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Scosche BoomBottle H2O im Test: Wasserdichter Bluetooth Lautsprecher
Review

Scosche BoomBottle H2O im Test: Wasserdichter Bluetooth Lautsprecher

von 25. August 2014
 Seit Mai erfreut sich die Nerdbench an der „großen“ BoomBottle. Diese ist im Gegensatz zur H2O Variante wetterfest, während unser heutiges Testexemplar auch wasserdicht ist. Die nun seit etwa einem Monat erhältliche BoomBottle H2O hat kein Problem mehr mit Wasser und klingt dabei auch noch gut. Ob sich das Gesamtpaket lohnt, erfahrt ihr nach dem Break.

Nerdbench bedankt sich bei Scosche Europe für die Leihstellung der BoomBottle H2O

Einen Vergleich der großen und kleinen BoomBottle gibt es an dieser Stelle.
Auf der Suche nach der BoomBottle selbst? Unser Testbericht steht hier bereit.

Der Lieferumfang
In der deutlich kleineren OVP der BoomBottle H2O steckt neben dem Lautsprecher selbst noch ein USB Kabel sowie ein Karabiner Harken. Mit letzterem ist es möglich, den Speaker beispielsweise im Zelt aufzuhängen oder aber seitlich an der Tasche zu befestigen. Ein USB Netzteil legt der Hersteller nicht bei, wer allerdings bereits ein Smartphone besitzt benötigt jenes auch nicht.
Der Lieferumfang der BoomBottle H2O
 
Die Technik
Auf der Vorderseite befinden sich der Lautstärke Down und Up, sowie der Play bzw. Pause, Power und Shutdown Button. Dazu gesellt sich eine LED, welche über die Bereitschaft der BoomBottle Auskunft gibt. Einen Forward / Back Button um die Tracks zu wechseln vermissen wir leider noch immer. Audio wird entweder über Bluetooth 4.0 oder aber per Klinkenkabel übertragen. Verwendet man die BoomBottle über Kabel, ist jene nicht mehr wasserdicht. Unter dem Klinken-Eingang wird der Lautsprecher per MicroUSB Kabel geladen. Während die H2O mit Strom versorgt wird,  leuchtet die Signal LED rot. Kaum, dass der Lautsprecher vollständig aufgeladen wurde wechselt die LED die Farbe in Blau. Interessant finden wir die graue Schlaufe, welche an der Abdeckung von MicroUSB Port sowie Klinkeneingang angebracht wurde. Mit jener Schlaufe lässt die Abdeckung deutlich leichter entfernen als noch bei der großen Schwester.
Unter einer Abdeckung finden wir Klinken- sowie USB Anschluss
Jene wird über eine Lasche geöffnet

 

Über die Funktionstasten kann die Lautstärke erhöht oder verringert werden

 

Auf der Unterseite finden wir technische Informationen zur H2O
Auf der Oberseite befindet sich der eigentliche Speaker

 

Aus der unteren Seite kommt (größtenteils) der Bass

 

Für den mitgelieferten Karabiner Harken wurde an der Seite eine Halterung angebracht. Für guten Sound sorgt ein an der Oberseite angebrachter 50 mm Lautsprecher mit passivem Subwoover.  Die BoomBottle H2O ist nach IP67 wasserdicht. Laut Hersteller kann die BoomBottle so eine halbe Stunde in bis zu einem Meter Tiefe überleben. Während wir uns bei der klassischen BoomBottle noch für die schwarze Variante entschieden hatten, kommt unser heutiges Exemplar im erfrischenden Blau daher. Damit der BoomBottle nicht so schnell der Saft ausgeht, verbaut der Hersteller einen 2.200 mAh starken Akku, welcher für 11 Dauerbetrieb ausreichen soll. Die BoomBottle H2O ist 11,5 cm hoch mit einem Durchmesser von 7,2 cm. Nimmt man den Speaker das erste Mal in die Hand wirkt jener etwas pummelig mit ihren 318 Gramm.
Durch den Karabiner Harken kann die BoomBottle H2O auf gehangen werden

Der Freischwimmer
Während wir die große BoomBottle meist unfreiwillig nass gemacht haben, schickten wir die H2O Variante absichtlich ins Wasser – mit Erfolg: der Lautsprecher hat bisher jeden Schwimmkurs überlebt. Dabei fällt auf, dass die (Haupt) Lautsprecherseite stets direkt ins Wasser abwandert, sobald man die BoomBottle ins Becken wirft. Somit wandert der Ton ins kühle Nass, nicht aber zu uns an die Oberfläche. Auch wenn man die BoomBottle bewusst richtig ins Wasser legt, dreht sie sich meist schnell um, sodass der Ton wieder ins Wasser schallt. Um die BoomBottle einen Meter unter Wasser zu bringen, muss man sie entweder am Körper befestigen oder aber in die Hand nehmen, da sie sonst schnell wieder nach oben schwimmt.
Die unteren Lautsprecher im Focus: die Hauptöffnung schwimmt im Wasser
Nach dem Badegang muss die BoomBottle erstmal trocknen

 

Nach dem Bad im kalten Nass interessierte vor allem  der Zustand der USB Schnittstelle

 

Diese ist sehr trocken
Die Tropfen entstanden beim Öffnen der BoomBottle

 

Diesen Schutz hat der Nutzer vor allem der Dichtung zu verdanken

 

Der Lautsprecher muss zwischenzeitig ausgekippt werden

 


