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Apple MacBook Pro 13 Retina: Das neue Mid 2014 im Test (Update)
Review

Apple MacBook Pro 13 Retina: Das neue Mid 2014 im Test (Update)

von 1. September 2014

Die letzte Hardware-Aktualisierung hat es zumindest auf dem Datenblatt in sich: nicht nur, dass das MacBook Pro 13 Retina mit dem neuen i5 Prozessor daher kommt, die kleinste Variante bietet (wieder) 8 GB Ram bei gleich gebliebenem Preis. Dazu wird das Paket durch den hochauflösenden 13 Zoll Bildschirm abgerundet und der Käufer mit einer flotten Performance und satten Akkulaufzeit belohnt. Nerdbench hat sich das Gerät genauer angeschaut: nach dem Break erfahrt ihr, ob der Apfel bitter oder süß schmeckt.


Der Lieferumfang
Das MacBook kommt mit einem Netzteil samt Verlängerung daher. Der Nutzer kann somit die Länge des Ladekabels selbst bestimmen. Am Schreibtisch nutzt die Nerdbench bisher die kurze Variante, wenn es demnächst wieder in Richtung verschiedener Messen geht, dürfte die Verlängerung aber durchaus nützlich sein. Weiterhin befindet sich in der OVP ein kleines Bündel mit Informationen. Auf Zubehör, wie eine externe Maus oder ähnliches, verzichtet Apple.
Der Lieferumfang


Die Technik
Das MacBook Pro kommt mit dem tagesaktuellen OS X 10.9 (Mavericks) daher. Das neue Betriebssystem soll sich vor allem auf die Akkulaufzeit konzentrieren und bringt deswegen Features wie App Nap mit. Ob sich das Feintuning wirklich positiv auf die Laufzeit auswirkt, wird unser Review zeigen. Der Akku bietet 71,8 Wattstunden und soll etwa 9 Stunden durchhalten. Das Gerät ist durch einen Unibody gefasst, der sich zwar sehr hochwertig, allerdings an den Kanten etwas spitz an fühlt. Daraus resultiert leider, dass man das MacBook sich nicht einfach unter den Arm packen und herum tragen kann, sondern eine Tasche mitführen muss.

Über den HDMI Port kann das MacBook auch an Beamer angeschlossen werden

 

Die Rückseite kommt ohne Anschlüsse daher
In der zurück liegenden Testphase haben wir interessanterweise beobachten können, dass viele Nutzer Probleme haben, das MacBook überhaupt zu öffnen, obwohl die Aussparung an der Vorderseite dies problemlos ermöglicht. An der linken Seite des Gerätes befinden sich der Netzteil-Anschluss (MagSafe), zwei Thunderbolt 2 Anschlüsse sowie ein USB 3.0 Port. Der Netzteil-Anschluss wird Apple-typisch über einen Magneten geregelt: reißt etwas an dem Kabel trennt sich das Notebook vom Netzteil und wird nicht auf den
Boden befördert. Darüber hinaus wird hier auch ein Lautsprecher oder Kopfhörer per Klinkenanschluss connected. Direkt daneben verbaut Apple das Stereo Mikrofon. Wer bereits Thunderbolt 1 Geräte besitzt, braucht nicht zwingend neues Zubehör kaufen: beide Standards verwenden dieselben Stecker – nur die Übertragungsgeschwindigkeit wurde verbessert. Rechts kann der Nutzer den Speicher per SD Karte erweitern. Leider steht diese ordentlich weit aus dem Gerät aus. Abhilfe schafft hier Nifty – wir haben uns bereits ein Testexemplar gesichert und werden jenes in den nächsten Wochen vorstellen. Bildschirme werden über den entsprechenden HDMI Anschluss neben dem Kartenleser angeschlossen. Hier wurde auch der zweite USB 3.0 Port verbaut. Die Rückseite des MacBooks ist leer, wird aber mit einem schwarzen Streifen ausgestaltet. Ein Kensington Key Lock sucht man vergebens.
Der MagSafe Strom-Adapter befindet sich links am Gerät
An der Front wird das MacBook geöffnet

