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Xiaomi Mi4 im Test: Ein Instant Classic

Xiaomi Mi4 im Test: Ein Instant Classic

von Timm Mohn8. September 2014
 Ende Juli horchte die ganze Techgemeinde auf: Xiaomi stellte sein neues Flagschiff, das Xiaomi Mi4, vor. Die Vorteile des Mi4 liegen auf Hand: endlich kann die Rückseite und somit das Cover ausgewechselt werden, der Prozessor ist besser gerüstet für die Zukunft, es gibt 3 GB RAM und auch das Design ist ein wenig schicker geworden. Zunächst war das Mi4 schwer zu bekommen – wir hielten es vor 3 Wochen endlich in den Händen und haben es seit dem ausführlich getestet. Nach dem Break betrachtet Nerdbench das Xiaomi Mi4 im Detail.

Nerdbench bedankt sich bei TradingShenzhen
für die Leihstellung des Xiaomi Mi4
Das Vorwort
Da wir höchste Smartphone Qualität und ein performantes System durch das Xiaomi Mi3 bereits gewöhnt sind, ist das Mi4 kein Quantensprung. Da sich unser Review aber nicht nur an ehemalige Mi3 oder andere Flagschiff Besitzer richtet, haben wir uns entschlossen, zwei verschiedene Artikel zu schrieben: einmal mit dem Mi3 im Hinterkopf, für den anderen  – diesen – haben wir uns schnell blitzdingsen lassen und uns in die Lage eines Einsteigers / Neuling versetzt. Wenn Sie bereits aktuelle Flagschiffe von Xiaomi oder anderen Herstellern gewöhnt sind, warten Sie zwei Tage und lesen den zweiten Artikel („Xiaomi Mi4: Doch mehr ein Mi3S?“ – wird verlinkt). Für alle Neueinsteiger ist der nachfolgende Testbericht empfehlenswert.

Xiaomi Mi3 versus Mi4: Beides super Geräte – der Leistungsunterschied ist aber gering

 

Der Lieferumfang
Xiaomi liefert sein neues Flagschiff in einem schicken kleinen Karton aus. In jenem finden wir das Smartphone selbst, sowie ein paar Anleitungsheftchen vor. Dazu gibt es ein USB-Netzteil und das passende Kabel.  TradingShenzen legt einen passenden Adapter für deutsche Steckdosen bei. Da der Simtray im Mi4 ähnlich dem iPhone mit einem speziellen Werkzeug geöffnet werden muss, lässt sich ein solches ebenso in der OVP finden. Bitte verwendet niemals Adapter mit dem Sim-Tray des Mi4. Beantragt eine neue Simkarte bei eurem Netzbetreiber und wartet die 2 Wochen ab. Ja, das kostet im schlimmsten Fall 10 Euro. Besser als eine Reparatur, oder? Wer bei unserem Partner TradingShenzhen bestellt, darf sich in der Regel auch über Zubehör (wie beispielsweise ein Case) freuen.
Der Lieferumfang des Xiaomi Mi4
Der erste Eindruck
Wow. Ja, das ist war unser Eindruck: Das Xiaomi Mi4 ist nicht nur ein Funktion-geladenes Smartphone – sondern auch eine wahre Schönheit. In unseren Augen wird der oftmals gefällte Vergleich mit dem iPhone (gut, es gibt Ähnlichkeiten) dem Endresultat nicht gerecht. Vor allem die Position der Kamera erinnert eigentlich mehr an Samsung Modelle, als an die mit Apfel. Der Metallrahmen drückt etwas aufs Gewicht (149 Gramm), an das sich manch ein Nutzer eventuell erst gewöhnen muss – sobald dies aber geschehen ist steht dem Mi4 Genuss nichts mehr im Wege. Im ersten Moment war der Nerdbench nicht ersichtlich, wie man die Rückseite des Gerätes – schließlich hat Xiaomi groß Covers angekündigt – abnehmen soll. Das ist aber dann doch viel einfacherer als gedacht: mit den oft als Halterung verwendeten Pömpel lässt sich die Rückseite des Mi4 leicht abnehmen. Wir sind gespannt, wie man das Mi4 in Zukunft personalisieren kann.

