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Kazam Life R5 im Test: Für raue Umgebungen gemacht
Review

Kazam Life R5 im Test: Für raue Umgebungen gemacht

von 17. November 2014
Wir bei der Nerdbench testen oft Geräte, die besser nicht fallen gelassen werden. Mein eigenes Smartphone, ein Xiaomi Mi3, hat zwar bis heute etliche Stürze überlebt, sieht aber inzwischen schon ziemlich abgenutzt aus. Das R5 von Kazam ist dafür gemacht, hinfallen zu können – oder auch mal oberflächlich nass gemacht zu werden. Unser Test zeigt die Stärken des Gerätes.

Nerdbench bedankt sich Kazam für die Leihstellung des Life R5
Der Lieferumfang
In der kompakten OVP befindet sich neben einem MicroUSB Kabel noch der passende AC Adapter. Dazu gibt Kazam noch ein Set (recht billiger) Kopfhörer mit Headset Funktion sowie Button zur Annahme eines Gespräches. Darüber hinaus befindet sich im Lieferumfang noch ein Anhänger mit Kompass und Karabiner Harken.
Kazam Life R5 Lieferumfang
Die Technik
Auf der Front befindet sich zum einen die Tastatur und das 2 Zoll Display. Dies löst mit 320×240 Pixen auf. Auf eine Front-Kamera für Selfies muss der Käufer verzichten, dafür löst die Kamera auf der Rückseite mit zwei Megapixeln auf. Daneben sitzt eine Foto-LED, die nicht als Taschenlampe genutzt werden kann. Viel Platz für hochauflösende Fotos ist sowieso nicht: Der Nutzer muss sich mit 4,1 Megabyte internem Speicher zufriedengeben. Der Speicher kann per MicroSD Karte um bis zu 8 GB erweitert werden. Das R5 ist in schwarz/grau mit gelben Homebutton erhältlich. Es unterstützt die GSM-Frequenzen 850, 900, 1800, und 1900 MHz. Für den Betrieb wird eine MicroSIM-Karte benötigt.
Der USB Port ist abgedichtet

 

Die Gummierungen geben dem R5 einen guten Grip

 

Die Rückseite
Die Front des R5

 

Auch der Kopfhörer-Eingang ist abgedichtet
Damit dem R5 nicht so schnell der Saft ausgeht verbaut Kazam einen 2.500 mAh Akku. Die Gesprächszeit gibt der Hersteller mit 18 Stunden an, im Standby soll das Gerät sogar 720 Stunden halten. Geladen wir das R5 per MicroUSB. Alle Ausgänge sind mit einer Gummiklappe abgedichtet. Musik kann der User über den Klinkenanschluss hören oder sich via Bluetooth mit dem Gerät verbinden. Das Gerät ist nach IP67 staubgeschützt, Stoß- und Wasserfest.
Eine Normal-Sized SIM Karte findet im R5 ihren Platz

 

Die Schrauben können mit dem mitgelieferten Tool geöffnet werden
 
Der Ton
Auf der Rückseite des R5 befindet sich ein Monospeaker, der erfreulicherweise sehr laut wird. Für langfristige Musik-Wiedergaben ist dieser nicht konzipiert, aber weißt unmissverständlich auf den Wecker oder eine eingehende SMS hin. Auch in lauten Umgebungen verpassen wir keine Anrufe.

 

Das Display
Während unsere Displays früher alle zwei (oder weniger) Zoll groß waren, ist im Jahre 2014 etwas Umgewöhnung notwendig. Dank der geringen Größe fällt die ebenso kleine Auflösung wenig auf. Während der Testzeit haben wir uns auch erfreulich schnell an die Bedienung ohne Touchscreen gewöhnt. Anrufe, SMS und das Menü werden gut dargestellt. Auch das vorinstallierte Puzzle lässt sich gut spielen, ist allerdings weder grafisch anspruchsvoll noch besonders schwer. Auch gerade geschossene Fotos können ansehnlich betrachtet werden.
 
