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Hands-On: Phicomm Clue L

Hands-On: Phicomm Clue L

von Angelika Gotthardt20. Oktober 2015

In Deutschland günstige Smartphones anbieten ist so eine Sache: wegen den Abgaben für den Speicher erscheinen deutsche Preise teils ungerecht teurer. Das Clue L von Phicomm ist so ein günstiges Einsteiger Gerät. Nach dem Break gibt es einen ersten Eindruck.

Nerdbench bedankt sich bei Phicomm für die Bereitstellung des Clue L


Der Lieferumfang
In der schicken OVP des Clue L befindet sich zum einen das Smartphone selbst, sowie ein Ladegerät und USB Kabel. Dazu gibt es noch 2 weitere Backcover, sodass der Nutzer nach Belieben sein Clue L gestalten kann. Persönlich bin ich ein Fan der Navy Blauen Hülle.

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Die Technik
Die Front wird eingenommen von einem 5 Zoll Display mit einer Auflösung von mageren 480 x 854 Pixel. Über dem Frontscreen sitzt die 2 Megapixel Frontkamera. Am unteren Rand des Screens befinden sich die drei Softkeys. Während die Unterseite bis auf das Mikrofon leer ist, wird das Gerät auf der Oberseite via mUSB geladen. Hier befindet sich auch der Kopfhörereingang. Auf der Rückseite sitzt die 8 Megapixel Backcamera, welche mit 5 Megapixel auflöst. Jener steht ein Blitz zur Seite, um Bilder bei Nacht etwas aufzuhellen. Neben der Cam sitzt auch der Hauptspeaker.

Im Inneren tickt ein Qualcomm MSM8909, besser bekannt als Snapdragon 210. Dem System steht 1 GB Ram zur Verfügung sowie 8 GB Rom, wovon etwa 5 GB für den Nutzer verfügbar sind. Auf dem Speicher untergebracht ist Android 5.1.1, datiert auf den 27. Septemeber 2015. Selbstverständlich sind auch WLAN (b, g, n) und Bluetooth 4.0 sowie GPS und A GPS mit an Bord. Damit dem Clue L nicht so schnell der Saft ausgeht, spendiert der Hersteller einen 2.300 mAh Akku. Beim Clue L handelt es sich um ein Dual-Sim Handy mit LTE, das wichtige Band 20 bzw. 800 MHz ist natürlich an Bord.


Das Positive
Gerade im Vergleich zum großen Modell von Phicomm kann das Clue L in Sachen Feeling deutlich mehr überzeugen: das Gerät wirkt keineswegs billiger. Ich möchte sogar soweit gehen, dass es sich besser anfühlt, als sein großer Bruder. Die nächste Überraschung kommt beim Start: der Speaker ist auf einem Level mit den teureren Modellen und muss sich nicht verstecken. Die Performance ist entsprechend des Einsteiger Prozessors nicht auf dem Stand der heutigen Zeit, allerdings erledigt das Clue L seine täglichen Aufgaben ohne Probleme. Auch wenn der interne Speicherplatz des Smartphones eher bescheiden ist, müllt Phicomm diesen wenigstens nicht unnötig zu: selbst die typischen Gapps, wie etwa Google Mail, sind nicht im Werkszustand installiert. Samsung darf sich hier gerne eine Scheibe abschneiden.

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Das Neutrale
Machen wir uns nichts vor: Kameras sind in der Einsteiger Klasse nie gut. Wunder habe ich dementsprechend auch nicht von der Clue L Kamera erwartet. Das Ergebnis fällt in der Praxis auch gar nicht mal so arg durch: während die Bilder auf dem Sucher noch etwas schwammiger wirken, sind die geschossenen Aufnahmen gar nicht mal so unerträglich. Klar, gibt es schärferes – aber es gibt auch teurere Smartphones. Das Clue L liefert, was der Kunde bezahlt – und das ist in Sachen Kamera eher weniger.

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Das Negative
Auch wenn das Clue L eindeutig Stärken im Spec Sheet vorweisen kann, das Display gehört nicht dazu: die Farben verwandeln sich so spontan wie sonst nur bei einem 40 Euro China Tablet. Besonders prominent fällt dies in den Settings auf: die grünen Icons am Rande der Einstellungen wechseln beim Scrollen bunt ihre Farbe. Das darf so, auch bei einem Einsteiger gerät, eigentlich nicht sein.

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Der Ausblick
Grundsätzlich liefert Phicomm mit dem Clue L ein solides Einsteiger Smartphone, das beispielsweise für anspruchsvolle Neulinge oder als erstes Kinder-Smartphone durchgehen kann. Dafür sprechen auch die minimalen Google Apps, die dem Nutzer viele Freiheiten bei der Auswahl der Apps lassen.  Das Clue L wird in den nächsten Wochen meine Kollegin Sarah begleiten.

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Über den Autor
Angelika Gotthardt
Angelika ist mit 3 Jahren nach New York gezogen und lebt inzwischen in Brooklyn. Neben ihrem Studium ist sie ein echter Serienfan und immer bei der Erstausstrahlung dabei. Um ihr Deutsch nicht zu sehr einrosten zu lassen, bloggt sie über aktuelle Episoden ihrer Lieblingsserien.