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HP Notebook Lautsprecher im Test: Lauter Ton überall dabei

HP Notebook Lautsprecher im Test: Lauter Ton überall dabei

von Timm Mohn19. August 2014
 Man hat die Präsentation stundenlang vorbereitet: Schöne Power-Point Folien, ein selbstgedrehtes Video und eine Gruppenarbeit – das Referat hat einfach alles! Außer eins: Ton. Der Seminarraum hat zwar Lautsprecher, aber das Kabel wurde durchgeschnitten. Manche Seminar-Räume kommen auch direkt ohne Lautsprecher aus. Mini-Lautsprecher wie die IFIT-1 können den Raum nicht restlos beschallen – ob die HP Mini Speakers sich da besser schlagen?


Zum Zeitpunkt der Aufnahmen waren die Lautsprecher bereits einige Zeit in Nutzung und sehen dementsprechend im Gegensatz zu sonst nicht mehr wie neu aus.

 

Meist ist auf dem Schreibtisch sowie schon kein Platz mehr: Überall stapeln sich Dokumente, Bücher oder Hefte, das Notebook oder der Bildschirm ist schon fast vom Tisch verdrängt. Große Lautsprecher haben da kaum mehr einen Platz und interne Monitor, Fernseher oder Notebook Lautsprecher sind meist auf lange Sicht eine Qual, die man sich lieber nicht zu muten möchte: doch bessere, größere Lautsprecher haben erst Recht keinen Platz auf dem Tisch. Doch für guten Klang braucht man nicht unbedingt große Lautsprecher – das beweist HP mit seinen Mini USB Speakers. Wir haben uns ein Testgerät in die Redaktion geholt.
Der Lieferumfang
Allein die Verpackung der HP Lautsprecher ist schon sehr kompakt: Nerdbench zweifelt, ob wir überhaupt das richtige Produkt bekommen haben. Doch beim Auspacken wird klar: Ja, wir haben die richtigen Lautsprecher erhalten. Zusammen mit einer Trage-Tasche kommen die HP Lautsprecher im Klein-Format zum Vorschein.
Die Kopfhörer bringen eine richtige Kabelwirtschaft mit sich
Dabei sind noch verschiedene Kabel: Zum einen Klinken-Kabel zur Verbindung der beiden Lautsprecher, zum anderen ein Kabel das Lautsprecher und Abspiel-Gerät verbindet, sowie ein USB zu Klinken-Kabel, um die Lautsprecher mit Saft zu versorgen. Dazu gibt es noch ein paar Papiere, die den Lautsprecher erklären. Ein Netzteil suchen wir vergebens, hier setzt HP wohl darauf, dass der Lautsprecher an den PC oder ein anderes Gerät mit USB Anschluss geschlossen wird.
Der erste Eindruck
Nerdbench fällt auf, dass die Lautsprecher sehr leicht sind. Wir können uns kaum vorstellen, dass aus so kleinen Speakern guter Ton oder Musik herauskommen soll. Schnell angeschlossen leuchtet die blaue Status LED auf – und wenig später spielen die HP Mini Speakers lautstark – und glasklar – Musik ab. An den Lautsprechern selbst gibt es keine Lautstärke Regelung, das Volumen wird also durch das abspielende Gerät bestimmt.
Die Lautsprecher sehen neben dem Nexus sehr gut aus
Uns gefällt, dass HP die Lautsprecher in ein mattes Gehäuse gesteckt hat – die Lautsprecher werden also kein Fingerabdruck Magnet sein. Solche Abdrücke sind immer sehr ärgerlich, weswegen die HP Mini Speakers hier ordentlich Plus-Punkte sammeln. Durch den Verzicht auf Bluetooth sind 3 Kabel nötig, um die Lautsprecher zum Laufen zu bringen. Das wirkt zu nächst nicht viel, doch schnell stellt sich heraus: hier kann ein unheimlicher Kabel-Salat entstehen, den man jedes Mal auseinander wurschteln muss, bevor man mit den Lautsprechern los legen kann. Das ist natürlich vermeidbar, wenn man die Kabel direkt nach dem Abbauen zusammen wickelt – aber wer macht das schon, wenn es dann mal schnell gehen muss?
Die Schutzhülle vom Nexus müssen wir leider abnehmen!
Optisch sehen die Lautsprecher auch neben dem Bildschirm schick aus. Sie wirken optisch selbst nicht überladen und passen sich in das Schreibtischbild ein. Die Kabel kann man hinter dem Bildschirm entlang laufen lassen, um den Schreibtisch aufgeräumter wirken zu lassen. Das Klinken-Kabel zwischen Lautsprecher eins und zwei ist ausriechend lang, um sie auf die jeweils andere Seite eines 26 Zoll Fernsehers zu stellen – und selbst da bleibt noch Spiel. Wir schätzen, dass sie auch an die Seite eines 28 Zoll Fernsehers passen; bei dünnem Rahmen auch an die Seiten eines 32 Zollers.
Die Kabeleingänge sind farbig markiert
Das Einsatzgebiet / Die Kompatibilität
Und tatsächlich: durch den USB Anschluss haben wir eine Vielzahl an Geräten, die die HP Mini Speakers mit Energie versorgen kann: Als erstes kommt natürlich in den Sinn, die Lautsprecher mit einem USB-Netzteil zu verbinden. Doch möchten wir mit den Lautsprechern mobil bleiben, ist es natürlich das oberste Anliegen, möglichst wenige Komponenten mit zunehmen.
Eingangs erwähnten wir, dass es durchaus vorkommen kann, dass eine gut vorbereitete Präsentation mit Bild und Ton gerade am Ton scheitern kann. Glücklicherweise reicht der Strom aus dem USB-Port eines Notebooks oder Tablets die Lautsprecher mit Strom zu versorgen.
Ist alles verbunden, kann es losgehen
 Nicht jeder möchte allerdings bei einer Garten-/ oder Feldparty sein Notebook mitnehmen – da reicht schließlich auch der iPod. In diesem Fall können die Lautsprecher auch mit einer Power-Bank betrieben werden, wie zum Beispiel unserer Anker Astro3, welche mit 10.000 mAh genug Strom für einige Stunden Musikbeschallung mitbringen sollte. Die HP Mini Speakers sind somit sehr breitgefechert einsetzbar. Leider mussten wir feststellen, dass nicht jede Powerbank die HP Lautsprecher durchgehend mit Energie versorgen können: die Anker Astro Mini beispielsweise schaltet sich manchmal einfach aus.
Mit jeder USB-Schnittstelle lassen sich die Lautsprecher verbinden
Der Ton
Wie bereits beim ersten Eindruck erwähnt, haben die Lautsprecher einen wirklich schönen Klang, der nicht übersteuert. Auch wenn wir das Notebook auf volle Lautstärke stellen, haben wir noch einen guten Klang, der zwar nicht mit Bässen überzeugt, aber wenigstens nicht verzerrt.
Verbunden leuchtet eine blaue LED im Lautsprecher auf

