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Xiaomi MiBand: Entsperren via Bluetooth deaktivieren [Anleitung] / Zwischenfazit

Xiaomi MiBand: Entsperren via Bluetooth deaktivieren [Anleitung] / Zwischenfazit

von Timm Mohn16. November 2014

Seit einigen Tagen trage ich nun das MiBand von Xiaomi. Der sehr günstige Fitness-Tracker vermisst zwar etliche Funktionen, die ich von Jawbone UP24, Fitbit One und Flex kenne, kann aber durch eigene Features, wie das Entsperren via Bluetooth überzeugen. Einmal eingerichtet lässt sich die Einstellung natürlich auch wieder deaktiveren – ärgerlicherweise allerdings nicht an der Stelle, an der die App diese Option ausweißt.

 Nerdbench bedankt sich bei TradingShenzhen für die Bereitstellung des Xiaomi MiBand

Öffnet man in der MiBand App Settings, Screen Unlock und informiert sich, wo man die Funktion wieder deaktivieren kann, wird von Settings und dann Security (in MIUI) gesprochen – dass ist allerdings falsch. Als ich das Feature erstmals wieder ausschalten wollte, suchte ich unter dem ausgewiesenen Pfad vergebens nach den MiBand Einstellungen. Fündig wird der Nutzer allerdings unter Settings / Lock screen.

Dort findet man die Einstellungen nicht: die Info ist falsch
Stattdessen muss in den Settings Lock screen ausgewählt werden

Dort gibt es die MiBand Option („Unlock with Bluetooth device“)

Mit einem Touch auf Unlock device wird die Funktion…

… deaktiviert.

Tatsächlich vermisse ich die Funktion, seitdem sie deaktiviert wurde. Allerdings gibt es ein paar konzeptionelle Schwächen: ich trage das MiBand links und somit wird das Gerät auch manchmal in der Tasche entsperrt, da man Fitness-Armband und Xiaomi Mi3 nicht aneinander halten muss, um jenes zu entsperren. Das führt entweder zu Pocket-Dials oder in meinem Fall Pocket-Tweets. Ob ich die Funktion wieder anschalte wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

Zum MiBand selbst: mein erster Eindruck ist bisher sehr positiv. Allerdings fühlt das MiBand sich noch stark wie eine Beta an. Das wäre nicht schlimm, aber das Gerät wurde bereits vor drei (!) Monaten vorgestellt. Viele Sportarten fehlen noch (der Nutzer kann über jene abstimmen) und eine Integration von beispielsweise MyFitnessPal sucht man vergebens. Auch Schrittlängen oder ähnliches kann der Nutzer nicht bestimmen. Dafür ist die App nicht Windows 95-Style gestaltet wie im Falle der Fitbit App und die Entwickler an der Sache dran. Wer sich das MiBand kauft muss sich vor Augen halten, dass man dem Produkt gerade beim wachsen zuschaut und kein ausgereiftes, vollkommen durchdachtes Fitness-Gadget erhält. Während die Kollegen von TradingShenzhen auch vom Schlafmodus überzeugt sind, fehlt mir hier die Option jenen manuell zu starten. Dafür kostet das MiBand (aktuell) nur schlappe 20 Euro und ist somit ein echtes Schnäppchen. Auf der Pro-Seite hat der Fitness-Tracker neben dem Preis auch die Akku-Laufzeit (sonst nur von der Misfit Shine erreicht, die Withings Pulse liegt kurz darunter), das Design (Gadget sowie App!) und die akkurate Schrittzählung. Trotzdem wünsche ich mir die Integration von MyFitnessPal. Und zwar dringend.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com