 

Ins Internet gelangt der Nutzer über WLAN (802.11ac). Uns schmerzt der Verzicht eines Ethernet Ports nicht, allerdings gibt es einige Studentenwohnheim, die ohne WLAN daher kommen. Doch selbst wenn WLAN verfügbar ist, wird eine Kabelverbindung von etlichen Menschen bevorzugt – beispielsweise weil einige Provider für die Nutzung der WLAN Funktion des Routers eine extra Gebühr verlangen. Dem Gerät fehlen darüber hinaus ein DVD Laufwerk und der FireWire Port des klassischen MacBook Pros. Das fehlende Laufwerk können wir ohne weiteres verschmerzen – an die letzte DVD können wir uns gar nicht mehr erinnern; Spiele dürften heutzutage meistens über Steam oder den App-Store bezogen werden. Den FireWire Port vermisst in der Redaktion auch niemand – uns fällt nicht mal ein Gerät ein, welches mit jenem ausgestattet ist. Neben WLAN hat das MacBook Pro auch noch Bluetooth an  Bord. Getippt wird auf dem MacBook Pro mit einer schwarzen Tastatur samt Hintergrund-Beleuchtung. Im Apple Store lassen sich verschiedene Lokalisierungen der Tastatur konfigurieren, darunter auch französisch sowie englisch. Unterhalb der Tastatur sitzt das geräumige Mauspad ohne Tasten. Während im unteren Bereich des Touchpads geklickt werden kann, unterstützt das Mauspad Gestensteuerung, die die Bedienung vereinfachen soll.
Die Ober- und …

 

Unterseite des MacBook Pro
Das Highlight des MacBooks ist sicherlich das Display: das so genannte Retina Display (IPS Panel) mit 2.560 x 1.600 Pixeln (227 ppi) haut bereits beim ersten Start die Redaktion aus den Schuhen (siehe unten). Über dem Display befindet sich die 1,3 (!) Megapixel Kamera – damit unterwandert Apple selbst die Kamera des 400 Euro teuren HP Pavilion x360. Auf derselben Höhe weiter links bringt Apple den Umgebungslicht-Sensor unter, welcher das Backlight der Tastatur regelt. Im Inneren des MacBook tickt ein Dual Core Intel Core i5 (Haswell) mit bis zu 3,1 GHz im Turbo Boost – ohne jenen erreicht der i5 2,6 GHz. Seit der Mid 2014 Variante – unserem Testobjekt – handelt es sich dabei um die vierte Generation von i5 Prozessoren. Wem die Performance nicht ausreicht, kann entweder auf einen i5  mit 2,8 oder direkt einen i7 mit 3,0 GHz upgraden – letzter kostet aber direkt 300 Euro mehr. Die neue Generation der Prozessoren zeichnet sich durch den Intel Iris 5100 Grafikchip aus. Dazu gesellen sich 8 GB Ram mit 1.600 MHz und in der kleinsten Variante 128 GB Speicherplatz. Während die SSD (PCIe Flash Karte) zwar vom Nutzer ausgetauscht werden kann – dabei erlischt allerdings die Garantie -, ist der Ram fest verlötet. Hier empfiehlt es sich somit direkt auf 16 GB zu setzen. Wir haben uns mit der Standard-Variante zu Recht gefunden. Wer die SSD ohne Garantieverlust upgraden will, lässt dies in einem Apple Store erledigen.  Abschließend lässt sich sagen, dass das MacBook mit 1,57 Kilo sehr Portable geraten ist und in der Unitasche nicht zu schwer ins Gewicht fällt.
Das 13 Zoll Display des MacBook Pro
Die Kamera verfügt über eine Status LED



