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Apple iPhone 6 im Test: Schlanke Schönheit mit ordentlich Power
Review

Apple iPhone 6 im Test: Schlanke Schönheit mit ordentlich Power

von 3. Oktober 2014
 Wie jedes Jahr stellte Apple in diesem Monat sein neues Flaggschiff vor – 2014 ging man sogar direkt mit zwei Varianten an den Start. Die Nerdbench hatte nun die Möglichkeit, das iPhone 6 zu testen. Mit einem 4,7 Zoll großen Bildschirm, einem Gigabyte Ram sowie DualCore Prozessor aus dem Hause Apple möchte man die Fans begeistern. Ob das bei der Nerdbench geklappt hat, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei ergo sum für die Leihstellung des iPhone 6

Der Lieferumfang
In der kompakten OVP begrüßt die Nerdbench zunächst das iPhone selbst. Dazu gibt es noch ein Set EarPods (nicht auf dem Foto zu sehen). Um das Smartphone aufzuladen legt Apple ein entsprechendes Lightning Kabel sowie ein USB Netzteil bei. Wie bereits berichtet, kann man das iPhone 6 mit einem 2A Netzteil aufladen. Das mitgelieferte Netzteil ist allerdings nicht so leistungsstark. Die Nerdbench empfiehlt deswegen, einen 2A Adapter von Apple direkt mit zu ordern. Sollte man bereits über ein iPad verfügen, ist dies nicht notwendig.
Der Lieferumfang des iPhones 6


Die Technik
Die Front des iPhone 6 wird durch den großen 4,7 Zoll (11,94 cm) IPS Screen eingenommen, darunter befindet sich der Home-Button samt Touch-ID. Das Display löst mit krummen 1334×750 Pixeln auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von 326 ppi. Erfreulich: das iPhone 6 sollte auch im Sommer noch ablesbar sein: mit 477,1 cd/m² ist der Bildschirm sehr hell. App-Sammler werden den größeren Platz lieben: auf dem Homescreen ist nun Platz für 24 Anwendungen. Während viele Smartphones mit einem 16:10 Bildschirm daher kommen und somit schwarze Balken einblenden, beweist sich das abermals verwendete 16:9 Format als eindeutiger Vorteil, da jene entfallen. Über dem Bildschirm sitzt eine 1,2 Megapixel Kamera, die allerdings sehr lichtstark ist (Blende: f/2,2). Der Powerbutton ist im Vergleich zu den Vorgängern nach rechts gewandert – unserer Erfahrung nach wird jener aber kaum mehr genutzt, sobald man seinen Fingerabdruck eingescannt hat: Nerdbench entsperrt das Gerät nur noch über den Homebutton. Unter jenem sitzt der Sim-Karten Schacht. Links befinden sich die getrennten Volumen-Buttons sowie der Stummschalter. Nach zwei Jahren iPhone-Abstinenz ist bereits nach einem Tag klar, wie sehr man dieses Feature vermisst hat.

 

Die Front des Apple iPhone 6
Der Power Button sitzt nun rechts
Der Lautsprecher ist klein aber (sehr!) fein

 

Die Rückseite wartet mit einer Überraschung auf: die Kameralinse steht – ganz im Gegensatz zu den Promobildern – etwas hervor. Die Cam löst mit 8 Megapixeln auf und kann nun auch Full HD Filme mit 60 fps aufnehmen.  Wenn man sich das iPhone 6 genau betrachtet merkt der Nutzer schnell, dass im Gegensatz zum Vorgänger die Ecken nun abgerundet sind. An der Unterseite wird das iPhone 6 per Lightning Anschluss geladen. Kopfhörer können am 3,5 mm Headphone Jack angeschlossen werden.

