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Im Test: SanDisk Dual USB-Drive mit USB-C Anschluss
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Im Test: SanDisk Dual USB-Drive mit USB-C Anschluss

von 16. Juli 2015

Mit dem neuen MacBook hat USB-C seinen großen Einstand gefeiert. Doch der komfortable Anschluss bleibt nicht nur Notebooks vorbehalten: Inzwischen gibt es immer mehr Ankündigungen bezüglich Smartphones mit jenem Anschluss, ein namenhaftes Beispiel hierfür ist das OnePlus Two. Wir bei der Nerdbench sind noch ein Stück schneller und haben mit dem LeTV LE1 bereits ein USB-C Smartphone. Grund genug, den entsprechenden USB-OTG Stick von SanDisk auszuprobieren – der erste Flash Speicher für unterwegs mit dem neuen Anschluss. Nach dem Break gibts die Details.

Nerdbench bedankt sich bei SanDisk für die Bereitstellung des Dual USB-Flash-Laufwerk USB 3.0 Typ-C
sowie bei TinyDeal für die Bereitstellung des LeTV LE1 x600


Der erste Eindruck
Die Dual USB-Drive kommt in einer Blister-Verpackung mit den wichtigsten Daten zum USB Stick. Im Gegensatz zur iOS Lösung („iXpand“) ist der USB-C Stick sehr kompakt und unauffällig.  Kaum aus der Verpackung befreit kann es auch schon losgehen: Über den USB Anschluss kann der Nutzer via USB 3.0 zügig Daten übertragen, die später mit dem Smartphone oder MacBook genutzt werden sollen. Auch der USB-C Anschluss funktioniert am LeTV ohne Probleme: das Smartphone erkennt den USB Stick direkt und mounted das Laufwerk.

Die OVP

Die OVP


Die Einführungsphase
Es ist nur wenige Monate her, dass Apple sein neues MacBook mit USB-C vorgestellt hat. Noch sind kaum andere Geräte mit dem Anschluss verfügbar, doch das wird sich bald ändern. Mit steigender Anzahl an Devices wird natürlich auch die Zubehör-Industrie mitziehen und Gadgets, wie den vorliegenden Stick, auf den Markt bringen. SanDisk war hier fix und hat fast zeitgleich zur großen Premiere des neuen USB-Standards die USB-C Flash Drive auf den Markt gebracht.

Gerade in einer Übergangsphase wie im vorliegenden Fall wird man natürlich das ein oder andere Mal Sorgenfalten auf der Stirn haben: Daten, die von USB-C Geräten auf MicroUSB Geräte übertragen werden sollen, benötigen hierfür einen Adapter. Ein geschicktes Extra wäre es, für Gadgets wie den SanDisk USB-C Stick einen – möglichst stabilen – MicroUSB Adapter beizulegen – dann klappt’s auch mit allen Geräten.


Die Technik
Der SanDisk Ultra Dual USB-Stick kommt mit 2 USB Anschlüssen daher: während auf der eine Seite ein normal-sized USB Anschluss angebracht ist, kommt auf der anderen Seite der brandneue USB-C Anschluss zum Einsatz. Diesen findet man bisher nur beim neusten MacBook mit 12 Zoll sowie unserem LeTV LE1. Jeweils ein Anschluss kann von der Klappe am Gerät geschützt werden, die andere bleibt während Transporten ungeschützt. USB Anschlüsse sind in der Regel aber sehr resistent und somit stellt das kein Problem dar.

Ein USB-Adapter kann geschützt werden

Ein USB-Adapter kann geschützt werden


Der Nutzen
Da ich viel unterwegs bin, Präsentationen immer und überall bearbeiten muss (mit oder ohne Internet) und unser Smartphones immer größer werden („Phablets“) setze ich privat schon lange auf USB-OTG Lösungen. Mit dem Erscheinen des LeTV LE1 hab ich mein letztes Smartphone, das Xiaomi Mi3, in den Ruhezustand geschickt und bin endgültig umgestiegen. Bereits hier hat sich die USB-OTG Funktion als nützlich erwiesen: einfach den USB Stick an Smartphone und alle wichtigen Dateien sichern. Normalerweise hätte ich den OTG-Stick nun einfach an das LE1 gesteckt – jenes ist aber ohne Adapter nicht mehr mit den alten Sticks kompatibel.