 

Die Technik
Wie in einem Flagschiff zu erwarten setzt Xiaomi nur das Beste an Komponenten im Mi4 ein: an Bord befindet sich ein Snapdragon 801 mit 2,5 GHz. Dabei handelt es sich um einen QuadCore Prozessor samt Adreno 330 GPU.  Knappen Arbeitsspeicher kennt das Mi4 nicht: die 3 GB LP-DDR3 Ram mit 933 MHz werden so schnell sicher nicht ausgereizt. Die Front wird größtenteils durch den 5 Zoll Corning Concore Bildschirm eingenommen. Jenes löst selbstverständlich mit Full HD, also 1080 x 1920, auf. Über dem Display sitzen einige Sensoren sowie eine 8 Megapixel Kamera mit f/1.8 Blende. Unter dem Screen befinden sich die beleuchteten Softkeys. Bei der Belegung muss zwischen MIUI5 und MIUI6 unterschieden werden: während MIUI6 die Tasten als Multitasking, Home und Zurück verwendet, erreicht man unter MIUI5 mit der ersten Taste das Menü, mit der zweiten entweder den Homescreen oder aber den Taskmanager ehe man mit der dritten Taste zurück gehen kann. Während die linke Seite den Sim-Slot beherbergt (hier bitte aufpassen, jener kommt uns recht eng vor), platziert Xiaomi rechts den Volumen-Rocker sowie den Powerbutton. Etwas ärgerlich:
während es für das Xiaomi Mi3 alle drei Sim Adapter Größen – also Mini, Micro und Nano – gibt, muss sich der Nutzer beim Mi4 endgültig auf Micro Sims einlassen. Auf der Rückseite kann der Nutzer mit 13 Megapixel (ebenfalls f/1.8 Blende) Fotos machen. Das Kamera-Modul ist fähig, 4K Aufnahmen zu erstellen. Unter der Kamera sitzt nur ein einfacherer LED Blitz. An der Unterseite wird das Gerät links geladen, während rechts Musik aus dem Monospeaker ertönt. Der MicroUSB Port vermisst zwar MHL (sehr Schade, Xiaomi!) lässt den User aber per USB-OTG Speicher-Chips oder Controller anschließen. An der Oberseite befindet sich neben dem Kopfhörer Jack auch die IR Remote. Hätten wir die Wahl zwischen NFC und IR Remote wäre die Entscheidung klar auf NFC gefallen – wofür wir den Infrarot Sensor im Jahr 2014 brauchen würden ist uns nicht ganz klar (in China werden aber wohl oft Klimaanlagen damit gesteuert).
Nur noch ein Adapter: das Xiaomi Mi4 benötigt eine MicroSim Karte

 

Die Front wird von einem 5 Zoll Display eingenommen

 

Die Softkeys sind beleuchtet

 

Nur eine LED: die 13 Megapixel Kamera des Mi4

 

Der Simkarten Sacht sitzt links im Gerät
Auf dem Gerät läuft wahlweise MIUI5 in der aktuellen Stable-Variante oder aber die englische Dev Rom, welche wöchentlich mit Updates versorgt wird (aktueller Stand: MIUI6). Das Mi4 kommt zwar mit allen nötigen aber nicht allen wünschenswerten drahtlosen Verbindungen daher: auch wenn wir uns über Bluetooth 4.0 sowie WiFi 802.11 (b/g/n/ac) freuen – die Nerdbench nimmt Xiaomi den Verzicht auf Near Field Communication (NFC) ganz schön übel: mit der Kurzdistanz Übertragung können Programme gestartet oder beispielsweise WiFi Passwörter an das Smartphone geschickt werden.
Powerbutton und Lautstärke Wippe verbaut Xiaomi übereinander

 

Leider verfügt der MicroUSB Port nicht über MHL

 

Die IR-Remote findet auf der Oberseite Platz

 

Der Akku ist festverbaut: Blick unter den Akkudeckel des Mi4

Damit dem Mi4 trotz der dicken Leistungsdaten nicht der Saft ausgeht verbaut Xiaomi einen sehr starken 3080 mAh Akku – das ist nur geringfügig mehr als beim Mi3, dürfte sich aber in der Realität nicht sonderlich negativ auswirken.