Das Pairing
Schaltet man den Lautsprecher ein, wechselt dieser automatisch nach kurzer Wartezeit in den Pairing Modus. Unser Xiaomi Mi3 erkennt den Lautsprecher sofort und ist wenige Momente später verbunden. Erfreulicherweise benötigen wir kein Pairing Passwort um Smartphone und Lautsprecher zu verbinden. Neben Smartphones haben wir auch andere Geräte ausprobiert: auch das Gigaset QV1030 sowie das HP Chromebook 14 verbinden sich problemlos mit der BoomBottle H2O.
Pairing unter Windows 8: wenige Augenblicke später sind Box und HP Pavillon x360 verbunden
Auch mit Android sind wir schnell connected
Schneller verbunden als Android oder Windows: MacOS mit der BoomBottle H2O

 


Der Ton
Die BoomBottle H2O kommt mit einem statt zwei Speakern daher und das macht sich auch in der Lautstärke bemerkbar: während die große Schwester so laut wie die Jawbone Mini Jambox werden kann, hält sich die H2O Variante etwas zurück. Im direkten Vergleich fällt allerdings auf, dass sich die H2O Variante ein Stück besser im Ton hält, auch wenn der Ton vollkommen aufgedreht wird.
Die BoomBottle schlägt jeden Smartphone Lautsprecher (Hier: OnePlus One)

Während die BoomBottle beispielsweise im Getränkehalter unseres Autos etwas an Ton einbüßen musste, klingt die H2O Variante so gut wie in freier Wildbahn. Auch auf dem Fahrrad macht sich die H2O gut: während der wohl letzten Rad-Tour für diesen Sommer erfreute sich die Nerdbench Redaktion zu zweit an einem John Sinclair Hörspiel.

Die Akkulaufzeit
Mit 11 Stunden gibt Scosche die Akkulaufzeit der BoomBottle H2O an, auf etwa 10,5 Stunden sind wir mit verbundenem Bluetooth 4.0 Gerät gekommen. Damit deckt der Hersteller jeden Spiele-Abend, jede Party und auch jeden Ausflug ins Schwimmbad ab. Einzig die Jawbone Big Jambox hält im Test länger durch, hat aber auch deutlich mehr Platz für einen großen Akku.
Während die BoomBottle geladen wird leuchtet die LED rot

 

Aufgeladen wechselt die LED-Farbe in Blau

 

Das Fazit                                                      
Wenn uns anfangs die BomBottle H2O noch etwas schwer vorkam, so hat sich dieses Gewicht schnell relativiert: bereits zwei Wochen nach dem wir die BoomBottle erhalten hatten vergaßen wir jene im Seitenfach des LowPro Passport Messenger und trugen sie munter ganze drei Tage über das Messegelände der Gamescom – glücklicherweise ohne, dass sie uns entwendet wurde. Bereits die letzte BoomBottle wirkte auf Außenstehende Design-technisch wie eine Star Trek Requsite, auch die BoomBottle H2O reiht sich in diesen Eindruck ein: der Bluetooth Lautsprecher von Scosche setzt sich von der Masse ab und wirkt außerordentlich schick. Mangels Mikrofon ist die BoomBottle H2O allerdings nicht als Freisprech-Einrichtung zu gebrauchen.
Macht nicht nur unter Wasser eine gute Figur: Scosche BoomBottle H2O
Für die nächste Revision wünschen wir uns einen Forward- und Back-Button, um vollkommen losgelöst vom Smartphone zu arbeiten. Gern darf Scosche diese auch bei beim großen Vorbild nachliefern. Denkbar wäre auch ein Software Update, um die Lautstärke-Tasten doppelt zu belegen. Damit im Wasser der Ton nicht in Richtung Schwimmbecken verloren geht, sollte Scosche den Produkt-Designer noch mal das Gewicht um verteilen lassen. Auf unserer persönlichen Wunschliste würde auch ein Behälter stehen, um die BoomBottle nach dem Schwimmgang im noch nassen Zustand in der Tasche transportieren zu können. Die Schnalle, um die Abdeckung von MicroUSB Port und Klinkeneingang zu entfernen, darf Scosche gern der großen Schwester spendieren.
Musikspaß im kühlen Nass: die BoomBottle H2O
Durch ihre robuste Art eignet sich die BoomBottle für Festivals, im Schwimmbad aber auch harmlosere Situationen wie Grillpartys: das Gehäuse der H2O lässt kein Wasser oder Schmutz in das Gehäuse. Mit ihrem 50 mm Lautsprecher erzeugt die Boombottle H2O einen leicht hinter der großen Schwester hinter her hinkenden Ton, dass beide Lautsprecher gleich aufliegen hat aber (hoffentlich) auch niemand erwartet. Durch unseren erfolgreichen Test unter oder mit Wasser gibt es von der Nerdbench einen eindeutigen Kauf-Tipp. Die Boombottle H2O ist verfügbar in grau, blau und gelb. Die BoomBottle H2O wird in Schwarz, Blau und Gelb angeboten. Hoffen wir, dass es 2014 noch ein paar Sonnenstrahlen gibt. 
Positives

Leicht
Kompakt
Wasserdicht
Günstig
Guter Ton

Negatives

Schwimmt mit Speaker nach unten
Kein NFC

Bewertung
Unsere Bewertung
Technik
9.0
Akkulaufzeit
9.0
Performance
9.0
Konnektivität
9.0
Design
6.3
Ton
8.5
Zubehör
9.0
Preis
9.0
Fazit

Mit der BoomBoottle H2O kann der Sommer kommen: die Nerdbench geht baden und der Bluetooth Speaker direkt mit. Jetzt muss nur noch die Speakerseite nach oben und der perfekte Sommer-Begleiter wäre geschaffen.

8.8
Unsere Bewertung
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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com