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UMi X3: Das 8-Kern Phablet aus China im Test

UMi X3: Das 8-Kern Phablet aus China im Test

von Timm Mohn4. Mai 2014

QuadCores? Die gehören der Vergangenheit an! Mit dem X3
hat UMi ihr erstes OctaCore Phone auf den Markt gebracht. Dazu gesellt sich
eine 13 Megapixel Kamera, 2 Gigabyte Ram und 16 Gigabyte interner Speicher
sowie ein Full HD Display. Für einen Kampfpreis von hierzulande 250 Euro will
der Hersteller sich in den Köpfen der Kunden mit einem High End Gerät
positionieren. Ob sich das X3 mit seinem Datenblatt wirklich in die Herzen der
Redaktion spielen konnte, erfahrt ihr nach dem Break.

Wir bedanken uns bei 100kaufen.de für die
unkomplizierte und schnelle Teststellung des UMi X3

Update: Unser X3 stammte aus einer frühen Charge und war qualitativ hochwertiger als die aktuell vorhandenen Geräte. Leider hat UMi nicht dauerhaft auf die selben hochwertigen Materialien gesetzt, weswegen spätere Geräte nicht die Leistung des ursprünglichen X3 erreichten. Wir raten auf den Verkauf des X3 zu verzichten. 

Das Video-Review

Der Lieferumfang
In der OVP des UMi X3 steckt neben dem Smartphone selbst
noch ein USB Kabel sowie ein entsprechendes Netzteil. Da das X3 mit einem
internen Akku daher kommt ist dieser bereits vorinstalliert. Darüber hinaus hat
UMi den Karton genutzt, um Neulingen das Smartphone zu erklären – sehr
geschickt müssen wir zu geben.

In der OVP des UMi X3 wird das Gerät genau erklärt

Aufpassen sollte man allerdings auf den im ersten Moment
wie Schmuck wirkenden Pömpel im Klinkenanschluss: mit dem silbernen Stift kann
der Nutzer den Sim-Karten Schacht wechseln.
Der erste Eindruck
Wie wir später bei den technischen Details klären werden,
ist das X3 kein leichtes aber dennoch schlankes Gerät. Diesen Umstand merkt man auch schon von Beginn an: nimmt
man das UMi X3 das erste Mal in die Hand kommt es – gerade wenn man von einem
kleineren Smartphone umsteigt- einem schon fast zu schwer vor. Nach einigen Tagen Nutzung hat sich die Nerdbench
aber an das Gefühl gewöhnt und weiß die Wertigkeit, die mit einem gewissen
Gewicht automatisch mit schwingt, zu schätzen.

Eine Redakteurin telefoniert mit dem Phablet von UMi
Das X3 ist das erste Phablet der Redaktion seit dem
xTouch X507 und nach wenigen Minuten Nutzung fühlen wir uns in Meinung, dass
5,3-5 Zoll das perfekte Smartphone Format sein dürfte, bestätigt. UMi hält das Gerät
darüber hinaus recht kompakt und verzichtet auf dicke Rahmen um den Bildschirm
wie beim X1 Pro. Dadurch wirkt das X3 nicht nur Produktfotos elegant: es ist
auch in Natura und ganz ohne Photoshop schick. Apropos Photoshop: betrachtet
man die auch auf 100kaufen.de vorhandenen Produktbildern fällt auf, dass in der
Darstellung der Klinkenanschluss fehlt – da war wohl jemand etwas übereifrig
beim Retuschieren der Bilder.
Die Technik
Den größten Teil der Front des X3 nimmt der riesige 5,5
Zoll Bildschirm ein. Dieser löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf – was somit Full-HD
entspricht. Das Display sitzt auf LTPS Technologie. Die Abkürzung steht für low
temperature polysilicon. Die neue Bildschirmtechnik sorgt für niedrigen Energieverbrauch
und ausreichende Helligkeit und gilt als billig im Einkauf. Mehr Informationen
zu der fertigen von LTPS Displays gibt es an dieser Stelle. Unterhalb des Displays hat UMi drei Softbuttons mit Hintergrund-Beleuchtung
angebracht. Wie schon beim X1 sind diese nicht nach Googles Empfehlungen
(Zurück, Home, Taskmanager) angeordnet, sondern Menü, Home, Zurück. Erfreulicherweise
hat sich UMi sind die Buttons dafür schön ausgestaltet und der Homebutton
pulsiert von Werk aus sogar  – dies lässt
sich in den Einstellungen allerdings deaktivieren. Nicht  deaktivieren lässt sich die
Benachrichtigungs-LED am oberen rechten Rand des Gerätes. Auf der Front befinden sich noch die Front
Kamera mit starken 8 (!) Megapixeln sowie die Ohrmuschel.

Im Klinkeneingang versteckt sich der Simtray-Remover

Das X3 fasst eine Micro sowie eine Nano Sim Karte

Oberhalb des Gerätes befindet sich nur der
Klinken-Eingang, während man links den Sim-Karten Schacht aus dem Gerät
entfernen kann. Dieser hat Platz für eine Mini sowie Nano Sim-Karte. Unserer
Meinung nach dürften sich auch andere Hersteller hier mal etwas abschauen und
ihr eigenes Platzmanagement überdenken. UMi hat schon beim X1 Pro bewiesen,
dass sie gerne Platz sparen. Unsere Simkarte aus iPhone 5 Zeiten zieht ihren
Hut vor UMi und kann zum ersten Mal seit dem letzten Apple Gerät ohne Adapter
verwendet werden – denken wir an unser Glück mit dem Pomp W99 ist dies sehr
erfreulich: das Smartphone hatten wir direkt am ersten Nachmittag gesingle-simt.  An der rechten Seite platziert UMi den
Power-Button sowie den Volumen Rocker. Am Fuße des X3 sitzen die Stereo
Lautsprecher sowie der MicroUSB Port. Die Rückseite des Gerätes ziert das UMi
Logo sowie die 13 Megapixel Back-Kamera samt zweifachem LED Blitz.