Einen normal großen Seminar-Raum können wir mit den Lautsprechern ohne Probleme beschallen, wenn die Stundeten dabei leise sind. Erhöht man die Lautstärke beispielsweise im VLC wird der Ton selbstverständlich verschlechtert, allerdings  geht der Ton dann auch bei unvermeidlichen Seitengesprächen nicht flöten. Hier muss jeder selbst entscheiden, inwieweit er die Qualität absinken lässt.

Auch bei voller Lautstärke erzeugen die HP Mini guten Ton
Die normale Lautstärke siedelt sich bei 78 dB ein. Das ist für den Preis von 30 Euro vollkommen okay und besser als unsere bisherigen Lautsprecher. Dadurch, dass die HP Mini auf zwei getrennte Lautsprecher Boxen setzt, kann man den Ton anders wie bei anderen Geräten in verschiedene Richtungen leiten, und den Hörerkreis damit erweitern.
Das Fazit
Für derzeit knapp 25 Euro sind die portablen Mini Speaker von HP ein Must-Have im Uni-Alltag ohne Überraschungen.  Durch klaren Sound und vor allem starken 78 dB überzeugen die kleinen Lautsprecher in jeder Situation und begeistern Nerdbench. Das positive Gesamtbild wird leider getrübt durch das Kabelgewirr und die damit verbundenen Probleme: Manchmal kippen die Lautsprecher beim ausrichten einfach um. Mit ein wenig Geschick und herum drehen, kann man die Mini Speaker dann wieder aufstellen – ohne das sie umfallen. In hektischen Situationen ist das natürlich ziemlich ärgerlich.
Die HP USB Lautsprecher sind umgefallen
Stehen die Lautsprecher und das Publikum im Seminar-Raum ist leise, können sich alle im Saal an den Klängen eines Referates erfreuen. Betreibt man die Lautsprecher nur zu hause ist der Klang sogar noch besser und schöner. Hier müssen die Lautsprecher auch nicht voll aufgedreht werden, sondern können auf 50 % der maximal Lautstärke gut einen 30 qm Raum ausfüllen. Auch bei Garten-/ oder Feldpartys erfreuen wir uns an den Klängen der HP Mini Speaker, welche auch über eine Powerbank betrieben werden können.

Ohne Kabel sähen die Lautsprecher aber noch besser aus, oder?

Für eine neue Revision wünschen wir uns Bluetooth und ein MicroUSB Lade Gerät oder zumindest Netz-Anschluss. Eventuell könnte HP auch einen Volumen-Button einbauen. Trotz unserer Negativ Punkte überzeugt uns der HP Mini Speaker: Ohne Verzerrungen und mit einem angenehm matten Design liefert HP hier nicht nur audio-mäßig ein gutes Bild, sondern auch optisch. Zum Transport legt HP auch ein Case mit, dass die Lautsprecher vor unschönen Kratzern oder Macken bewahren sollte. Gerade zu Weihnachten ein hübsches Geschenk, sollte jemand im Freundeskreis gerade nach günstigen Desktop Lautsprechern suchen, die nicht viel Platz auf dem Schreibtisch weg nehmen – der ist schließlich meistens schon voll genug. Von Nerdbench gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Die Lautsprecher machen eine gute Figur im Test

 

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com