Das Display
Das Xiaomi Mi4 kommt mit einem sehr schicken 5 Zoll Bildschirm samt Full-HD daher. Während unseres Reviews fiel jener Screen durch schöne Farbwiedergabe auf. Darüber hinaus lässt sich der Screen im Freien sehr gut ablesen. Vor allem Indoor können wir den Helligkeitsregler auf gut 40 Prozent stellen – mehr wird nicht benötigt. Das von Xiaomi verbaute Panel kann zudem mit beeindruckender Bildstabilität punkten. Egal von welcher Seite wir auf das Gerät schauen: die
Farben bleiben sich treu. Der Touchscreen reagiert gut auf unsere Eingaben: unser Minions folgen den Eingaben und fallen – je nach Talent des Spielers – in Minion Rush nicht von der Bahn.

Filme schauen macht drinnen sehr viel Spaß
Aber auch unter der Sonne kann man – trotz Spiegelungen – noch genug erkennen

 

Ein besonders nettes Feature stellt der Anti Fingerabdruck Film auf dem Screen des Mi4 dar: während die meisten Geräte in unseren Reviews oft geputzt werden müssen, halten sich auf dem Xiaomi Smartphone nur sehr hartnäckige Fettfingerabdrücke.

Die Performance
Bereits zum zweiten Mal hätten wir diese Sektion fast vergessen. Muss man sich wirklich die Frage stellen, wie ein Gerät mit den oben genannten Leistungsdaten arbeitet? Nein, eigentlich nicht – da hätte in der Entwicklung schon sehr viel falsch laufen müssen, um das Mi4 gegen die Wand zu fahren. Android läuft sehr flüssig auf dem Xiaomi Smartphone – egal ob wir in Modern Combat 4 oder Minion Rush durch die Gegen laufen.
Der grafiklastige Shooter verlangt wie…

 

… Minion Rush dem Gerät einiges ab

Doch ein Smartphone, dass in Antutu auf 44.609 Punkte kommt, braucht sich keine Sorge um Lags, Ladepausen oder ähnliches machen. Mit dieser Ausgangssituation sollte das Mi4 auch noch in zwei bis drei Jahren leistungsstark genug sein, um nicht gegen die Nachfolger eingetauscht werden zu müssen.

Xiaomi Mi4 im Antutu Benchmark Test
Der Akku
Das Xiaomi Mi4 ist ein echter Dauerläufer: im Test mussten wir das Gerät höchstens alle 2 Tage trotz High Performance Modus laden. Mit seinen 3.080 mAh ist das
Mi4 bestens gerüstet, den Nutzer samt verschiedener Twitter- und Mail Accounts, der gelegentlichen Spielerei oder Telefonaten durch den Tag zu begleiten. Gerade wenn man von einem Nexus 5 auf aktuelle Xiaomi Flagschiffe mit großem Akku umsteigt wird der Unterschied deutlich zu spüren sein: dem Google Phone hätten die zusätzlichen Prozent sehr gut getan. Hat man einmal die hervorragende Akkulaufzeit vom Mi4 erlebt, fällt ein Schritt zurück sehr schwer.

Gemessen mit System Monitor

Sollte dem Mi4 doch mal der Saft ausgehen, ist es in etwas über 2 Stunden wieder komplett aufgeladen. Kritisch angemerkt sei, dass das Xiaomi Mi4 wenn man zusätzlich noch spielt sehr heiß werden kann.