 

Der Stummschalter ist sehr nützlich
Die Oberseite des iPhone 6 ist leer

Mit nur 129 Gramm ist das iPhone 6 ein echter Handschmeichler, dazu ist es auch nur 6,9 mm hoch. Damit dem neuen iPhone nicht so schnell der Saft ausgeht verbaut Apple laut iFixit einen 1.810 mAh Akku (6,91 Wattstunden). Dieser sollte auch deswegen den Nutzer über den Tag bringen, weil im Smartphone kein leistungshungriger QuadCore Prozessor verbaut wurde, sondern ein – dennoch sehr leistungsstarker – Apple A8. Dabei handelt es sich wie gewohnt um einen 64 Bit DualCore Prozessor mit schlanken 1,38 GHz. Auch beim Ram lässt sich Apple nicht beirren: 1 GB Arbeitsspeicher ist an Bord.

Die Rückseite mit Apple Logo
Die Kameralinse steht hervor

Fans von LED-Benachrichtigungen kommen nicht auf ihre Kosten: wie bereits den Vorgängern fehlt dem iPhone 6 diese Funktion. Zum Glück: zumindest die Hälfte der Redaktion schaltet diese im ersten Installationsprozess aus. Auch sind im iPhone 6 Bluetooth 4.0, NFC, WLAN (ac) sowie GPS verbaut. Auf das im letzten Jahr dank HTC One mit einem Comeback wiederbelebte Infrarot müssen die Nutzer allerdings verzichten. Letzteres stört uns nicht – dass NFC aber nur für Apple Pay nutzbar ist, ganz gewaltig. Für die Verarbeitung von Daten, wie dem Fingerabdruckscanner aus TouchID, dem Baromenter (für die Schritte) sowie dem Beschleunigungssensor steht dem iPhone 6 ein Hilfsprozessor zur Verfügung. Beim iPhone 6 handelt es sich um ein Singe Sim Smartphone mit LTE Cat4, dass somit bis zu 300 Mbit/s Übertragungsgeschwindigkeit erreicht.


Das Display
… ist eine Wucht. Auch wenn kein Full-HD Screen im
Apple iPhone 6 verwendet wird, kann der Bildschirm auf voller Linie überzeugen, denn die Blickwinkel sind hervorragend. Egal von welcher Seite wir auf das iPhone blicken: Content lässt sich perfekt darstellen. Die Helligkeit sucht seines gleichen: bereits beim ersten Trip durch die Stadt fällt der Screen positiv auf. Ein Vergleich bestätigt unsere erste Annahme: wir haben alle derzeit in der Redaktion befindlichen Smartphones nebeneinander gelegt und die Displays voll aufgedreht: auf dem iPhone 6 war der Screen im Vergleich zum Rest sehr gut ablesbar.

 

Content – wie etwa Frozen – konsumieren macht auf dem Apple iPhone 6 sehr viel Spaß

 

Und auch im täglichen Gebrauch ist das iPhone 6 Display ein wahrer Augenschmaus: egal ob wir mit den Minions über den Strand laufen oder in Star Wars Commander unsere Truppen zu den feindlichen Rebellen schicken: die Umgebung brilliert in Farben und mit Details. Die liebevoll aufgearbeiteten Hintergründe von Monkey Island Remastered können auf dem iPhone 6 genauso überzeugen wie die schnell an einem vorbei rauschende Kulisse von Asphalt 8.

 

Auch im Freien ist das Display gut ablesbar

 

Mit 4,7 Zoll gestaltet sich die einhändige Bedienung des Gerätes etwas schwerer, als es noch bei den Vorgängern der Fall war. Apple sich hierfür aber etwas Schlaues ausgedacht: wird der Homebutton zwei Mal angetippt, schiebt sich der Bildschirm nach unten, sodass der Nutzer das iPhone 6 wieder mit einer Hand bedienen kann.

 

Beispiel: Der Such-Button ist nicht (gut) erreichbar

 

Mit einem Doppel-Tab auf den Homebutton wird der Bildschirm nach unten geschoben

Der Sound
100 % unserer Testberichte beginnen direkt mit einer Rechtfertigung: Smartphone Lautsprecher sind sowie immer schlecht, außer beim HTC One. Das ist heute nicht der Fall: der – wenn auch Mono – Lautsprecher des iPhone 6 kann auf ganzer Linie überzeugen: bereits während den ersten Runden Minion Rush zeigt sich der jeweilige Spieler überrascht durch das Klangbild, welches deutlich ausdefinierter wirkt, als wir es vom OnePlus One, Xioami Mi4, Samsung Galaxy S4 oder auch der Vorgänger des aktuellen Apple Flagschiffs gewöhnt sind.

 

Die Jawbone Big Jambox wird beim iPhone 6 nur noch für Partys benötigt

Während Gesprächen versteht uns das Gegenüber gut und auch wir haben kein Problem, die Person auf der anderen Seite der Leitung zu verstehen.

Die Kamera
Im Livestream waren die Kommentartoren erstaunt wenn nicht sogar enttäuscht, dass Apple tatsächlich immer noch auf eine 8 Megapixel Kamera setzt. Wie sich im Test schnell herausstellt: zu Unrecht. Die Kamera des iPhone 6 ist ohne Zweifel die beste Kamera, die wir je in einem Smartphone gesehen haben. Egal ob wir bei guten oder aber schlechten Lichtverhältnissen Bilder machen: die Fotos gelingen sehr gut. Besonders nett: im Gegensatz zu Android Geräten, bei denen wir oft lieber mal zwei bis drei Bilder machen, sitzt das Bild direkt – eine zweite Aufnahme ist unnötig. Durch die „Focus Pixel“ genannte Technik (Phasenvergleich, a.d.R.) sind die Bilder sehr schnell fokussiert und der Nutzer kann schnell Bilder auslösen. Auch der HDR Modus überzeugt: so schnell wie das iPhone 6 solche Fotos aufnimmt, kommt auch kein Xiaomi Mi4 hinterher.

 

Instagram ist mit dem iPhone 6 kein Problem…
… Aufnahmen bei Nacht genauso wenig

Die Frontkamera erledigt das tägliche Instagram oder Twitter Selfie mit Leichtigkeit. Einziger Kritikpunkt der Kamera: das Objektiv steht etwas aus dem Smartphone hervor. Zwar sollte sich wegen dem Saphirglas so schnell kein Kratzer auf die Linse verirren, trotzdem hinterlässt dieses Arrangement einen etwas faden Beigeschmack. Alle Bilder der iPhone 6 Kamera haben wir zu Gunsten der Übersicht in diesen Beitrag ausgelagert.

Unser Android macht ein Selfie mit dem iPhone 6

Die Performance

Die iPhone Hardware mag zwar auf den ersten Blick etwas dünn wirken, dafür ist das System genau auf die Komponenten abgestimmt: der Prozessor trägt das System tadellos. Wenn man oft genug in Android Testberichten die 1 GB Ram als zu wenig anprangert, ist es schon recht ungewohnt bei einem iPhone mit eben nur einem GB zusagen: den Verzicht auf mehr Ram bemerkt der Nutzer nicht.

Fabelhafte 3D Welten in Lili: für das iPhone 6 kein Problem

Das iPhone läuft auch dann noch flüssig, wenn wir etliche Apps bereits geöffnet und wieder geschlossen aber nicht aus dem Taskmanager gekickt haben. Im gesamten Test ist uns keine Situation oder Spiel begegnet, bei dem wir uns mehr Arbeitsspeicher gewünscht hätten. Unser Springfield in Simpsons Tapped Out ist beispielsweise völlig überbevölkert, trotzdem geraten Homer und Co nicht ins Stocken. Auch Video-Content, egal ob gestreamt oder lokal läuft ohne Probleme auf dem iPhone. iOS präsentiert sich sehr flüssig, keine der Animationen ruckelt. In Antutu Benchmark kommt das iPhone 6 auf sagenhafte 54.512 Punktemit einem DualCore Prozessor samt 1,4 GHz! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 