Das Puzzel passt aufs Display…

… und Fotos sehen hier sogar richtig gut aus
 
Der Speicher…
… ist natürlich viel zu klein. Mit den 4 MB lässt sich kaum keine MP3 Datei abspeichern, auch nach einigen Schnappschüssen ist bereits Schluss. Wir haben deswegen das R5 dauerhaft mit einer SD Karte betrieben. Wer sich das Gerät kauft, sollte unbedingt eine solche mit ordern.


Das Betriebssystem
Auf dem Kazam Life R5 läuft ein platzsparendes Betriebssystem mit genau einem Spiel (die Überschrift „Spiele“ ist hier etwas übertrieben) und den notwendigsten Organizer-Programmen wie etwa einem Taschenrechner. Dazu kann der Nutzer auch mit einem Browser im Internet surfen und die Profile (Lautlos oder ähnliches) einstellen. Selbstverständlich kann man das R5 auch als Wecker einsetzen, Notizen abspeichern, Aufgaben notieren und den Kalender mit Terminen füllen. Selbst ein Währungsumrechner ist mit an Bord. Trotz des Mini-Displays kommt das Gerät mit einem eBook Reader daher und lässt euch bei Rennen mit einer Stopp-Uhr die Zeit nehmen.  Die Performance ist sehr gut, es gibt kaum bis keine Wartezeiten. Auch wenn für den deutschen Markt bestimmt, beginnt das System nach einem Reset in Englisch.

Das Betriebssystem kommt mit den nötigsten Funktionen
 
Die Kamera
Zwei Megapixel sind in der heutigen Zeit natürlich nicht mehr marktgerecht, sollten aber für kurze Schnappschüsse reichen. Auf beispielsweise einer Baustellen müssen die Arbeiter oft schnell ein Bild machen, um Arbeitsfortschritte oder ähnliches dem Arbeitgeber gegenüber zu demonstrieren. Auch bei Schäden, die durch die Bauarbeiten erfolgen, ist ein schnelles Fotos sehr nützlich – gleichzeitig hat ein Galaxy S5 oder iPhone 6 Plus in einer solch rohen Arbeitssituation nichts zu suchen. Nach 22 Bildern ist auf dem internen Speicherplatz Schluss, eine SD Karte somit dringend notwendig. Nachfolgend haben wir einige Bilder zusammen gestellt, die mit dem R5 geschossen wurden.

 

 

 

 

Zu schnell weggezogen: Während auf dem Display „Speichert“ steht, sollte man das Kazam Life R5 nicht bewegen

 

 

 

 
Die Akkulaufzeit
Besonders im Vergleich zu unseren Smartphones hält das R5 ordentlich lange durch: bei gelegentlicher Nutzung kommen wir auf 2 Wochen Standby. Selbst wenn wir wegen spontanen Planungen an einem Tag viel telefonieren müssen ist der 2.650 mAh Akku am Abend noch nicht platt. Auf der anderen Seite bietet das Kazam Life R5 natürlich wenig Raum, um dem großzügigen Akku wirklich auszureizen.
Oft muss das Kazam Life R5 nicht geladen werden


Das Fazit 

Das Kazam Life R5 hält einiges aus – und genau dafür ist es gemacht. Es handelt sich beim R5 weder um ein ausgereiftes Multimedia-Handy, noch um ein Gerät, dass Instant Messaging-Freunden gerecht wird. Bedenkt man das vor dem Kauf, kann man mit Feature-Phone nichts falsch machen. Auf Amazon ist es für knapp 75 Euro verfügbar.

 

Für raue Umgebungen gemacht: das Kazam R5
Positives

Stabil gebaut
Schickes Design
Kazam's Design-Konzept zieht sich auch durch Feature-Phones

Negatives

Die Kamera könnt eine dickes Upgrade vetragen

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
6.0
Akkulaufzeit
9.0
Bildschirm
7.0
Performance
9.0
Konnektivität
7.0
Design
8.5
Kamera
3.0
Bildqualität (Tag)
4.0
Bildqualität (Nacht)
2.0
Zubehör
9.0
Preis
9.0
Preis-Leistungsverhältnis
8.0
Fazit

Wer einfach raus möchte und das Leben seines Smartphones nicht aufs Spiel setzen möchte, ist hier richtig beraten.

7.5
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com