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Star Trek Trexels im Test: Der Weltraum…
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Star Trek Trexels im Test: Der Weltraum…

von 21. Juni 2015

… unendliche Weiten. Dies sind die pixeligen Abenteuer des Raumschiffs Enterprise. Durch ein Riss im Raumzeitgefüge treffen sich viele verschiedene Figuren aus allen Star Trek Jahrhunderten und interagieren miteinander. Mit „Trexels“ ist ein wunderschönes kleines Spiel für zwischendurch auf Android und iOS erschienen. Nach dem Break erfahrt ihr, ob wir vollends hochgebeamt wurden. 

Nerdbench bedankt sich bei YesGnome für die Bereitstellung von 500 Dilithium


Die Kompatibilität 
Trexels ist bisher für Android sowie iOS erschienen. Während bei Android auf den ersten Blick keine Geräte bzw. Versionen ausgeschlossen werden, schauen Nutzer vom iPhond 3GS, 3G und dem ersten iPad in die Röhre. Mein Test basiert auf dem Spiele-Erlebnis mit dem Xiaomi Mi3 – einem QuadCore Smartphone mit 5 Zoll Display sowie 2 GB Ram.  Trexels läuft hier komplett flüssig und stützte nicht einmal im Test komplett ab.

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Kostenlos im Playstore erhältlich: Star Trek Trexels


Die Story
Durch besagten Riss ist der Weltraum aufgeschüttelt worden und die Crew der USS Enterprise muss einen völlig neuen Sektor erkunden. Der Spieler startet mit einem noch nicht ganz fertig ausgebauten Raumschiff, dass zu neuen Welten vordringen soll. Die Missionen sind dabei von unterschiedlichster Art: zum einen müssen Sonden rausgeschickt, Verhandlungen bestritten und natürlich auch Gefechte gewonnen werden. Das klingt erst einmal nach viel Vergnügen und jeder Menge Star Trek.

Die Geschichte

Die Geschichte

Das soll nicht heißen, dass die Macher sich nicht ausführlich für eine Hintergrund Geschichte sorgen. Sie ist liebevoll gestaltet und ausführlich geschrieben.

Erfolgreiche Mission

Erfolgreiche Mission


Das Gameplay
Trotzdem habe ich von der Story von „Star Trek Trexels“ nicht wirklich viel mit bekommen. Sie ist auch nicht wichtig, um das Spiel „zugewinnen“. Die Hauptaufgaben sind schnell klar: Der Nutzer muss Command, Research und Power produzieren und damit das Raumschiff ausbauen. Als Premium-Währung steht Dilithium bereit. Mit den ersten drei kann der Nutzer beispielsweise neue Crew-Quartiere bauen, die jeweils einen willigen Arbeiter beherbergen, welcher wiederum beispielsweise Command während seiner Arbeit  im „10 Vorne“ produzieren kann.

Da die Offiziere natürlich noch unerfahren sind, kann man sie in der Schiff-eigenen Starfleet Academy ausbilden lassen. Unsere treuen Offiziere können wir in Sachen Diplomatie, Wissenschaft, und Kampf trainieren lassen. Eine Übungsstunde dauert 15 Minuten und mündet in einem Test der Fähigkeiten. Jene Tests wirken oftmals wie reine Verlängerung des Spielerlebnisses, schließlich ist es quasi unmöglich, jene zu verlieren.

Ganz im Gegensatz zu den Missionen. Hat der Nutzer einen der 7 Sektoren im Trexel Universum erkundet geht es an die Missionen. Diese sind anfangs natürlich noch sehr einfach, werden aber zunehmend schwerer und müssen auch nicht unbedingt mit gut ausgebildetem Personal wie Kirk gelingen. Hier heißt es für die meisten Offiziere zurück auf zur Academy. Wie bereits angemerkt ist es überhaupt nicht wichtig zu wissen, um was in den Missionen geht – viel wichtiger ist es, die Cubes einzusammeln und für taktische Züge einzusetzen, sodass der Timer nicht endet, bevor man einen Konflikt gelöst hat.

Trotzdem wird Trexels nicht langweilig: man möchte die gesamte Galaxie erforschen, jeden Special Guest finden und seine Missionen durchspielen und natürlich auch die komplette Enterprise – Verzeihung Trexels –  ausbauen.