Auf dem Display ist eine Schutzfolie angebracht

Der Sim-Tray beinhaltet gleich zwei Simkarten

Auf der Unterseite befinden sich Lautsprecher sowie der MicroUSB Port

Angetrieben wird das X3 von einem MediaTek MT6592
Octa-Core Prozessor, dem eine ARM Mali-450 GPU zur Seite steht. Bei dem im 28
Nanomillimeter gefertigten Prozessor handelt es sich um einen wahren
Acht-Kerner, so finden wir 8 Cortex A7 Cores auf dem Prozessor, die jeweils mit
1,7 GHz getaktet sind. Die bereits erwähnte Mali-450 verfügt über 700 Mhz.
Damit kann der Prozessor theoretisch 16 Megapixel Kameras (X3: 13
Megapixel!) steuern und 4K Filme wiedergeben. Desweiteren unterstützt er das
auch im X3 zur Trage kommende Full-HD Display. Mit dem MT6592 liefert das UMi
X3 Unterstützungen für Wireless Lan mit N Standard.

Volumen Rocker sowie Power-Button befinden sich auf der gleichen Seite

Auf der Oberseite kann per Klinkenanschluss auch kabelgebunden ein Kopfhörer angeschlossen werden

Auf der Rückseite ziert ein UMi Logo das Gerät

Mit 16 Gigabyte ist der interne Speicher in der heutigen
Zeit etwas knapp bemessen, allerdings kann man ihn dank USB On-the-Go erweitern.
Startet man das UMi X3 das erste Mal, sind (seltsamerweise) knapp 14 Gigabyte
frei – unterteilt in zwei Partitionen: für Apps und Einstellungen stehen 4
Gigabyte zur Verfügung  während das
Telefon noch weitere 10 Gigabyte frei hat. Nun denken wir mal an alle anderen
Smartphones mit 16 Gigabyte internem Speicher zurück: die meisten haben
insgesamt nur 10 Gigabyte Rest-Speicher nach dem Betriebssystem. Wo herstammen
also die 4 zusätzlichen Gigabyte? Bis sich jemand traut, sein X3 aufzumachen
bleibt diese Frage wohl unbeantwortet – Freiwillige vor  Am RAM hat UMi nicht gespart: mit 2 Gigabyte
ist das Smartphone gut gerüstet für die Zukunft.

Alle von Antutu-Benchmark ausgelesenen Daten
Der Ton
Im Gegensatz zum kleinen Bruder setzt das X3 auf einen
Stereolautsprecher, was dem Film- oder Seriengenuss sehr zugute kommt. Die
Speaker können auch erstaunlich laut werden: das X3 ist mit Abstand das
lauteste Smartphone in der Nerdbench-Redaktion – so schnell dürfte man den
Klingelton auch in lauten Umgebungen nicht überhören. Auch wenn Musik-Stücke ohne Probleme dargeboten werden, neigt das X3 bei YouTube Videos (beispielsweise LeFloid) bei besonders lauter Stimme und voller Lautstärke zuknarzen. Diesem Effekt kann man entweder durch Reduzieren der Lautstärke entgegen wirken (das X3 ist in diesem Fall Indoor immer noch laut genug) oder eben einen externen Lautsprecher anschließen.

Die Boombottle gibt über Bluetooth den Ton aus…

… so werden die Geräusche der Sphero gut in Szene gesetzt
Wer gerne seine Umgebung an seinem Musikgeschmack teil haben
lassen möchte greift darüberhinus am besten zu externen Lautsprechern, wie der Scosche Boombottle und koppelt den
Outdoor-Speaker mithilfe von Bluetooth – hier kann man sich sicher sein, dass
die Musik nicht nur laut sondern auch mit gefühlt etwas mehr Bass abgespielt wird.
Das Display
Laut Hersteller ist im UMi X3 ein LG Display Panel
eingebaut – und tatsächlich lesen sich die technischen Daten des LG Gx 1:1 wie
die des UMi X3. Das Display ist sehr lichtstark und auch unter direkter
Sonneneinstrahlung ablesbar. In geschlossenen Räumen reichen bereits 20 Prozent
und weniger, um das Smartphone bedienen zu können.

Das 5,5 Zoll Display bereitet viel Spaß beim Videoschauen

Da es sich beim Display des UMi X3 um ein FullHD-Panel
handelt, brauchen wir gar nicht erst nach Pixeln zu suchen: bereits mit 300 dpi
sind diese nicht mehr für das menschliche Auge zu erfassen.
Spätestens während der Sichtung der
Pilot-Folge von Bad-Teacher hat sich die Nerdbench vielleicht nicht in die
Serie, aber wenigstens das Display verliebt. Wenn wir an den Preis-Tag zurück
denken hat man hier wirklich das Maximum an Technik in das Panel gesteckt, das
möglich gewesen sein kann. (Alle) Andere Hersteller (Hallo Samsung, