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Hands-On: iPhone 6s Plus

Hands-On: iPhone 6s Plus

von Timm Mohn26. Oktober 2015

Vor gut einem Monat war es so weit: die neuen iPhones haben die Ladentheken erreicht. Auch ich hab morgens angestanden und über einen kleine Umweg den Weg zum iPhone 6s Plus gefunden. Es ist mein erstes iPhone seit dem iPhone 5, da ich zwischenzeitig nur mit Android unterwegs war. Meine Eindrücke gibt es (etwas verspätet) nach dem Break.


Der Lieferumfang
Apple liefert dem iPhone 6s Plus alles mit, was der Nutzer für den Start benötigt. Dazu gehört zum einen das iPhone selbst sowie das notwendige Ladekabel. Dazu gibt es noch ein EU-Netzteil. Neben kurzen Hinweis-Blättern rundet Apple das Gesamtpaket mit einem paar Earpods ab.
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Der erste Eindruck
Das iPhone 6s Plus ist groß. Verdammt groß. Tatsächlich war es mir – anfangs sogar etwas zu groß. 5,5 Zoll sind normalerweise kein Problem, aber durch die Ränder oben sowie unten lässt das iPhone so manches 5,5 inch Smartphone weit hinter sich zurück. Durch die knappe Verfügbarkeit hätte ich das Gerät locker nach ein paar Tagen verkaufen können und kaum bis keinen Verlust machen können – wenn nicht sogar Gewinn. Allerdings stand ein Trip Richtung Oktoberfest auf dem Programm, während dem ich mir Zeit nahm, das iPhone 6s Plus kennen und lieben zu lernen. Hätte ich hier ein anderes Ersatzhandy, beispielsweise das M2 Note von Meizu, mitgenommen, hätte ich das Plus Modell wahrscheinlich bereits verkauft. Doch die 5 Tage München gaben mir die Zeit, mich an das Device zu gewöhnen und nun möchte ich es auch nicht mehr hergeben. 


Die Technik
Im Inneren des iPhone 6s Plus tickt ein 1,84 GHz DualCore Prozessor. Wie bereits mehrfach berichtet kommt das iPhone mit zwei verschiedenen Prozessoren (einmal von Samsung sowie von TMSC) daher. In meinem wurde der TMSC-Chip verbaut Dem Prozessor steht eine PowerVR GT7600 zur Seite. Neben 16 (wahlweise auch 64, 128) GB internem Speicher freue ich mich über satte 2 GB Ram. Genug zu tun haben Prozessor und Ram: das iPhone 6s Plus verfügt über ein 5,5 Zoll IPS Display mit Full-HD Auflösung. Daraus ergeben sich 401 ppi – Pixel sucht man somit vergebens.

Auf der Rückseite verbaut Apple einen Sony IMX 315 mit 13 Megapixel, sowie eine Front-Kamera mit 5 Megapixel. Während die Hauptkamera von einem einem doppelten LED Blitz unterstützt wird, muss sich die Front-Cam mit einem „Retina“ Blitz zufrieden geben. Anders als das 6s kommt das Plus Modell mit einem ausgezeichneten optischen Bildstabilisator daher.

Damit dem 6s Plus nicht so schnell der Saft ausgeht, hat Apple einen 2750 mAh Akku fest verbaut. Dieser ist nicht austauschbar und somit lässt sich auch der interne Speicher des 6s Plus nicht erweitern. Geladen wird das Gerät über den Lightning-Anschluss, der auch für vielerlei Zubehör genutzt werden kann. Für die Übertragung von Daten stehen WiFi (ac, a,b,g,n,ac sowie n 5GHz) und Bluetooth 4.2 zur Verfügung. NFC sucht man vergebens, in Sachen GPS sind A-GPS und GLONASS mit an Bord.

Mit 192 Gramm ist das 6s Plus nicht das leichteste Smartphone auf den Markt. Das iPhone gibt es in verschiedenen Farben: neben meiner Space Grey kann man sich das Gerät auch in Silber, Gold oder Rosé Gold bestellen. Letzteres ist wohl ziemlich beliebt – auch weil Dritte so sehen, dass man das neue iPhone mit dabei hat.