Das Display
Eigentlich reicht hier ein Wort und die Abteilung Display wäre besprochen: wow. Das Display des MacBook Pro ist eine wahre Wucht. Durch die hohe Auflösung passt viel Content auf den Bildschirm und es lässt sich auch im Splitscreen sehr gut arbeiten. Die Retina Display-Auflösung ohne Optimierung für die tägliche Arbeit ist – sofern aktiviert – sogar fast schon etwas zu klein. Leider ist der
Screen nicht entspiegelt, weswegen man gerade wenn man mit Rücken zu Lichtquellen – wie Fenstern – arbeitet jene leicht im Display erkennen kann. Punkten kann das MacBook Pro aber mit seiner Helligkeit: gerade wenn man denkt, dass die Sonne nun doch zu Hell ist, schafft das Gerät mit maximaler Display Helligkeit doch noch den Spagat und lässt den Nutzer entspannt weiter arbeiten. Aufgrund des hochwertigen IPS Display hat der Nutzer keine Probleme mit ungünstigen Blinkwinkel oder Farbverfälschungen.

Der Bildschirm bleibt auch in der besten Mittagssonne ablesbar
Drinnen lässt sich sehr gut arbeiten

 

Spieglein, Spieglein an der Wand

 

Gerade wer mit seinem MacBook oft Texte liest oder anderen Content konsumiert wird sich am Bildschirm-Potenzial des Gerätes erfreuen – jenen erstellen macht allerdings genau so viel Spaß. Wer bisher skeptisch Sätze wie „einmal Retina, immer Retina“ direkt überliest (das haben wir auch!) kann sich sicher sein: diese Aussage wird schneller Realität als man „Mein 1280×600 Display ist vollkommen ausreichend“ sagen kann. Sollte man – warum auch immer – doch noch mal zu kleineren Display-Auflösungen zurückkehren wird dieser Umstieg sehr, sehr schwer fallen.
Die unterschiedlichen…
… Display Modis…

 

… im Vergleich
In der letzten Option gibt es ordentlich Platz auf dem Bildschirm

 

Optimal für den Monitor heißt wohl eher suboptimal wenig Platz auf dem Bildschirm

 


Die Performance
Das MacBook Pro arbeitet im Blogger-Alltag zuverlässig und vor allem: leise. Der Lüfter springt nur selten an, das Gerät bleibt dennoch angenehm kühl. Arbeitet man erst einmal mit dem komplett stillen MacBook fällt es schwer, wieder zum dauer-summenden Windows Rechner zurück zu kehren. Unseren Igel UD3 haben wir derweil in die Ecke verbannt und bloggen nun komplett über das MacBook.
Lässt den Mac manchmal schwer atmen: Deponia

Nerdbench hat natürlich nicht nur Word-Dokumente während des Reviews bearbeitet, sondern  ist beispielsweise mit „Deponia – The Complete Journey“ auch an die Grenzen des Prozessors gestoßen: das liebevoll gestaltete Adventure von Daedalic gerät – außer man beendet alle Programme die auf dem Mac bisher gelaufen sind – manchmal ins Stocken. Auch mit Screenium aufgezeichnete Bildschirm Videos fordern merklich den verbauten i5 des MacBook Pro. Bei Leistunghungrigen Anwendungen, wie eben Deponia, wird das Gerät an der Unterseite dann erwartungsgemäß doch warm.

Geekbench 3 Messung

 

Die Akkulaufzeit
Hauptgrund, dass wir uns das MacBook Pro angeschafft haben war der Akku: in unseren Augen ist das MacBook Pro der perfekte Kompromiss aus Langläufer und Performance Maschine. Im Test bestätigt sich diese Intension: etwa 10,5 Stunden läuft das MacBook Pro im Office Test mit Bluetooth Verbindung zur Jawbone Big Jambox und Anbindung an den Router per WLAN. Auch wenn wir den Prozessor mit Spielen fordern geht die Akkulaufzeit nicht in die Knie: mit Büroarbeit, circa 2 Stunden Deponia und (äußert produktivem!) Surfen im Internet sind nach zwei Tagen ohne Ladegerät immer noch 18 Prozent im Akku – ohne das wir das Gerät einmal heruntergefahren sondern nur in den Ruhezustand geschoben haben. Geht dem MacBook Pro doch mal der Saft aus, ist das Gerät binnen 1,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen. Nerdbench macht keinen Hehl daraus, dass dieses Power-Management für viel Zuspruch in der Redaktion sorgt: das MacBook ist das bis dato mobil-produktivste Gerät, dass die Nerdbench je besessen hat.
Der MagSafe Anschluss