Alle von Antutu Benchmark ausgelesenen Daten

Der Speicher
Auch der interne Speicher des iPhone 6 lässt sich nicht erweitern: Nutzer müssen also vor dem Kauf abwägen, ob sie mit 16 GB zu recht kommen, oder direkt 64 bzw. 128 GB benötigen. Ohne Apps zu installieren, sind im Auslieferungszustand des iPhones noch 11,8 GB frei. Wir haben zwischenzeitig 32 Apps installiert – darunter Skype, Twitter, Springfield, Ace Attorney, Hitman Go sowie Monky Island – und damit 9,3 GB Speicherplatz belegt. Trotz einiger Speicherfresse, wie etwa Lili, sind noch 2,9 GB frei. Platz sparen kann der Nutzer, in dem er beispielsweise die Kamera keine normalen Aufnahmen bei HDR Bildern speichern lässt.

 

Der Speicher wird sich durch Apps schneller füllen, als man denkt

Wer neben Apps allerdings noch seine Musik-Sammlung auf dem iPhone speichern möchte, sollte direkt zum 64 GB Modell greifen. Auch zu bedenken ist, dass mit späteren iOS Varianten der Speicherbedarf größer werden dürfte. Das aktuelle Update verbrauchte zwischenzeitig 6 GB Speicher auf dem Gerät, sodass einige Nutzer sich von Content trennen mussten. CNET machte daraus sogar direkt eine Aktion und lies die Zuschauerschaft an den AppleByte Moderator Brian Tong Tweets schicken, was sie für iOS 8 geopfert haben. Damit der iPhone 6 Nutzer in einem Jahr nicht auch das Video seiner Tocher, die gerade total süß „I am Groot!“ sagt, löschen muss raten wir zum 64 GB iPhone 6.


Das Betriebssystem
Mit dem iPhone 6 ging auch Apples neues Betriebssystem an den Start: iOS 8. Gab es bei der letzten Inkanation noch viel Geschrei, dass System sei zu bunt, zu verspielt haben sich diese Stimmen deutlich reduziert – auch wir haben uns an iOS 8 gewöhnt. Um die einhändige Bedienung zu ermöglichen, wird das Control Center, mit Buttons für WiFi oder Bluetooth aus dem Boden des Displays gezogen.
Die vorinstallierten Apps auf iOS 8

 

Auch Siri ist wieder mit an Bord

 

Damit Entwickler bessere Apps für iOS programmieren können, haben sie mit dem neuen Betriebssystem Zugriff auf die Nachrichtenzentale sowie den Fingerabdruckscanner Touch-ID. Erstmals können auch alternative Tastaturen auf iOS genutzt werden.
Per Wisch nach oben können wir schnell Einstellungen vornehmen

 

Nett ist die Spotlight Suche: wischt der Nutzer auf halber Höhe auf dem Display nach unten, wird die Suchfunktion geöffnet. Diese sucht automatisch auch im Internet nach Ergebnissen. Besonders nett: Apple bietet neuerdings eine Familienfreigabe an. Bis zu 6 Nutzer können somit den in iTunes oder App Store erstandenen Content genießen.

 

Ganz Bugfrei laufen die Apps auf iOS 8 aber noch nicht


Die Akkulaufzeit
Aufgrund der kurzen Leihstellung ist uns kein finales Urteil für die Akkulaufzeit möglich. Während dem Review haben wir nicht nur den Prozessor, sondern auch den Akku zum glühen gebracht: etliche Runden Minion Rush, sowie Rennen bei Asphalt 8 bringen den Akku zwar ins Schwitzen, aber saugen jenen nicht zu schnell leer. Im täglichen Gebrauch dürfte das iPhone auf jeden Fall einen Tag beim Nutzer durchhalten – ein paar mAh mehr hätten aber auch nicht geschadet. Während andere Redaktionen, wie etwa die Netzwelt, von einem mickrigen Akku schreiben, sprechen wir Apple allerdings unser Vertrauen aus. Das Nexus 5 kam auch nur mit 300 mAh mehr auf den Markt und ist 0,3 Zoll größer. Unser eFox C6 musste sich ebenso bei 5 Zoll mit 2.000 mAh begnügen und hält auch bis Abends durch. Geht dem iPhone 6 mal der Saft aus, ist es binnen 2 Stunden wieder voll aufgeladen.

An der Powerbank: binnen 2 Stunden ist das iPhone geladen

 


Die Konnektivität
GPS war bei iPhones – sieht man mal vom 3er ab – nie ein Problem-Thema: auf der Teststrecke navigieren wir uns Zielsicher von Mainz nach Kamp-Bornhofen, auch auf dem Fahrrad lässt uns das Gerät nicht im Stich. Runtastic zeichnet unsere zurückgelegte Strecke zuverlässig beim Joggen auf.

 

Nerdbench radelt per GPS Richtung Ziel

 

Bluetooth lässt die Herzen der Redaktion höher schlagen: mit dem Roboter Ball Sphero fahren wir auf dem Nerdbench-Flur rennen. Gleichzeitige Wiedergabe des Sounds über die Jawbone Big Jambox ist auch kein Problem. Unsere Pebble hält konstant die Verbindung zum iPhone und liefert uns zuverlässig die Benachrichtigungen aufs Handgelenk.

 

Sharky läuft (bzw. rollt) über unsere Möbel

 

Einzig WLAN schätzen wir als etwas zu schwach ein: bei der Verbindung zum Router ist beim iPhone 6 deutlich früher Schluss als beim Xiaomi Mi3, welches nur geringfügig größer ist. Mit 4,5 Zoll ist das Kazam Thunder Q4.5 etwas kleiner, hält die Verbindung aber trotzdem deutlich länger, als das iPhone. Die Wifi Direct Verbindung zur Sony QX100 stockt gewaltig, die GoPro Hero 3+ hingegen kommt mit der gewohnten Sekunde Verzögerung.

 

Werden so schnell keine Freunde: Die Sony QX100 und das iPhone 6
Die GoPro kennt diese Probleme nicht

Nerdbench hat sich schnell mit dem Fingerabdruck-Scanner TouchID angefreundet. Der Einrichtungsprozess ist schnell durchlaufen und das iPhone lässt sich (meist) problemlos mit dem Finger entsperren. Schwierig wird es aber, wenn der Finger verdreckt (beispielsweise nach Arbeiten im Garten) oder noch feucht ist: unter solchen Umständen wird das iPhone nicht entsperrt.

Einfach per Fingerabdruck…

 

… das iPhone entsperren mit TouchID
Der Formfaktor
Das iPhone ist zwar gewachsen, dennoch passt es in alle Gadgets rein, die von der Redaktion eingesetzt werden: Auf dem Fahrrad navigiert uns das iPhone 6 im iGrip von Hebert Richter, besonders schöne Fotos oder Videos nehmen wir dem Joby GripTight auf. Auch die Halterung der Sony DSC-X100 ist auf Smartphones in dieser Größenordnung ausgelegt, weswegen wir das SnapOn Objektiv ohne Probleme an unser iPhone schnallen können.

 

Das iPhone 6 passt problemlos in das Joby Stativ

 

Auch die Doruvos Dive VR lädt zu Spaß ein

Gleichzeitig ist das iPhone 6 in unseren Augen nicht mehr für Sport geeignet: knapp 5 Zoll sind einfach zu viel fürs Joggen auf dem Sportplatz, in der Stadt oder aber beim Schwimmen – selbst mit entsprechendem Sportarmband.


