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Zu Besuch bei: Miitya – The Instant Meeting App

Zu Besuch bei: Miitya – The Instant Meeting App

von Timm Mohn21. Juli 2015

Letzte Woche war die Nerdbench zu Gast bei der Launch-Party von Miitya. Hierbei handelt es sich um eine neue App rund um berufliche Treffen. Im Rahmen des Abends wurde die App und der Gedanke dahinter vorgestellt. Nach dem Break gibt es meine Eindrücke vom Abend und natürlich auch der Anwendung selbst.

Nerdbench bedankt sich bei Miitya für die Einladung nach München


Der Abend

Zum Launch hatte man bei Miitya in die Design Offices im Arnulpark geladen. Hier wurden die Gäste mit kühlen Getränken und Fingerfood begrüßt. Für die Verpflegung war dank kulinado gesorgt, seines Zeichen selbst ein StartUp. In lockerer Atmosphäre war es mir somit möglich, den Begründern die Hände zu schütteln und erste Gespräche zu führen. Der – durchaus überdurchschnittlich warme – Abend wurde mit kleinen Vorträgen von Michael Schmutzer zu den Design Offices und Jan Eßwein über Achtsamkeit eingeleitet.

Mir blieb vor allem letzterer in Erinnerung, was vor allem an den praktischen Übungen und Selbstversuchen in Sachen Selbstwahrnehmung lag. Erfreulicherweise kann ich sein Buch, Achtsamkeitstraining, jetzt mein Eigenen nennen. Als kleines Schmankerl gibt es nachfolgend noch seinen Image Film.

Selbstverständlich kamen auch die Gründer und Team-Mitglieder zu Wort. Johannes Woll konnte sich mit seiner grundfreundlichen Art auch in die Herzen derjenigen spielen, die ihm noch nicht begegnet sind. Seine Begleitung durch den Abend sprühte von Energie, die auch auf das Publikum abfärben konnte. Auch Frederik Gester und Roland Oehen-Kanzow boten eine ähnlich positive Atmosphäre. Allen Sprechern ist positiv anzumerken, dass sie das Publikum im Raum halten konnten, auch wenn dort nach einigen Minuten gefühlte 40 Grad vorherrschten.

Im Anschluss an die eigentliche Präsentation nutzte ich die Chance, mich noch kurz mit Herrn Oehen-Kanzow zu unterhalten. Jener hatte zwei Flipcharts für die anwesenden Gästen aufgestellt, die bei zukünftigen Features Priorität-Sticker anbringen konnten. Ich selbst hatte dort einige Punkte dazu geschrieben, wie etwa ein eigenes oder zumindest zu filterndes Adressbuch und einen Ruhemodus, sodass man den Standort nicht manuell nach Dienstschluss deaktivieren muss. Es ist selbst aus der Ferne unheimlich spannend, die Arbeit in einem Start-Up zu betrachten. Die Erzählungen, wie man verschiedene Hürden nimmt und weiterkämpft sind so aufregend, dass man am liebsten gleich mit anpacken und Teil der Erfahrung werden möchte.


Der Einsatz

Auf unseren Smartphones tummeln sich etliche Apps: für das schnelle Teilen von Inhalten öffnet man die Twitter oder Facebook App, bei Instant Messaging steht WhatsApp ganz vorne – dicht gefolgt von Threema oder Telegram. Fällt uns irgendetwas nicht ein, bemühen wir Google – meist sogar gar nicht mehr per App sondern einfach mit einem „Ok, Google“. Miitya positioniert sich an anderer Stelle: die App steht für Treffen – berufliche Treffen.

Miitya möchte verhindern, dass Nutzer Zeit zwischen zwei Terminen nicht richtig nutzen oder einen Termin verpassen. Oft werden wichtige Kontakte nur knapp verpasst, was mit Miitya der Vergangenheit angehören soll. Miitya kann genutzt werden, um eigene persönliche Kontakte in der Umgebung zu finden.