 


Die Eingabe
Die Tastatur des MacBook Pro ist sehr angenehm, besonders wenn der Nutzer einmal längere Texte schreiben möchte. Die Tasten lassen sich aber nicht nur sehr bequem anschlagen sondern verhalten sich dabei auch angenehm leise. Gerade in der Universität kann man mit schlechten Tastaturen die Nachbarn schnell zur Weißglut bringen, das dürfte mit dem MacBook Pro nicht so schnell passieren. Die Tastatur Beleuchtung deaktiviert sich automatisch, wenn es im Raum ausreichend hell ist. Zuständig hierfür ist ein Lichtsensor auf der linken oberen Seite des Gerätes. Möchte man aber dennoch das Backlight einschalten, hält der Nutzer kurz jenen Sensor zu und betätigt die entsprechende Funktionstaste auf der dem Keyboard. Nach zwei Wochen mit dem Gerät vermissen wir bisher einzig die Entfernen-Taste.
Die Tastatur begeistert die Nerdbench
Auch das Mousepad kann überzeugen: wir navigieren zielsicher über den Screen und klicken uns fast problemlos durch das Netz. Fast, weil Tastatur und Maus zu weilen beim Anschluss von USB Geräten einfrieren. Dieses Problem ist wohl bereits seit 2 Jahren bei Apple Geräten vertreten und wird immer mal wieder per Patch gefixed – bei uns tritt es leider weiterhin auf. Macs kommen von Werk aus mit „natürlichem Scrollen“ daher: scrollen wir nach oben wird der Bildschirm-Inhalt nach unten gescrollt, wie es bei einem Touchscreen der Fall wäre. Das verwirrt in der Desktop-Ansicht aber und wurde von uns umgehen in den Einstellungen deaktiviert.
Da bei den neuen MacBooks der Infrarot Sensor weg gefallen ist, kann das Gerät nicht mehr per Apple Remote bedient werden. Bisher gibt es noch keine gleichwertige Alternative mit Bluetooth.
Die Kamera
Front-Kameras sind meist zu vernachlässigen: für Videochats reichen nach Ansicht der Hersteller auch schon 2 Megapixel Kameras aus. Auch Apples Webcam macht da mit seiner 1,3 MP Cam keinen Unterschied und lässt uns bereits Amazon nach Alternativen absuchen. Die Bilder werden zwar akzeptabel, kleine Gespräche mit Videoübertragungen sind auch kein Problem – Fotos wird aber sicher niemand mit dem Gerät auf Dauer machen wollen.
Andy the Android macht ein Selfie mit dem MacBook Pro 13 mit Retina

 


Der Ton
Es ist zu berücksichtigen,  dass das MacBook wirklich sehr flach ist und dem Ton somit wenig Raum gibt, sich zu entfalten – wir hätten uns aber deutlich bessere Speaker erhofft. Wie Reviewer auf Amazon den Ton mit „begeistert von der Klangfarbe“ und „voller Ton“ loben können, bleibt uns rätselhaft. Zwar kann das Gerät sehr laut werden (92 dB), über die Audioqualität sagt das leider nicht viel aus. Uns kommt der Ton viel zu dünn vor.
Die Jawbone Mini Jambox gleicht aus, was der Mac nicht liefert

 

Kein Problem stellt hingegen die Audiowiedergabe über Klinkenanschluss oder Bluetooth (siehe unten) dar: die letzten Folgen von „The Big C“ machen über unsere SOL Republics Tracks V8 oder das Plantronics Rig direkt mehr Spaß als über die internen Lautsprecher.