Das Xiaomi Mi4 an einer Kanex Powerbank

 

Die Kamera
Kameras in Smartphones sind seit Jahren Verkaufsargument Nummer eins – und auch wenn die Kamera-App des Mi4 noch etwas schlicht wirkt: gute Bilder lassen sich out-of-the-box nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht machen. Ein nettes Extra: Serienbilder schafft das Mi4 auch mit HDR Aufnahme Modus. Bei unserer Foto Ralley hat sich vorallem die f/1.8 Blende als Nützlich erwiesen: während wir mit dem Samsung Galaxy S4 (Vergleichsbilder!) kilometerweit weg vom zu fotografierenden Objekt stehen müssen ist dies mit dem Mi4 nicht nötig. Smartphone-Kameras können aber – das nur am Rande – noch viel mehr als nur Fotos machen: Augmented Reality (AR) Bücher wie Felix Kadens Dekadente Wortkaskaden aber auch das AR Spiel Ghostbusters machen mit dem Mi4 Spaß.

 

Bei Nacht ohne Blitz
Auch für AR Spiele ist die Kamera wichtig

 

Auch die Front Kamera macht gute Fotos: mit ausreichend Licht können hübsche Selfies gemacht und auf Instagram hochgeladen werden.  Die Bilder-Galerie zum Mi4 findet ihr an dieser Stelle.
Der Ton
An der Unterseite des Mi4 befindet sich der Monospeaker. Jener eignet sich gut dafür, kleine YouTube Videos, kurze Spiele-Sessions oder auch die WhatsApp Sprachnachrichten. Wie bei den meisten Smartphones – das HTC One M7 bzw. 8 mal ausgenommen –  handelt es sich hier bei allerdings eher um Standard-Kost, die zwar nett klingt aber kein ausgeglichenes Soundbild bietet. Für längere Wiedergaben empfehlen wir somit Bluetooth Lautsprecher.
Das Mi4 in Verbindung mit der Boombottle H2O

Während Gesprächen ist das Gegenüber über die Ohrmuschel gut zu hören, auch wenn wir einmal durch eine lautere Umgebung schlendern. Auch die Gesprächspartner beklagten sich nicht über die Gesprächsqualität. Dank unserem Partner haben wir auch die Pistons von Xiaomi vor Ort, die mit dem Mi4 zusammen ihr ganzes Potenzial entfalten können.

Der Equalizer für Kopfhörer

 

Die Konnektivität
Das Mi4 kommt mit (fast) allen wichtigen Connections daher: über WLAN updaten wir die MIUI Rom einmal in der Woche, saugen uns zügig Apps aus Google Play und streamen Videos auf unser mobiles Endgerät. Auch die Verbindung via Router zu Chromecast stellt für das Mi4 kein Problem dar, ebenso wenig wie die  WLAN-Direct Connection zur Sony DSC-QX100 oder GoPro Hero 3+.
WLAN Direct mit der GoPro Hero3+
Die Übertragung stellt kein Problem dar

 

Bluetooth zu testen macht der Nerdbench immer besonderen
Spaß: mit der Sphero 2.0 steuern wir mittels drahtloser Verbindung den Roboter Ball über Stock und Stein während wir die Verbindung zur Pebble Smartwatch und der Jawbone Big Jambox halten. Dank dem aktuellen Android 4.4 sind alle Android Wear Smartwatches wie die LG G Watch mit dem Xiaomi Mi4 kompatibel.
Die LG G Watch funkt per Bluetooth mit dem Mi4

Mit dem sehr guten GPS des Snapdragon Prozessors (Shoulda got a Snapdragon) navigiert sich die Nerdbench zielsicher mit der iGrip Fahrradhaltung zum Bahnhof. Zwar lässt sich auch Runtastic so mit Daten füttern, langfristig sehen wir uns aber nicht mit einem 5 Zoll Gerät joggen.

