bedienen

Negatives

- MicroUSB Port
- Soundqualität nicht auf einer Höhe mit dem iPhone

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
Akkulaufzeit
Performance
Design
Ton
Preis
Preis-Leistungsverhältnis
Fazit

Das Mophie Juice Pack ist ein 3 in 1 Paket: Dank dem Mantel um das Smartphone wird jenes vor Beschädigungen geschützt. Dazu gibt es ein Set Speaker, welchen für lauteren Ton sorgen. Die Hauptfunktion als Powerbank im Case-Funktion lässt ebenso keine Wünsche übrig. Für Pendler und/oder Hardcore User stellt das Juice Pack die perfekte Ergänzung dar.

Unsere Bewertung
You have rated this
Was denkst du?
Grandios
0%
Genial!
100%
Es ist Liebe
0%
Kann man machen
0%
Wos?
0%
Nope.
0%
Über den Autor
Sarah Elisa Oley
Technik ist für Sarah kein Fremdwort: den Einstieg in die Smartphone Welt wagte sie bereits 2004 mit dem MPX 200 von Motorola. Sarah studiert Publizistik, wenn sie mal nicht gerade tippt, fährt Sarah Longboard.
  • Anna-Bell

    Hey Lisa,

    freut mich dass du nun nicht mehr nur News schreibst =)
    lg anna

  • iGamer

    Die Design Katastrophe von Apple ist wirklich ein sclechter Scherz.

  • Picard72

    Passt das auch mit dem iPhone ohne S?

  • SmarterSven

    Die Adapter Dreingabe ist super, hab ich bei meiner Hülle vermisst.