Die Grafik
Trexels kommt in schönster 8-Bit Grafik daher, die ein wenig an Spiele-Klassiker wie Judgment Rites erinnert – ein Spiel, dass mich in der Jugend mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate, Zeit gekostet hat. Die Umbung lädt zwar zum interagieren und erkunden ein, ist aber leider statisch und kann nicht mit dem Tricoder gescannt werden. Wer sich also darauf gefreut hat, jeden Pixel nach Hinweisen umzudrehen, wird enttäuscht. Dafür sind die Räume und Welten wunderschön designet und erzeugen Star Trek Gefühl vom Feinsten. Das trifft auch auf die Effekte zu, die ebenso 90er wirken, wie der Rest.


Das Währungssystem
In Star Trek Trexels kann der Nutzer Command, Research, Dilithium und Power produzieren. Bis auf Dilithium kann jede dieser Währungen durch einen Raum produziert werden. Im Spiel stellt sich Command als knappste Währung dar, denn obwohl am schnellsten und effektivsten produziert, ist jene auch am schnellsten wieder Weg, da Power und Research beide weniger hoch bei Einkäufen berechnet werden. Sollte der Spieler gerade keine Mission zum starten haben oder dringend Geld brauchen, kann man sich mit der Trexels auf Erforschungsreise im Trexels Space machen. Hier wird wild auf Weltraum-Schrott geschossen, um Ressourcen ausfindig zu machen. Manchmal, gar nicht so selten müssen wir zugeben, findet man dabei auch Dilithium. Um den Daumen gepeilt dürfte man so pro 10 Minuten 1 Dilithium produzieren können. Investiert man einen Sonntag hierfür, hat man einen kleinen Vorrat an Dilithium, der einem auch im Spiel wirklich nützlich werden wird.

Schließlich muss mit den drei vorherrschenden Ressourcen der Aufbau des Schiffs bezahlt werden. Das betrifft Crew-Quartiere, Erschließung des Schiffes und Upgrades von gebauten Räumen. Ist ein Raum ausgebaut auf Level 2 bis 4 produziert er beispielsweise mehr Command und somit sind die Kassen schneller gefüllt, als auf Stufe 1. Mit einmaligen Räumen, wie der Crew Lounge, kann der Spieler die Produktion von Command in jenem Fall um 10 % steigern. Wer mehrere Räume mit Boost-Funktion besitzt wird schnell enttäuscht: leider kann man auf diesem Wege die Produktion nicht auf 20 % anheben.

Auch beim Abschluss erreichen eines neuen Levels erhält der Nutzer die Währungen, hier so gar im Gesamtpaket mit einem Dilithium und ständig steigenden Paketen der drei restlichen Währungen.


Die Bar von Quark
Wem die Erträge aus Arbeit der Crew-Mitglieder oder Missionen nicht reichen, hilft nur der Besuch in Quarks Kino. Hier kann der Nutzer Trailer schauen und damit ein paar Hundert Ressourcen abgreifen. Erfreulicherweise verstecken sich auch bis zu drei Dilithium Kristalle hinter den 17 Trailern, die der Spieler täglich schauen kann. Bis zu drei, da nur 2 davon problemlos zu erspielen sind. Um sich auch den dritten Kristall zu sichern, sollte der Nutzer sich das letzte Video aufheben und bis um 23:55 warten. Zur späten Stunde einfach ins Spiel einloggen und darauf warten, dass es 0 Uhr wird. Kaum hat der Tag gewechselt, stehen wieder 17 weitere Videos zur Verfügung und der Nutzer kann das dritte Dilithium einstecken.

Kostenlose Dilithium Kristalle

Kostenlose Dilithium Kristalle


Das Dilithium
Doch wofür setzt man in Star Trek Trexels die Premium Währung ein? Zum einen lässt sich mit Dilithium der ein oder andere Spezialraum kaufen – wie etwa das 10 Vorne. Jene Spezialräume produzieren schneller beispielsweise Command und sind somit effektiver für den Fortschritt im Spiel. Wer keine Zeit mit der Ausbildung seiner Offiziere verbringen möchte, kann mit der Premium Währung auch gut ausgebildete Offiziere der Sternenflotte kaufen, wie beispielsweise Captian Kirk. Jene bringen größere Chancen für Missionen mit und sind auch bei taktischen Schlachten von Vorteil.