 

Der Formfaktor
Der Trend geht zu 5,5 Zoll und mehr – das Xiaomi Mi4 gibt sich hier (Gott sei Dank!) resistent und belässt es nicht nur bei 5 Inch, sondern lässt das Smartphone auch im Vergleich zum Vorgänger etwas schrumpfen. Dadurch lässt sich das Mi4 mit allen Gadgets nutzen, die in der Nerdbench Redaktion herumliegen. Allen voran der Dive VR: die Virtuelle Realität Brille versetzt die Nerdbench dank exakt funktionierenden Sensoren im Mi4 in völlig fremde Welten (oder auch ins Flugzeug). Darüber hinaus passt das Mi4 wie bereits erwähnt auch in die Fahrrad Halterung von Herbert Richter (iGrip) sowie unsere Autohalterung. Wer dank dem hochauflösenden Display produktiv mit dem Mi4 arbeiten möchte greift zur Microsoft Wedge.
Das Mi4 in der VR Brille Durovis Dive VR

Nicht, dass unsere Redakteure gerne trödeln – aber unser Review vom Mi4 ist nur kurz vor Rücksende-Datum fertig geworden. Es war somit nötig, dass wir praktisch erst in der Postfiliale das Mi4 wieder verpackt und zurück gesetzt haben. Der Punkt bei dieser Ausführung: unterwegs haben wir nicht etwa unser MacBook Pro für die letzten Zeilen genutzt, sondern das Mi4: ausprobieren und direkt aufschreiben war schlicht so wesentlicher einfacherer und geht im Quermodus auch ohne externe Tastatur gut von der Hand.

Das Mi4 in der Joby Smartphone Halterung
Das Betriebssystem
Das Xiaomi Mi4 kommt mit MIUI daher. Dabei handelt es sich um ein Android Custom Rom, welches sich stark an iOS orientiert – beispielsweise sucht man den App-Drawer vergebens, denn alle Verknüpfungen werden auf dem Homescreen hinterlegt. Selbstverständlich ist es möglich, mit einem Launcher das bunte MIUI wieder los zu werden, allerdings gehört das Betriebssystem zur Marke Xiaomi – jeder, der sich ein solches Gerät kauft, sollte wissen was ihn erwartet.MIUI selbst ist inzwischen in Version 6 (Dev Rom) erschienen. Die letzte Stable ist ungleich älter und läuft mit MIUI 5. Unser Test stützt sich größtenteils auf die Stable Variante und nicht die Dev Roms. Da auch MIUI 5 bereits auf Android 4.4 KitKat basiert, braucht man sich keine Sorgen um Sicherheitsprobleme zu machen.Xiaomi Smartphones sind bekannt dafür, dass sie den Nutzer viele Einstellungen vornehmen lassen, beispielsweise wie lange die Softbuttons leuchten sollen oder ob das System ausbalanciert beziehungsweise im High Performance Modus laufen soll (letzterer kostet mehr Strom). Darüberhinaus gibt es bei der Dev Rom jeden Freitag (!) Updates – das soll mal einer der großen Hersteller nach machen. Bisher haben wir mit dem Mi3 in fünf Monaten Developer MIUI nur einen Reboot mit erlebt, selbst das experimentelle Rom läuft sehr stabil und vorallem flüssig auf dem aktuellen Mi4.
Das Zubehör
Wie man es vom Xiaomi kennt, gibt es zum Mi4 jede Menge Zubehör. Zum einen funktionieren die bereits erwähnten Piston Kopfhörer mit dem Gerät. Wir verwenden mit Vorliebe die goldene Variante, da diese sich schlicht wertiger an fühlt. Persönlich gibt es in der Nerdbench Redaktion gespaltene Meinungen zu In-Ears, aber selbst der Skeptiker (Timm) trägt die Pistons gern.
Die Xiaomi Pistons

 

Demnächst sollen verschiedene Backcover für das Mi4 – unter anderem aus Bambus – verfügbar sein. Derzeit muss man sich noch mit Hard- oder Software Cover zufrieden geben. In Anbetracht dessen, wie unser Mi3 nach knapp 4 Monaten ohne Hülle aussieht, empfehlen wir jedem (der seine Smartphones nicht alle paar Monate wechselt) auf eine Case zu setzen, auch wenn dabei – für uns ein wichtiger Aspekt – immer etwas Personality des Smartphones flöten geht: aber Safty first!

