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Hands-on: Meizu M2 Note

Hands-on: Meizu M2 Note

von Timm Mohn10. September 2015

Während der letzten Woche war bei der Nerdbench nicht viel los – jedenfalls augenscheinlich. Eine Woche haben ITX Tutor und ich uns auf der IFA herumgetrieben. Kaum zu Hause angekommen, lag da auch schon direkt das nächste Testgerät vor der Tür: das Meizu M2 Note. Dabei handelt es sich um das Einsteiger Gerät Meizu’s im Phablet Bereich. Die zweite Inkarnation kommt mit einigen Verbesserungen daher. Ob ich das blaue Wunder erlebt habe, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei TinyDeal für die Bereitstellung des Meizu M2 Note (Ref LinkKein Reflink


Der Lieferumfang
Das M2 Note kommt in einer eher breiten Verpackung daher. Im Inneren befindet sich zum einen das Gerät, zum anderen ein Heftchen mit Hinweisen. Dazu gibt es den Sim-Tray Remover. Weiterhin kommt das Gerät mit dem passenden USB-Kabel sowie Ladekabel. In meinem Fall lag kein EU-Adapter dabei, Netzteile hab ich allerdings genug.

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Die Technik
Die Front wird eingenommen von einem 5,5 Zoll Full-HD Display samt 1080×1920 Auflösung und 401 ppi. Dazu gibt es eine Frontcam oberhalb des Displays mit 5 Megapixeln. Meizu typisch verbaut man einen Homebutton, der auch als Zurück-Button funktioniert – weitere Softkeys gibt es nicht. An der linken Seite befindet sich die Lautstärke Wippe, sowie der Powerbutton, rechts hingegen können die SD-Karte bzw. Simkarten untergebracht werden. Beim M2 Note handelt es sich um ein Dual-Nano Sim Gerät, dass allerdings auch eine mSD aufnehmen kann. In diesem Fall muss man sich allerdings mit einer Sim begnügen. Band 20 – und somit ländliches LTE – ist nicht mit an Bord.

Geladen wird das M2 Note per MicroUSB, der Port befindet sich mittig und ist somit bestens geeignet für KFZ-Ladeschalen. Weiterhin befindet sich auf der Unterseite der Mono Speaker und das Mikrofon für Telefonate. Kopfhörer werden auf der Oberseite eingesteckt. Die Rückseite ziert das Meizu Logo. Im oberen Bereich sticht die 13 Megapixel Kamera samt Dual Tone LED ins Auge. Während Videos mit 2.07 Megapixel aufgenommen werden, stehen für Fotos 12,98 MP (4160×3120 Pixel) zur Verfügung. Damit die Fotos lichtstark werden, spendiert Meizu dem Gerät eine Blende von f/2.2.

Angetrieben wird das M2 Note von einem MediaTek MT6753 OctaCore Prozessor, welcher mit 1,3 GHz taktet. Das reicht in Antutu Benchmark für knapp über 30.000 Punkte. Dem Prozessor steht eine ARM Mali T720 Mp3 zur Seite, welche mit 450 MHz taktet. An Bord sind weiterhin 2 GB Ram und 16 GB Rom. Selbstverständlich sind GPS (GPS, A-GPS und GLONASS), WiFi (802.11a, b, g, n, sowie n 5 GHz) und Bluetooth 4.0 an Bord. Damit dem M2 Note nicht so schnell der Saft ausgeht, verbaut der Hersteller einen 3.100 mAh Akku. Das M2 Note ist in blau und grau verfügbar.