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Gibt es für fast 60 Dilithium Kirstalle: Captian Kirk

Einen taktischen Vorteil gibt es durch Dilithium auch: in Missionen können zusätzliche Cubes, die den Erfolg einer Mission bedingen, mit Dilithium kaufen. 2 Kerne der Premium Währung ergeben 10 Cubes, die jede Mission erfolgreich verlaufen lassen. Für ungeduldige Spieler ist besonders der Vorspulaspekt von Missionen und Erkundungen interessant. Aber Achtung: der Einsatz hierfür kann sehr schnell sehr teuer werden.

Wirklich interessant sind die Premium Räume, wie die Premium Starfleet Academy  (PSA) oder die Premium Crew Quartiere (PCQ). In erster erhält der ausgebildete Charakter zusätzliche Punkte in der betreffenden Fähigkeit. Somit ist die Ausbildung in der PSA Zeit-effektiver als in der normalen. Für Crew-Räume muss die Trexels ständig weiter erschlossen werden (zugegebenermaßen nicht die logischste Erklärung im Spiel), dies ist im Falle der PCQ nicht möglich. Selbst besitze ich aktuell 25 Crew-Quartiere, wovon mindestens 8 PCQ sind.

Weiterhin kann mit der Ausgabe von Dilithium die Enterpise-D Karosserie gekauft werden. Das Schiff soll zwar kleiner sein, bringt aber einen kräftigeren Traktorstrahl mit. Jener klont die eingesaugten Ressourcen und verdoppelt somit das Income für den Spieler. Hiervon sind erfreulicherweise nicht nur Research, Command und Power betroffen sondern auch die Dilithium Kristalle, sodass man direkt 2 statt einem mitnimmt.


Die Missionen
Wie anfangs schon erwähnt: spätestens nach der 5ten oder 10ten Mission schaltet man die Dialoge in den Missionen weiter. Es gibt dennoch unterschiedliche Typen von Missionen: Da wäre zum einen eine Mission an Bord der Trexels, in der die Crew-Mitglieder in verschiedenen Funktionsräumen der Trexels Anaylsen anfertigen oder ähnliches. Des Weiteren gibt es Missionen um Verhandlungen oder Wissenschaft, in denen Problemfälle gelöst werden – seien es Streits oder ein medizinisches oder technisches Problem. Aber auch die Waffensysteme werden nicht geschont: ertönt der rote Alarm müssen die Crew-Mitglieder Zielwasser trinken und beispielsweise einen Bird of Prey zerstören. Im späteren Verlauf erhöht sich natürlich die Anzahl an Gegnern, die selbstverständlich auch nicht untätig zu sehen, während man auf sie schießt.

Das Spiel gibt dem Nutzer meist 45 Sekunden Zeit, eine Mission zu schaffen. Hier wird deutlich, stark das Spiel auf kurze Spiel-Sessions ausgelegt wird: in der Regel braucht man für einen Besuch im Trexels-Universum nur etwa 10 Minuten, im „schlimmsten Fall“ 15. Selbstverständlich kann man länger Spielen – nötig ist es aber nicht. In den 45 Sekunden steigt natürlich auch die Gefahr für die Crew-Mitglieder bzw. die Gegner schalten die eigenen Figuren aus und gewinnen die Schlacht.

Reichen die ausgebildeten Skills der Crew  oder deren Taktik-Fähigkeiten nicht aus, schlägt eine Mission fehl. In diesem Fall ist meist ein Raum beschädigt und bis zu vier Crew-Mitglieder, die normalerweise Ressourcen erschließen, verletzt. Beides kann man mit ein paar Command & Co in bis zu einer halben Stunde reparieren bzw. heilen.

Neben den kleinen Missionen auf Planeten und der Brücke der Enterprise gibt es noch schmale Episoden auf Planeten. Diese werden in 5-8 Chapters am Stück abgehandelt und unterteilen sich meist in 1-2 Kämpfe sowie 2-3 Erforschungen oder medizinische Notfälle. Das Spiel hat, ähnlich wie Minion Rush, einige Ziele, für die es Belohnungen (XP) gibt. Einige davon beinhalten auch das Kaufen von kostenpflichtigen Räumen. Als Belohnung erhält man immer einen Dilithium Kristall mehr, als der Spieler ausgibt.


Der Sound
Während die Titelmelodie und anfängliche Moderation durch George Takei wirklich Spaß machen, wird vor allem das Türgeräusch, während sich die Crew auf den Weg zur Arbeit macht, nervig. Jenes habe ich relativ schnell wieder ausgeschaltet. Die weiteren Aktionen werden von typischen LCARS Menü-System Sounds unterlegt, durch die sich jeder Trekkie gerne schaltet. Auch Phaser Geräusche schaffen eine angenehme Atmosphäre, in die ich gerne eintauche.