Das Positive
Das verwendete Display ist aller erste Sahne: zwar vermisst man eventuell die saftigen Farben eines AMOLED Displays, dafür hat die Qualitätskontrolle auf ganzer Linie überzeugen können, schließlich gibt es weder Clouding, Ghost-Touches noch Pixelfehler. Während den ersten Runden Minion Rush fällt auf, dass der Lautsprecher für seine Größe erstaunlich gute Töne ausgibt, wenn auch nur im Mono Modus. Die Kamera kann in ersten Tests überzeugen, allen voran der Video Modus: entstandene Videos sind so geschmeidig, als hätte man mit einer speziellen Halterung gefilmt. Obwohl im 6s Plus nur ein DualCore Prozessor tickt, ist das Gerät ordentlich schnell unterwegs. Es ist fast schon lustig mit anzusehen, wie sich Android Geräte OctaCores bedienen müssen, damit alles flüssig läuft und man beim iPhone einfach auf einen Dual Core und erstmals 2 GB Ram setzt.  Das Apple iPhone 6s Plus setzt auf sich wertig anfühlende Materialien. Selbst wenn ich ein Fan des Plastiks beim M2 Note bin: keins meiner Smartphones kann mit dem Feeling des neuen iPhones mithalten.


Das Neutrale
Meine Entscheidung, dass 6s Plus zu kaufen, war bewusst: auf keinen Fall wollte ich 1.000 Euro für ein Gerät ohne Full-HD ausgeben. Somit gab es für mich nur die Option, das Plus Modell auszuprobieren. Und obwohl das 6 Plus bereits ein Jahr mit eben jener hohen Auflösung auf dem Markt ist, gibt es etliche Apps, die nicht an die neue Display Auflösung angepasst sind. Ich habe locker 5 Apps wieder zurückgeben müssen, weil diese nicht für das 6s Plus Modell ausgelegt sind. Leider bemerkt man das ziemlich schnell.

Ein weiterer neutrale Punkt ist die bereits erwähnte Größe in Kombination mit Cases. Ich bin ein kleiner Tollpatsch und lasse meine Geräte somit gerne fallen. Auch wenn das iPhone dies locker wegstecken könnte, möchte ich trotzdem sicher gehen. Dafür hab ich mir bereits im Vorfeld einige Hüllen geholt- die teilweise das Gerät deutlich größer machen. Bei der sowieso großen Form des Smartphones hat man auf einmal gefühlt ein Tablet mit 5,5 Zoll in der Hand, was für unterwegs nicht unbedingt die beste Lösung darstellt.

Bei der ersten Einrichtung des Geräts, also auch der Sortierung von Apps auf dem Homescreen, hat Force Touch nicht wenig genervt: statt die Apps einfach zu markieren wollte das iPhone stets Force Touch auslösen. Ich hab das neue Feature somit erst einmal deaktiviert und beschäftigte mich erst später damit.


Das Negative
Im Gegensatz zu meinem alten Mi3 und auch dem M2 Note kommt das iPhone mit einer etwas schlechteren Empfangsqualität daher. Gespräche an bisher nicht mal als schwierig angesehenen Plätzen schlagen nun fehl, obwohl die Verbindung bisher nie ein Problem darstellte.

Das iPhone nervt mich meistens dann, wenn ich Sachen, die unter Android kein Problem darstellen, mit iOS nicht machen kann. Dazu gehört offline Sprachnachrichten via WhatsApp aufzeichnen und Sprach Memos aufnehmen und dann verschicken. Warum man das nicht möglich macht, verstehe ich nicht.


Der Ausblick
Die letzten Wochen habe ich damit verbrachte, mein mobiles Leben auf iOS auszurichten. Das heißt: passende Ladekabel besorgen, Lightning Zubehör (wie beispielsweise das Shure MV88) und natürlich Cases. Selbst mein Rasierer funktioniert nur noch mit iOS aktuell. Ich bin also bestens vorbereitet, mich als Android User in die Apple Welt zu stürzen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob ich mir dort auch wohl fühle.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com

  • Silberstein

    Cool! ich freu micha uf den Test

  • Tina87

    Als Android User zu iOS? na dass wird spannend :)

  • iPhöne7

    Ist das Gerät wirklich so schwer??

  • ClaudBen

    Die Bilder die ich gesehen habe (von der Kamera im Low Light) haben mich leider auch nicht überzeugt.

  • MeBeGood

    Wie sieht es mit der Akku Laufzeit aus????

  • AnDers

    Das hat aber gedauert, liebe Redaktion ;)