Gamer-Headset im Einsatz: mit dem Plantronics Rig lässt es sich direkt viel besser arbeiten

Die Konnektivität
Den Ton können wir nicht nur über Kabel verbessern, sondern auch über Bluetooth: in der Redaktion kommt die Jawbone Big Jambox zum Einsatz und verbindet sich problemlos mit dem MacBook Pro. Für jemanden, der jahrelang Probleme beim Pairing von Bluetooth Lautsprechern mit Windows 7 Rechnern gewohnt war, gibt es hierfür ein dickes Plus. Unterwegs müssen wir auch nicht auf Bluetooth verzichten: mit dem Freedom von Supertooth connecten wir mobil zum MacBook.
Connection Probleme gehören der Vergangenheit an: MacBook Pro zusammen mit der Boombottle H2O
Per WLAN können wir zuhause aber auch in der Universität oder dem örtlichen Starbucks problemlos surfen. Unsere Geräte werden stets besonders gefordert, da beide Router entweder ein oder sogar zwei Stockwerke von der Redaktion entfernt sind. Dabei fällt auf, dass die Empfangsleistung des WiFi Adapters etwas hinter unseren anderen Notebooks zurück fällt: hat unser Dell Inspiron 17 SE auch in der letzten Ecke keine Probleme bei der Verbindung mit dem Router, so schwächelt das MacBook doch Zusehends bei größeren Entfernungen. Mit Blick auf die generell hohe Distanz zwischen unserem Gerät und dem Router ist die Verbindung dennoch als gut einzustufen.
Der Speicher
Auch wenn der interne Speicher über Umwege ohne Garantieverlust erweitert werden kann: vor dem Kauf sollte man sich genau überlegen, was man mit dem MacBook machen möchte. Menschen mit riesiger Film und Musik Bibliothek werden sicher wenig Spaß an der 128 GB Variante haben. Nach der ersten Einrichtung samt allen notwendigen Programmen (wie beispielsweise Office für Mac) haben wir noch etwa 72,64 GB übrig. Nutzt man das MacBook vorallem als zweit Rechner für unterwegs dürfte auch die kleinste Variante vollkommen in Ordnung gehen.
Die erste Einrichutng ist abgeschlossen: 70 GB haben wir noch übrig
 
Das Betriebssystem
Kaum haben wir das Gerät das erste Mal gestartet, beginnt die Einrichtung des MacBooks. Diese ist binnen 5 Minuten abgeschlossen und der Desktop wird freigegeben. Blicken wir zurück auf die ewig langatmige Einrichtung des x360 ist dieser Prozess eine gelungene Abwechslung. Gerade als Windows-Umsteiger ist MacOS erst einmal eine harte Nuss. Zum einen dürften die Preise für einige Programme den Nutzer abschrecken, zum anderen gibt es zwei, drei Fallen in die jeder neue Mac Nutzer laufen dürfte. Die offensichtlichste Umstellung dürfte Command und Q sein: die Tastenkombination führt nicht etwa zu einem @-Zeichen, sondern geschlossenen Programmen (Richtig: Command + L). Diese Umstellung braucht einige Tage, dann dürfte sich aber auch der letzte Umsteiger daran gewöhnt haben. Eine weitere Unannehmlichkeit dürfte der File-Manager sein: warum wir keine Dateien von einer SD Karte ohne Schreibschutz ausschneiden und auf die Mac Festplatte kopieren können, werden wir wohl nie verstehen. MacOS bringt bereits im Auslieferungszustand viele Programme mit, die dem Nutzer das tägliche Arbeiten auch kostenlos möglichen machen – dazu zählt zum Beispiel das kostenlose Keynote für Präsentationen.
Die Einrichtung kann beginnen
Natürlich haben wir die AGB gelesen
Nach einiger Zeit mit dem MacBook Pro überzeugt das Betriebssystem mit stetig flotter Performance, kommt aber nicht ohne Bugs daher: unser Logitech Adapter wird nicht von der entsprechenden Software erkannt, MacOS arbeitet aber problemlos mit der Performance MX zusammen. Die Software-Auswahl für unser MacBook ist nicht gerade klein, aber teilweise – verzeiht den Ausdruck – sau teuer: knapp 20 Euro für die (wunderschöne!) Twitter App TweetBot sind richtig ärgerlicher Wucher, vor allem wenn man die entsprechen iOS App bereits für weit weniger gekauft hat.
Bedenken gab es in der Redaktion zu nächst in Sachen Kompatibilität: wir sind Jahre lang allein mit Windows unterwegs gewesen –  wie arbeitet wohl unser Zubehör mit dem Mac zusammen? Die Antwort: sehr gut. Egal ob Maus (Logitech Performance MX), Mikrofon (Rode Podcaster), Kamera (Sony DSC-QX100), USB Sticks, Lautsprecher (Jawbone Big Jambox) oder Headset (Supertooth Freedom, wireless oder kabelgebunden): alles kein Problem für das MacBook.
Das Zubehör
Wem der interne Speicher des MacBook Pros nicht ausreicht, vergrößert jenen per SD Karte. In unseren Augen eignet sich hierfür perfekt der bereits erwähnte Nifty-Adapter. Die Minidrive verschwindet komplett im SD Karten-Slot und kann bis zu 64 GB zusätzlichen Speicher tragen. Das komplette Review wird spätestens in einem Monat hier verlinkt. Update: Unser Nifty ist bereits angekommen und funktioniert bestens mit dem MacBook!
Nifty verschwindet komplett…