Das Backcover ist austauschbar

 

Mit einem Case lässt sich das Mi4 schützen

 

Um auch das Display noch Monate nach dem Kauf schick aussehen zu lassen, empfehlen wir Tempered Glass. Auch wenn Corning Concore das Smartphone schützen sollte – kracht euer Smartphone ein, zwei Mal auf den Boden kann auch eine ganze Gorilla-Herde euren Screen nicht schützen.
Theoretisch dürften auch die Linsen vom Mi3 passen – leider hat der Praktikant die Klebefolien für die Linsen verlegt. Wir werden die Kompatibilität sobald wie möglich testen.
Das Fazit
Das Mi4 ist ein ordentliches Paket Smartphone. Dennoch müssen wir festhalten: der Sprung bzw. der Unterschied zwischen dem Vorgänger und der aktuellen Variante ist minimal. Das Mi4 kommt mit einem Metallrahmen daher, es sieht ein wenig schicker aus, das Smartphone kann mit paar mehr Antutu Punkten am Mi3 vorbei ziehen. Viel getan hat sich zwischen den Smartphones insgesamt aber nicht. Das sollten Nutzer bedenken, die von einem Mi3 zum Mi4 wechseln möchten. Eine Sache haben wir mit dem Mi4 (ausnahmsweise) nicht durchgeführt: einen Droptest. Sollte das Gerät aber auch nur ansatzweise so stabil gebaut sein, wie das Mi3 – und den Eindruck vermittelt das Xiaomi Mi4 locker – sehen wir dem positiv entgegen.
Drahtlose Connections sind kein Problem für das Mi4

 

Für das Xioami Mi5 würden wir uns wünschen, dass man sich wieder dafür entschließt, NFC einzubauen. Für uns ist der Wegfall, begründet damit das nur 1 Prozent der Smartphone Nutzer die Funktion nutzt, ein herber Verlust: wir haben mehrere Gadgets, welche über NFC gepaired werden – so fühlt es sich also an, das eine Prozent zu sein.

Keine schnelle Verbindung via NFC: Die QX100 muss manuell gekoppelt werden

 

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Ist das Xiaomi Mi4 eine Kaufempfehlung? Ohne Zweifel: vom Display bis zum Prozessor, übers System bis hin zur Kamera kann das Gerät überall punkten, wo es uns lieb und wichtig ist – noch viel wichtiger: das Smartphone schafft alle Aufgaben im Alltag und hält jenen auch länger als einen Arbeitstag durch. Mit dem Mi4 erhält der Käufer ein tapferes Smartphone mit ordentlich Rechenleistung zu einem genialen Preis – die Konkurrenz darf sich ruhig eine dicke Scheibe abschneiden, denn (auch) beim Mi4 gilt: Genau so macht man Smartphones!
Das Review ist fertig: Zeit für etwas Spaß mit der Sphero 2.0

Inzwischen gibt es das Xiaomi Mi4 mit 16 aber auch 64 GB. Die kleine Version kostet bei unserem Partner TradingShenzhen 340 Euro, während die große Variante mit 400 Euro den Geldbeutel etwas mehr belastet – DHL Express ist bei beiden Preisen allerdings bereits drin. Nerdbench begründet die Empfehlung bei TradingShenzhen zu kaufen nicht nur mit inzwischen über einem Jahr Partnerschaft sondern auch den vielen positiven Meldungen von Nutzern. Bei Problemen hat TS immer ein offenes Ohr und setzt sich für den Nutzer ein. Müssten wir uns selbst ein Mi4 kaufen (unser Exemplar ging leider bereits an die nächste Redaktion), wäre die Entscheidung „Wo?“ schneller gefallen als man „Ich bestell mir jetzt ein Mi4“ sagen kann. Und genau das solltet ihr jetzt tun: ein Xiaomi Mi4 bestellen.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com