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Curved.de versus MobileGeeks.de: Einer musste ja verlieren
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Curved.de versus MobileGeeks.de: Einer musste ja verlieren

von Timm Mohn20. März 2015
Heute war es soweit: Sascha Pallenberg traf auf den Moderator Karsten Lohmeyer sowie Matthias Schrader. Sascha ist der Kopf von MobileGeeks. Gutjahr war leider verhindert, stattdessen moderierte Karsten Lohmeyer die Diskussion. Herr Schrader ist Vorstandsvorsitzender bei SinnerSchrader. Zusammengesetzt hatte man sich, um über Quality Content zu sprechen. Wir waren vor Ort.


Die Problematik

Menschen brauchen Geld zum arbeiten. Das heißt folglich, sie müssen arbeiten gehen, um Familien und ggf. Angestellte zu Ernähren. Bloggen ist ein brotlose Kunst – außer man hat einen Sponsor. Jede Redaktion freut sich über Geld. Curved muss sich darüber wenig Gedanken machen: Das Magazin ist eine Initiative von E-Plus, somit werden die Redakteure vom Provider bezahlt.


Die Lösung
… für das Problem Geld heißt wie bereits angedeutet „Sponsor“. Blogs, die nicht das Glück haben, große Unternehmen im Rücken stehen zu haben, müssen mühevoll Gelder zusammensammeln.  Oder sie schalten Werbung. Oder beides.


Der Shop

Pallenberg sieht „Curved“ als Shop, nicht als Blog. Mit den Beiträgen werden Geräte verkauft. Sascha fehlt die Transparenz an dieser Stelle.  Auf MobileGeeks steht beispielsweise der Asus Banner (aktuell nicht) ganz oben, wenn Asus Geld in MobileGeeks steckt, während der Sponsor-Hinweis zwar an zwei Stellen zu finden aber nicht direkt ersichtlich ist. Herr Schrader sieht das alte Publisher Modell als tot an. Die Kosten pro Kundengewinn steigen für die Advertiser. Die Antwort darauf ist: eine eigene Reichweite aufbauen. Als Cooperate Blog ist das aber nicht zu schaffen, sondern mit einer eigenen Medienpräsenz.

Schrader verteidigt, dass Träger keine Handys verkaufen. Schader merkt an, dass das größte Traffic-Aufkommen im vergangenen Jahr zum Thema Apple war – mit denen E-Plus keinen Vertrag hat. Pallenberg geht Herrn Schrader an dieser Stelle hart an mit dem Gedanken, dass man sich mit solchen Plus-Punkten bei Verhandlungen mit Apple gut stellen würde.

Schrader gibt zu, dass wenn eine Marke direkt drauf steht, der Wert des Beitrags damit sinkt. Dem geschulten Auge fällt in diesem Moment das dicke Lächeln Pallenbergs auf. In unseren Augen hat Schrader hier einen richtig dicken Silber Teller präsentiert.


Die Qualität 

Sascha bemängelt die Qualität der Beiträge. Er geht sogar so weit, dass er seinen Mitarbeiter direkt entlassen würden, hätte er solche Beiträge gemacht. Schrader hält entgegen, dass in der Masse der Artikel auch mal ein eher mittelmäßiger Beitrag dabei sein dürfte.

Sascha sieht Curved nicht als Bedrohung – viel mehr als Honey Pott. Das Publikum muss schmunzeln, während Pallenberg meint, das Magazin würde die ganzen Facebook-Experten, die sich in den Kommentaren von MobileGeeks nun nicht mehr tummeln, übernehmen. Damit sei er ziemlich zu frieden.

Wichtig für die Qualität eines Blogs, sei laut Pallenberg auch eine kritische Auseinandersetzung mit den Sponsoren. Sei ein Produkt nicht gut, muss das erwähnt werden. Er prangert das Fehlen von Kritik gegenüber E-Plus an, wie es beispielsweise im Sommer der Fall ist.


Das Fazit
Sätze, die man nie auf einer Bühne sagen sollte, während man sein journalistisches Produkt verteidigen möchte: „Wir haben nicht das Ziel, ein journalistisches Produkt zu machen“. Genau an diesem Punkt wird hier die Verteidigung, die die Nerdbench in privaten Gesprächen die letzte Woche über geführt hat, verbrannt.

Obwohl wir eigentlich #TeamCurved waren, hat sich das Magazin am heutigen Freitag nicht optimal präsentiert. Dabei hilft nicht, dass nur eine geringe Anzahl an Anzeigen auf Curved zu E-Plus linken und man auch sich nicht zur Conversation äußern möchte.

On Stage bei Rock the Blog

An einem gewissen Punkt, spätestens wenn zum Thema qualitativer Content „Chip.de“ genannt wird, möchten wir eigentlich den #TeamCurved Hashtag rückgängig machen.

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com