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Hands-on: Voyo V2 TV Box

Hands-on: Voyo V2 TV Box

von Timm Mohn10. Dezember 2015

Windows Sticks und Boxen erfreuen sich gerade großer Beliebtheit. Ich selbst habe bisher größtenteils Android Versionen mein Eigen nennen dürfen, bin aber schon lange gespannt auf die Windows Variante. Den Anfang macht heute die Voyo V2 TV Box. Nach dem Break gehts ans Auspacken jener.

Nerdbench bedankt sich bei TinyDeal für die Bereitstellung der Voyo V2 TV Box


Der Lieferumfang
Öffnet man die eher unspannende Box fällt der Blick direkt auf die dafür umso schickere TV Box von Voyo. Dazu gibt es noch ein kleines Informationsheft. Damit man mit der Box direkt loslegen kann liegt auch ein Stromkabel sowie ein HDMI Kabel in der OVP bei. Ein USB-OTG Kabel sucht man vergebens. 

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Die Technik
Im Inneren der Box ein Intel Atom Bay Trail-T Z3735F. Dabei handelt es sich noch nicht um die neuste Generation von Intels mobilen Chipsets, allerdings pfeifen die chinesischen Vögel von den Dächern, dass der Cherry Trail Chipset noch Probleme macht und die ersten Boxen hiermit erst im nächsten Jahr erscheinen werden. Der QuadCore Prozessor taktet mit 1.83GHz GHz. Als GPU kommt eine Intel HD Graphic zum Einsatz. Dazu gibt 2 GB Ram und 32 Rom. Der interne Speicherplatz unterscheidet sich die Versionen. Zum einen gibt es eine Version mit 8.000 mAh Akku, die sich auf die eben erwähnten 32 GB Rom beschränkt. Mir liegt allerdings die etwas teurere Version vor mit zusätzlich 64 GB Speicherplatz auf einer internen SSD. Hierfür muss man allerdings auf 3.000 mAh Akku verzichten.

An Bord ist bereits das das aktuelle Windows 10, sodass sich der Nutzer keine Sorgen um Speicherplatz Probleme beim Upgrade machen muss. Auf der Vorderseite befindet sich ein Power Button. Links bringt der Hersteller den USB-OTG Port unter, sowie den Netzteil-Anschluss. Weiterhin tummeln sich hier der Ethernet Port, HDMI Anschluss sowie Kopfhörer-Ausgang. Einen speziellen Mikrofon Anschluss gibt es nicht. Auf der Rückseite verbirgt sich ein Full-Size USB Slot. Einen SD Karten Slot sucht man vergebens. Für die Verbindung mit der Umwelt steht neben dem bereits erwähnten Ethernet Port noch WLAN b/g/n sowie Bluetooth zur Verfügung. Bei der Voyo V2 handelt es sich um ein richtiges Leichtgewicht: gerade mal 209 Gramm bringt die Box auf die Waage.


Das Positive 
Die V2 Box wirkt sehr schick, das ist im Vergleich zu den Bildern der ersten Generation auch ein großer Fortschritt. Die Platte auf der Oberseite ist aus Glas, worauf man unbedingt achten sollte, wenn man das Gerät beispielsweise wegen der SSD öffnen will. An dieser Stelle kann man einen Blick ins Innere werfen. Eine Windows Box hat im Vergleich zu Android TV Boxen den eindeutigen Vorteil, dass alle Windows Anwendungen genutzt werden können. Seien dies Textverarbeitungsprogramme oder einfach Spiele, wie beispielsweise Monkey Island. Außerdem steht zukünftigen Updates nichts im Weg: Windows erhält jeden Monat eine große Portion Updates, egal auf welchem Gerät das Betriebssystem installiert wurde. Die meisten Android TV Boxen haben nie ein großes Update auf die nächst höhere Android Version erhalten und müssen bis an ihr Lebensende mit Android 4.2 auskommen. Das Betriebssystem ist schnell eingerichtet und der Nutzer kann nach der ersten Ladung auch schon direkt loslegen.