Das Zubehör
Auf Grund der Übersicht haben wir die Zubehör-Empfehlungen in diesen Artikel ausgelagert.
Das Apple iPhone 6: Zubehör Hersteller sind bereits fleißig am produzieren

 


Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Kommen wir also zur Frage, ob das iPhone 6 seine 699 Euro wert ist. Die Antwort: bedingt. iPhone Inhaber, die jede Inkanation des Apple Flagschiffs kaufen, werden sich diese Frage gar nicht stellen. Wer im Apple Kosmos groß geworden und bereits eine ordentliche Portion iOS Apps verfügt, ist hier richtig aufgehoben. Nutzer, die vom iPhone 4/4s zum 6er aber auch generell von einem kleineren Display zum 4,7 Zoll großen iPhone 6 umsteigen wollen können auch nichts falsch machen. Smartphone Einsteiger, die noch keine Ausgaben für Apps oder Apple-Gadgets auf dem Kontostand verbuchen können, sollten sich in jedem Fall bei der Android oder Windows Phone Konkurrenz umschauen; das vom iPhone gebotene Leistungspaket gibt es teilweise (allerdings mit Abstrichen unter anderem in Sachen Kamera) deutlich billiger. Der Lifestyle Faktor – vergeblich von der Konkurrenz versucht zu etablieren – wird beispielsweise durch ein Galaxy S5 nicht ersetzt.

700 versus 280 Euro: Einiges, aber nicht alles, kann der China-Kracher Xiaomi Mi3 besser



Das Fazit
Das iPhone 6 macht vieles für den aktuellen Smartphone-Markt richtig: ein größeres Display war längst überfällig, auch Fitness-Features sind (warum auch immer) das nächste große Ding. Die Performance verhält sich, wie die eines aktuellen Flagschiffs – und zwar ganz ohne 3 GB Ram oder Herzfrequenz-Messer als Werbeargument.

Was uns im Test aber ganz bitter aufstößt ist die Beschränkung von NFC: da verbaut man bei Apple endlich mal Near Field Communication und dann lässt sich die Technik nur für Apple Play – Deutschland Start soweit ungewiss –  einsetzen? Apple selbst sagt, dass NFC erst einmal ein Jahr für den Bezahldienst reserviert sein wird – die Freischaltung wurde aber noch nicht 100 % bestätigt. Heute vor einem Jahr wäre NFC uns vielleicht nicht mal eine Randnotiz wert gewesen, inzwischen lässt sich aber an jeder Bushaltestelle mit NFC der Ticket-Kauf anstoßen, unsere Gadgets (wie der Belkin SongStream, die Sony QX100 oder der Supertooth Freedom) verfügen allesamt über die Technik und lassen sich so einfacherer und vor allem schneller verbinden.

 

Unsere Androids schauen etwas neidisch zum iPhone 6: ein gutes Leistungspaket

 

Wir geben für das Apple iPhone 6 als Gesamtpaket aus Design, Leistung, Datenblatt und Lifestyle einen Daumen nach oben und schauen unserer Leihgabe traurig hinterher, während diese von unserem Partner ergo sum wieder entgegen genommen wird.
Positives

Kompakte Abmessungen
Design
Leistungsstarker DualCore Prozessor
Sehr guter Sound

Negatives

Explorer
NFC nicht nutzbar
Kein Full-HD
16 GB sind zu wenig

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
8.6
Akkulaufzeit
8.5
Bildschirm
9.1
Betriebssystem
8.7
Performance
10
Konnektivität
8.5
Design
10
Ton
9.4
Speicher
7.4
Kamera
9.4
Bildqualität (Tag)
9.7
Bildqualität (Nacht)
9.4
Zubehör
10
Wow-Faktor
10
Preis
6.8
Preis-Leistungsverhältnis
6.0
Fazit

Das iPhone 6 ist eine gelungene Weiterentwicklung des bisherigen Lineups. Ich würde mir wünschen, NFC wirklich nutzen zu können. Aber auch so ergibt sich ein sehr gutes Gesamtpaket.

8.7
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com
  • IphoneUser

    Am Wochenende ist meins angekommen. Fettes Teil!