Die Bugs
Trexels ist bereits vor der Android Version auf iOS erschienen. Hier haben sich allerdings ein paar Fehler eingeschlichen, die den Spielverlauf etwas stören. Der ärgerlichste Bug ist sicherlich die fehlende Display-Anpassung: Auf dem Mi3 mit Full-HD hängen manches Mal Texte über den Bildschirmrand hinaus und sind somit lesbar. Das ist sehr ärgerlich, schließlich hängt das Interesse an der Handlung sowieso schon am seidenen Faden.

Manchmal kann der Spieler die Texte nicht lesen

Manchmal kann der Spieler die Texte nicht lesen

Weitere Grafikbugs entstehen, wenn man beispielsweise im falschen Moment bereits auf den Screeen tippt, und die Mission noch nicht vollkommen arrangiert ist – hier kann es schon mal passieren, dass Crew-Mitglieder auf schwarzem Hintergrund stehen.

Weiterhin ist ärgerlich, dass Trexels nicht immer den Fortschritt abspeichert, wenn man mobil – aber mit vorhandener Internet-Verbindung – Missionen in Auftrag gibt bzw. Academy Ausbildungen beginnen lässt.

Fast am ärgerlichsten ist allerdings, dass Einkäufe, wie beispielsweise das Kirk und Spock Charakter-Set, auch unter den Missionen gelistet werden können – selbst wenn man beide bereits via Dilithium gekauft hat. Hier sollte man seitens Programmierer eine weniger störende Lösung finden.

Für einen weiteren Fehler habe ich keine Bedingung finden können: manchmal lassen sich keine Missionen auswählen oder Planeten erkunden. Ich kann so viel drücken, wie ich will – nichts passiert. Ein Neustart des Spieles behebt den Bug allerdings.


Das Fazit
Trexels ist ein wunderschönes Spiel für zwischendurch: anders als das Hochglanz Commander erinnert das Star Trek Spiel eher an „Tiny Deathstar“, welches zwischenzeitig leider eingestellt wurde. Das Spiel ist sehr einfach zu bedienen und erlaubt auch Neueinsteigern ins Star Trek Universum eine schnelle Orientierung. Für alle alt eingesessenen Star Trek Fans sind natürlich die Special Guests, wie Christine Chapel oder Zefram Cochrane, ein besonders Sahnehäubchen auf dem sowie sehr hübschen Spiel.

Wenn man es jetzt noch schafft, auch einen gewissen Focus (für den Spieler) auf die Story zu lenken (Kenntnisse durch das Spiel im weiteren Verlauf relevant machen) wäre das Spiel glatt noch ein Stück spannender. Trexels vermischt von Anfang an verschiedene Zeitstörme, was für den Spieler mit der Zeit-Anomalie gut erklärt wird. Und seien wir ehrlich: Picard an Kirks Seite kämpfen lassen – das haben die Fans schon in Generations geliebt. Inzwischen bin ich fast am Rande des Trexels Universium – und ich bin gespannt, wohin die Reise geht. Wer jetzt auch das Kommando über die Trexels übernehmen möchte, navigiert sich hier in Richtung der iOS-Version oder nimmt Kurs in Richtung Android-Ausgabe.

Positives

Wunderschöne 8-Bit Grafik
Einfaches Gameplay
Wochenlanger Spielspaß
Endlich wieder ein Star Trek Spiel

Negatives

Zu wenig Focus für den Spieler auf die Story
Austauschbare, beliebige Missionen
Teure In-App Käufe

Bewertung
Unsere Bewertung
Performance
9.0
Design
10
Ton
8.4
Spielspaß
9.3
Speicher
9.5
Grafik
10
Schwierigkeit
9.5
Unterhaltung
10
Effekte
10
Story
7.0
Atmosphäre
10
Spannung
7.5
Preis
7.0
Preis-Leistungsverhältnis
8.5
Fazit

Star Trek Trexels hat die Nerdbench direkt in den Bann gezogen: mit fortlaufenden Updates kann "Trexels" ein ähnlich gutes Spiel werden, wie es Simpsons Tapped Out ist. Dazu fehlt nur in Sachen Story noch einiges. Auch nach mehreren Wochen im Trexels Universium spiele ich noch gerne Sektor um Sektor frei. Daumen hoch!

8.9
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com