Der Akku hat in meinen Augen gleich mehrere Vorteile: sollte einmal der Strom flöten gehen, fällt vielleicht der Bildschirm direkt aus, die Box allerdings läuft weiter. Das hat Vorteile besonders in Hinsicht auf eventuell noch nicht gespeicherte Dokumente. Wer nur schnell eine Präsentation in der Uni halten möchte, muss nicht mehr sein Notebook und/oder Netzteil mit schleppen, sondern kann die Box ganz einfach über die Batterie laufen lassen.

Die SSD im Inneren hat auch ihre Vorteile: beispielsweise Dropbox lässt sich nicht auf SD Karten auslagern, den Pfad auf den internen Festplatten zu wechseln ist hingegen kein Problem. Somit kann ich endlich meinen kompletten Dropbox Ordner hinterlegen, ohne auf wichtige Ordner zu verzichten. Insgesamt sehe ich den hohen internen Speicher als einen der Kaufargumente für das V2.


Das Neutrale
Mit dem Z3735F Prozessor hat man die typischste Tablet Hardware im Gerät verbaut, die sich finden lässt. Das ist prinzipiell nichts schlechtes: das CSL Panther Tab HD setzt auf den gleichen Prozessor und ich nutze das Gerät seit August fast täglich in der Uni. Die neue Generation Prozessoren hat allerdings in Sachen Speed natürlich die Nase vorn und dessen sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein.

Im Vergleich mit dem Pipo X9 kommt das V2 mit sehr wenigen USB Ports daher. Meist kann ein USB Port nur eine bestimmte Stromzufuhr liefern, die aber für das verwendete Gear eventuell zu gering ist. Hier wäre locker noch mindestens ein USB Port drin gewesen. Auf dem Boden befinden sich keine Gummifüße, um für einen festen Stand zu sorgen.

Nimmt man die V2 erstmals in der Hand fällt auf, dass (zumindest bei meinem Gerät) etwas nicht 100 % fest im Inneren sitzt. Schüttelt man die Box, hört man, wie etwas im Inneren an die Außenwand stößt. Hier kann natürlich argumentiert werden, dass man seine Box nicht dauernd schüttelnd durch die Gegend trägt, allerdings ist die Box auf Grund des Akkus für einen Transport vorgesehen – den ich unter diesen Umständen eher skeptisch entgegen blicke.


Das Negative
Nicht in den Spezifikationen nicht gelistet, trotzdem schmerzlich vermisst: ein SD Karten Slot. Zwar bietet das V2 schon deutlich mehr Speicherplatz als andere Windows-Box Geräte, ich persönlich bin aber ein Fan der „unbegrenzten“ Möglichkeiten. Möchte man eine SD Karte mit dem V2 verbinden, beispielsweise um Fotos zu übertragen, muss zwangsläufig der Umweg über einen SD Karten Reader gegangen werden. Dieser müsste dann einen der beiden USB Ports belegen, der eventuell für USB Sticks oder Maus bzw. Tastatur Dongles belegt ist.

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Bevor es mit der Box losgehen sollte, wollte ich sie auf Werkseinstellungen zurücksetzen – das ist aber gar nicht so einfach möglich, da die Recovery Partition wohl nicht zugänglich ist. Also mit dem Creator Tool einen Installations-Stick erstellt und mit der Installation losgelegt. Zwar ist so eine China-Windows TV Box vielleicht generell etwas für Bastelbegeisterte, bequemer wäre allerdings auch für mich entspannter gewesen.


Die Aussicht
Mit der Voyo V2 steht dem gemütlichen Filmeabend eigentlich nichts mehr im Wege. Zusätzlich lassen sich auch alltägliche Arbeiten, wie beispielsweise mit Word oder Excel mit der smarten TV Box erledigen. In den nächsten Wochen wird die V2 bei mir auf dem Schreibtisch liegen und als meine tägliche Blog-Maschine dienen. Hierfür habe ich mir extra einen HP Pavilion 24cw angeschafft. Im Testbericht gibts dann alle Eindrücke (wird verlinkt).

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com
  • Hey KK,
    sorry ich habs erst jezt gesehen! Ich schau morgen rein, mit was es an meinem Full-HD Bildschirm läuft :) Sorry für das späte Feedback