 

… im Gerät
Aufgrund der Schwächen beim Ton empfehlen wir, direkt zu einem externen Lautsprecher zu greifen. Persönlich haben wir sehr gute Erfahrungen mit der Jawbone Big Jambox gemacht, welche nicht nur richtig schick aussieht, sondern auch sehr laut werden kann. Bis in die Dusche reicht die Boombottle H2O in Verbindung mit dem MacBook Pro. Per Bluetooth Empfänger SongStream von Belkin kann aber auch die herkömmliche Stereo-Anlage angeschlossen werden.
Die Auswahl ist an Lautsprechern ist groß
Für das stationäre Arbeiten zu hause empfehlen wir eine Maus – auch wenn das interne Mousepad hervorragende Dienste erfüllt: Nerdbench verwendet die Logitech Performance MX. Unterwegs ist jene etwas sperrig und auch der belegte USB Port kann Käufer abschrecken. Wer sich mobil nicht mit dem Mauspad ärgern möchte, greift zur Microsoft Wedge Maus: jede haben wir – ganz ohne USB Steckplatz – mit dem MacBook über Bluetooth verbunden und können diese Touchpad-Feinden ans Herz legen.
Mit der Wedge oder Performance MX gut gerüstet für die Arbeit mit dem MacBook Pro

 

Gerade Nutzer, die sich nicht jedes Jahr ein neues Gerät kaufen möchten, sollten einen Blick auf den AppleCare Protection Plan werfen: dieser verlängert die Garantie seitens Apple auf drei Jahre ab Kaufdatum und dürfte nach einer Investion von über 1.000 Euro  für das Gerät sicher als ein vertretbarer Aufschlag durch gehen. Wer das nötige Kleingeld zum Zeitpunkt des Kaufs nicht beisammen hat, erhält ab Kaufdatum ein Jahr Zeit, die 250 Euro zusammen zu sparen: selbst am letzten Tag der Garantie kann das Paket noch dazu gekauft werden. Andere Hersteller lassen diese Option nach 90 Tagen auslaufen.
Bereits am Anfang dieses Jahres haben wir den Lowepro Passport Messenger vorgestellt, welcher Notebooks bis 13 Zoll beherbergen kann. Auch die neue Variante des MacBook Pro findet dort ohne Probleme Platz und wird sicher verstaut. Mit den Grautönen – untermalt durch das Orange am Rande – passt sich die Tasche perfekt dem Farbton des MacBooks an. Das komplette Review findet man hier.
Noch genug Platz vorhanden: der Passport Messenger von Lowepro.
Nach dem das MacBook selbst schon für einen stolzen Preis den Eigentümer wechselt, wird auch für das Zubehör einiges fällig: für einen VGA Adapter bezahlt der Kunde 30 Euro extra, auch ein zweites Netzteil kostest direkt noch mal 70 Euro. Wer auf einen Ethernet Adapter angewiesen ist, kann mit dem Thunderbolt zu Gigabit Adapter auch noch mal 30 Euro im Apple Store lassen.
Der Preis
Die kleinste Variante des MacBook Pro kostet schlappe 1.299 Euro. Das ist jede Menge Holz. Genauer gesagt könnte man für den EDU Preis – bitte Fragen sie nicht, wieso und wie die Redaktion diese Rechnung aufstellte – eine 12-köpfige Familie bis zum Auszug der Kinder mit Klopapier versorgen (Bei 6.140 x 10er Packungen für je 1,99). Doch die Frage um die Rechtfertigung des Preises ist so alt wie MacBooks selbst und wir möchten die Frage ziemlich eindeutig beantworten: wer einen mobil-performanten Dauerläufer mit schickem Design sucht kommt nicht an Apples Produkten herum. Wir haben an dieser Stelle über mehrere Seiten dargestellt, dass Windows Produkte zwar meist günstiger, aber mit deutlich schmerzlicheren Kompromissen daher kommen.