Das Positive
Nimmt man das M2 Note das erste Mal in die Hand fällt direkt auf: man ist das Gerät leicht! Tatsächlich musste ich extra noch mal schauen, ob ich nicht doch vergessen habe, den Akku einzusetzen – aber nein, der Akku ist fest verbaut und somit handelt es sich beim M2 Note um ein wirkliches schlankes Gerät. Ja, das M2 Note ist ein Einsteigermodell – das überträgt sich aber weder auf den Look noch den Feel, ganz im Gegensatz zum Mi4i .Auch in anderen Bereichen hat Meizu die Nase die Nase vorn: abwechslungsreiche Farben, wie in meinem Fall blau, sind direkt verfügbar. In Sachen Kamera war ich beim Mi4i anfangs gar nicht überzeugt. Auf den ersten Blick kann das M2 Note sich hier etwas besser behaupten, ein ausführlicher Kamera Test wird meine Annahme bestätigen oder korrigieren.

Das M2 Note kommt ohne Speicheraufteilung daher, die 16 GB sind also ohne Einschränkungen verfügbar. Zum Beginn sind 10,38 GB frei. Dazu hat Meizu noch einiges am System geschraubt und so kann der Nutzer von Zeit zu Zeit Junk vom Smartphone entfernen, eine sehr nützliche Sache. Weiterhin nett sind die vielen Sicherheitseinstellungen. Installiert der Nutzer beispielsweise eine APK, ist es möglich auszuwählen, ob die App autostarten darf oder nicht.

Das MX4 sowie MX4 Pro kamen mit einem Homebutton wie das M2 Note sowie einem Zurück Button daher. Diese Lösung fand ich ziemlich nervig und beim neuen Note ist jene auch endlich abgeschafft worden. Der Nutzer kann mit einem Swipe nach rechts zurück gehen und muss somit für den Zurück Button keinen Platz auf dem Bildschirm verschwenden.

Im ersten Benchmark Test kommt das M2 Note auf 10 Stunden und 19 Minuten – und das obwohl bereits 70 Apps installiert sind und das WiFi anblieb. Das Display war auf dimmed Display gestellt (hier gibt’s den Verlauf).


Das Neutrale
TinyDeal liefert das M2 Note mit Play Store aus.  Wird das Gerät zurückgesetzt, ist jener nicht mehr auf dem Gerät. Erfreulicherweise lässt sich der Play Store leicht wieder installieren.  Startet das Gerät dann wirklich zum ersten Mal, sind 8 Bloatware Apps drauf, die sich aber deinstallieren lassen. Zwar kommt das M2 Note auch mit Deutsch daher, die Übersetzung lässt aber zu wünschen übrig. An manchen Stellen lassen sich Anführungszeichen ausmachen, allerdings nur zu Beginn es Wortes.

Persönlich könnte ich mit einer kleineren oberen Icon-Reihe leben, die Symbole in der Benachrichtigungszeile sind doch etwas groß geraten.  Wer ein China Smartphone ohne China-Zeichen sucht, ist beim M2 Note falsch beraten. Manchmal – zum Beispiel bei der Beschreibung des Sicherheitsupdate – gibt es noch CN Zeichen, das wird sich so schnell auch nicht ändern. Interessanterweise sitzt der USB-Port falsch herum.


Das Negative
Nutzt man den Meizu-Installer für die GAPPS so wird die falsche Version des Google Play Services installiert, spätestens nach einem Update meckert das M2 dauerhaft über diesen Zustand, auch wenn sich das Gerät weiterhin nutzen lässt. Eine schnelle Installation der richtigen APK hilft hier aus. Wer detaillierte Kamera-Einstellungen gewöhnt ist, wird sich beim M2 Note nicht wohl fühlen: hier setzt man auf minimalisierte Einstellungen.

Auch sonst könnte man die Software noch ausbauen: die Stock App fürs Wetter kommt nur mit chinesischen Städten daher.


Der Ausblick

Einen Tag nach dem M2 Note traf auch die passende Nano Simkarte bei mir ein. Nun wird das M2 Note als Daily Driver genutzt und auf Herz und Nieren geprüft. Alle Infos zum Gerät gibt es in 2 Wochen bei der Nerdbench. Das Meizu M2 Note ist bei TinyDeal für 169,49 (Blaue und weiße Version) bzw. 160,57 (graue Version) verfügbar (Ref LinkKein Reflink).

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com