Ein weiterer Aspekt von Miitya ist das Finden neuer Kontakte: im näheren Umkreis – oder beispielsweise während einer Geschäftsreise ergeben sich immer wieder ungenutzte Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Durch die Landkarte, die via GPS-Freigabe durch andere Nutzer mit Daten gefüllt wird, kann der Miitya-User in Echtzeit interessante Kontakte in der nächsten Umgebung ausmachen. Selbstverständlich hat der Nutzer in den Einstellungen die Möglichkeit, seinen Standort zu verbergen bzw. auszuschalten.

Über Miitya ist es mir möglich, schnell ein spontanes Treffen auszumachen, um beispielsweise einen Blogger-Kollegen in der Innenstadt zu treffen, der zufällig gar nicht mal so weit entfernt ist und seinen Standort über Miitya freigibt.


Die Anmeldung

Um mit Miitya loslegen zu können, benötigt der Nutzer einen Account. Dieser ist schnell erstellt: entweder man erstellt auf herkömmliche Art einen Account mit Handynummer, Passwort und Handynummer. Im Gegensatz zum aktuellen Trend ist keine Social-Media Anmeldung vorhanden. Eine E-Mail Adresse kann optional nachträglich hinzugefügt werden. Eine Sicherheitsbestätigung im Sinne einer Verifizierung der Daten (bsp. Handynummer) gibt es aktuell leider nicht, diese soll aber laut Entwickler-Team in der nahen Zukunft folgen.

Ist der Account eingerichtet kann es weitergehen: Über die GPS-Einstellungen in der App wähle ich aus, wie viel Saft Miitya verbrauchen darf bzw. wie genau meine Standort-Bestimmungen sein soll. Erfahrungsgemäß erzielt man das beste Ergebnis mit der hohen Genauigkeit.


Der Umkreis

Im Focus der App steht die Umgebung: über einen Radar zeigt Miitya die verfügbaren Kontakte anzeigt. Hier kann der Nutzer auch hinein zoomen und sich die Gegend mit einer Karte genauer anschauen. Wer nicht ständig die App checken möchte, aktiviert Push-Benachrichtigungen, sodass euer Handy euch automatisch über Kontakt ein der Nähe benachrichtigt – aktuell gibt es in der App noch keinen Regler zur Aktivierung oder Deaktivierung des Push-Dienstes. Dank guter Rechteverwaltung auf dem Xioami Mi3 oder Honor 6 ist das – zumindest für mich – aber kein Problem. Der Umkreis erstreckt sich auf 30 qm, kann aber beliebig verkleinert werden.


Die Einstellungen

Den erstellen Account kann man über die Settings noch weiter ausarbeiten: neben Informationen über Gesuche und Angeboten lässt sich auch ein Profilbild sowie weitere Angaben wie die E-Mail Adresse hinzufügen. Einmal getroffene Einstellungen bezüglich Standorteinstellungen können hier natürlich auch abgeändert und nach eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Gänzlich Bug-frei läuft das noch nicht ab (siehe unten). Update: Dank eines kurzen Hinweises habe ich das Tag-Hinzufügen noch mal auf dem Honor 6 ausprobiert – der Fehler  (die Tags speicherten nicht ab)  wurde inzwischen behoben.

 


Das Fazit

Nutzern stehen heute eine Vielzahl von Apps für Treffen zur Verfügung. Egal ob es sich dabei um Dating (Lovoo) oder Familien-Angelegenheiten (life360) handelt. Miitya schafft mit dem eigenen Angebot die erste Anlaufstelle für berufliche Treffen, Meetings und erste Kontakte. Man darf bei der Betrachtung allerdings nicht vergessen, dass sich die App noch am Anfang befindet: die Nerdbench ist gespannt, wohin sich Miitya noch bewegt.

Das Team hinter der App wird alles daran setzen, die Anwendung aufzupolieren, um fehlende Funktionen wie beispielsweise die Verifizierung hinzuzufügen – und wir werden natürlich ein Auge auf die Entwicklung werfen. Miitya ist kostenlos verfügbar auf iOS und Android.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com

  • Marku21

    Klingt ja ganz spannend. Aber merkt der Chef dann nicht, dass man vll nicht da ist, wo man sein sollte =) ?