Das Fazit
Das macht vieles richtig und vor allem durch das neuste Hardware Update ist die Apple Hardware – auch für Studenten – sehr interessant. Das helle – und leistungsstarke – Display ermöglicht ein Arbeiten im Freien, auch wenn das Glas leider nicht entspiegelt wurde. Hat man im letzten Jahr noch immer den Hinweis gelesen, dass man auf jeden Fall nicht das 4 GB Modell kaufen sondern direkt auf 8 GB Ram upgraden soll, steht inzwischen nichts mehr dem Kauf der kleinsten Variante des MacBooks im Weg. Wer sich vor dem 29. Juli ein MacBook Pro gekauft hat – beispielsweise in der 19 Prozent MediaMarkt Aktion – wird sich nach dem Hardware Upgrade ärgern: die Konditionen sind mit dem Update deutlich verbessert worden. Der neue Prozessor sorgt für zwei weitere Stunden Akkulaufzeit im Vergleich zum Late 2013 Modell.  Im Test kann jene vollends überzeugen: Wenn wir nach zwei Tagen Weltenbummelei wieder in der Redaktion einlaufen und das Gerät immer noch Power hat, haben wir keine andere Möglichkeit als beide Daumen hoch zugeben. Für die nächste Revision würden wir uns eindeutig bessere Lautsprecher wünschen sowie eine Front-Kamera mit mehr Leistung.
Kann überzeugen: das Apple MacBook 13 mit Retina Display (Mid 2014)
Kommen wir zurück zur Frage, ob wir einen süßen oder sauren Apfel vor uns haben: mit wenigen Ausnahmen schmeckt der Apfel wirklich süß. Eine der Ausnahmen ist sicher das fehlende Kensington Key Lock. Da hat man gerade Unsummen für ein Notebook ausgegeben und kann jenes nicht einfach in der Bibliothek absichern. Es wird zwar von Dritt-Herstellern Zubehör für verschiedene MacBooks angeboten, die Erfahrungsberichte auf Amazon sind aber eher negativ. Für knapp 1.300 Euro liefert das MacBook allerdings eine sehr gute Performance mit wenigen Einschnitten.  Gerade wenn es dem Käufer nicht nur auf die inneren Werte an kommt, ist das MacBook Pro 13 einen Blick wert. An dieser Stelle haben wir eine ausführliche Übersicht über aktuelle Bezugsquellen gegeben. Von Nerdbench gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung (Amazon).
Positives

Schlankes und schickes Design
Gute Akkulaufzeit
Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung

Negatives

Sound
Preis
Preise für Upgrades
Nur SSD kann ausgetauscht werden
Flash-Player lässt Lüfter aufdrehen

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
8.0
Akkulaufzeit
8.0
Bildschirm
10
Betriebssystem
10
Performance
9.0
Konnektivität
9.0
Design
10
Ton
7.0
Kamera
5.0
Zubehör
10
Preis
7.0
Preis-Leistungsverhältnis
5.0
Fazit

Das MacBook Pro ist der ideale Begleiter für Studenten und Schüler. Die Leistung sowie das Design kann überzeugen

8.1
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com