Also die Daten ein letztes Mal auf dem PC zwischengespeichert und auf den neuen USB Stick von SanDisk kopiert. Wer sich fragt, warum ich überhaupt für die Datensicherung einen USB Stick und nicht direkt den Anschluss am PC nutze, soll einfach mal einen 4 GB WhatsApp-Ordner sichern. Des Weiteren lassen sich auf dem USB-OTG Stick natürlich alle erdenklichen Daten speichern: von Videos bis hin zu Musik, aber auch Anwendungen und komprimierte Archive.

Viele Geräte, wie auch das LeTV LE1, kommen ohne erweiterbaren Speicher daher. Im Falle vom LE1 heißt dies, dass nach 16 – bzw. realistischen 10 – GB Speicher der interne Storage vollständig belegt ist. In einer Zeit, in der Datensparsamkeit ein Fremdwort ist, keine schöne Sache. Externe Datenträger sind hier die optimale und oftmals auch viel billigere Lösung im Vergleich zum Aufpreis von bis zu 100 Euro für ein paar GB mehr interner Speicher.


Der Alltag
Den SanDisk USB-C Stick habe ich nun seit drei Wochen im Einsatz. Mit 32 GB Gigabyte hab ich die wichtigsten Files für Uni und Blog immer dabei – für Unterhaltung ist natürlich auch gesorgt. Windows sowie Android erkennen den Stick zuverlässig. Der Stick wurde nicht einmal unerwartet ausgeworfen, Schreib- und Lesefehler ließen sich ebenfalls nicht ausmachen.

Neben dem praktischen Einsatz kann der USB Stick auch in den Benchmarks überzeugen (siehe Bilder). Daten werden zügig kopiert und ausgelesen, Videos bleiben nicht stehen und buffern somit auch nicht nach. Erfreulicherweise konnten ich den Stick bereits mit drei Geräten testen: zum einen hat die Kollegin Fuchs aus der Gadget-Abteilung sich das neue MacBook mit USB-C gegönnt, zum anderen ist aktuell auch der große Bruder des LeTV LE1 auf unserer Testbank: Das LeTV x800. Keines der drei Devices hatte Probleme mit dem SanDisk Stick.

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Anschluss am USB-C Smartphone

Die Zeiten, in denen Apple Nutzer auf Grund ihres Lightning-Anschlusses als etwas Besonderes fühlen konnten sind vorbei: wie lange habe ich darauf gewartet, endlich USB Kabel in egal welcher Richtung einzuführen. Bereits nach mehreren Tagen gewöhnt man sich an den Luxus von USB-C und somit auch an den neuen USB Stick. Das geht soweit, dass ich bereits nach sehr kurzer Nutzungsphase alles vor USB-C verteufele.


Das Fazit
USB-C ist eindeutig die Zukunft: viel zu lange mussten Android Nutzer eifersüchtig zu Apple Nutzern und dem Lightning Anschluss blicken. Wer frühzeitig auf USB-C Geräte umsteigen möchte, braucht dank dem SanDisk Dual USB-Drive nicht mehr auf einen externen Speicher verzichten. Im Test zeigte sich der Stick als äußert zuverlässig und leistete sich keine Ausfälle. Für die nächste Revision würde ich mir noch eine Schutzkappe für beide USB Ports wünschen.

Datenübertragung von Mac auf den Stick: Kein Problem

Datenübertragung von Mac auf den Stick: Kein Problem

 

Erfreulicherweise ist für den Stick keine extra Software für die Dateiverwaltung notwendig: einfach an den PC, den Mac oder das Smatphone anschließen und schon kann der Datenaustausch losgehen. Wer trotzdem gerne mit einer Software arbeiten möchte, kann auf SanDisk Memory Zone zurückgreifen. Die Dual USB-Drive mit USB-C Anschluss ist aktuell für 49,99 auf Amazon erhältlich.

Positives

32 GB externer Speicher
Frühe Verfügbarkeit
Sehr gute Performance
Kompakt

Negatives

Ein USB Port ist u. U. ungeschützt

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
10
Performance
10
Konnektivität
9.5
Design
10
Preis
8.7
Preis-Leistungsverhältnis
9.0
Fazit

SanDisk kann auf jahrelange Speicher Erfahrung zurückblicken. Mit der Dual USB-Drive mit USB-C Anschluss beweist man abermals, dass man bei Entwicklungen ganz vorne ist. Der Stick selbst kann auf ganzer Linie überzeugen. Von der Nerdbench gibt's einen Daumen hoch.

9.5
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com