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Mobile Sicherheit: Malware mit dem Android-Gerät vermeiden

Mobile Sicherheit: Malware mit dem Android-Gerät vermeiden

von Timm Mohn10. August 2014

Kaum ein Monat geht vorbei, ohne dass über die immer weiter wachsende Anzahl an Malware berichtet wird, die es spezifisch auf Android-Smartphones oder -Tablets abgesehen hat. Ende 2013 ging man von einer Menge von ca. einer Millionen Dateien aus, die Smartphones an den Kragen wollen und es wird erwartet, dass sich diese Zahl nun etwa halbjährlich immer weiter verdoppelt. Mehr zum Thema gibts nach dem Break!

Dabei hält sich der Schaden in Wirklichkeit noch in Grenzen: Bislang wird lediglich ein Prozent aller Smartphones als infiziert eingestuft – gute Neuigkeiten für die anderen 99%. Diese sei trotzdem dringend geraten, sich eine Antiviren-Software für ihr Smartphone zu besorgen. Außerdem sind folgende Ratschläge zu befolgen, um weiterhin möglichst virenfrei zu bleiben:
1.      Vorsicht beim App-Download von Drittanbietern
Anders als Apples iOS ermöglicht Android den Download von Apps nicht nur aus dem Google Play Store (obwohl diese Funktion erst in den Einstellungen aktiviert werden muss, da sie standardmäßig ausgeschaltet ist). Es gibt gute Gründe, weshalb man die Dienste eines externen App-Shops in Anspruch nehmen kann. Es kann aber auch schief gehen, denn wie Studien herausgefunden haben, stammen über 60% der Android-Malware von Anwendungen externer Shops. Es ist also dringend dazu geraten, nur Apps von Quellen zu installieren, denen man auch eindeutig vertraut.
2.      Das Kleingedruckte im Google Play Store lesen
Studien haben den Google Play Store durchsucht und festgestellt, dass einige Apps ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen, vornehmlich weil sie auf Teile des Speichers zugreifen, die persönliche Daten beinhalten. Somit stellen sie ein Risiko für die Privatsphäre da und sind für viele Nutzer womöglich ein kleineres Problem, aber hin und wieder treibt sich auch Bösartigeres im Google Play Store herum, weshalb es wichtig ist, immer das Kleingedruckte zu lesen und genau darauf zu achten, worauf die jeweiligen Apps zugreifen. Wenn eine App die Erlaubnis haben möchte, SMS zu senden, sollte sie dafür schon gute Gründe haben – und zwar nicht, dass sie heimlich SMS am kostenpflichtige Services senden möchte und so die Telefonrechnung in luftige Höhe treiben möchte wie Android-Malware das gerne tut.
3.      Vorsicht vor Phishing
Malware ist nicht das einzige Sicherheitsrisiko. Phishing-Angriffe, also betrügerische Versuche, den Usern Daten oder sogar Geld zu stehlen, sind ebenso über das Smartphone wie über den PC zu befürchten, egal ob per Email, SMS oder im Web Browser. Wer eine fragwürdige Mail, die behauptet von der eigenen Bank zu sein und daraufhin seine Online-Banking-Daten in eine Fake-Website eingibt, ist ganz böse herein gefallen, egal ob er das alles per Rechner oder Telefon gemacht hat.
4.      Betriebssystem auf dem Laufenden halten
Genau wie bei Betriebssystemen am Rechner gilt auch auf dem Smartphone, das System stets auf dem Laufenden zu halten und regelmäßig mit Security und sonstigen Updates zu versorgen, denn je länger das Betriebssystem nicht auf den neusten Stand gebracht wurde, desto mehr Sicherheitslücken tun sich auf, die von Malware ausgenutzt werden können. Leider ist Google nicht verantwortlich alle Android-Geräte mit Updates zu versorgen, sondern überwiegend die Smartphone-Hersteller. Und diese sind nicht immer zuverlässig damit, regelmäßig Updates herauszurücken.
5.      Vorsicht vor fragwürdigen Dateianhängen
Dateien können ein System infizieren, sobald man sie herunterlädt – das gilt für das Smartphone genauso wie für den Rechner. Wer merkwürdige Emails mit Dateianhängen erhält oder SMS, die mit Bildern, Videos, etc. ausgestattet sind oder fragwürdige Links enthalten, sollte entsprechend alarmiert sein. Eine falsche Handbewegung und man hat sich eine bösartige Datei eingefangen. Die fraglichen Botschaften daher am besten gleich in den Müll.
Sollte der Fall der Fälle jedoch einmal eintreffen und man stößt trotz aller Vorsicht auf eine Malware-Datei, die das Android-Telefon zerlegen möchte, sollte eine Antivirus-Software vorhanden sein, die den Schädling abwehrt, unschädlich macht und entsorgt.
Sollte der Fall der Fälle jedoch einmal eintreffen und man stößt trotz aller Vorsicht auf eine Malware-Datei, die das Android-Telefon zerlegen möchte, sollte eine Antivirus-Software vorhanden sein, die den Schädling abwehrt, unschädlich macht und entsorgt. Die passende Sicherheitssoftware für das Smartphone zu finden gestaltet sich aber nicht unbedingt einfach. Dann kann jedoch auf Vergleichsportale wie Netzsieger zurückgegriffen werden, hier wurden die bekanntesten Anbieter von Android Sicherheitssoftware getestet und auch von den Kunden bewertet.

 

 

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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com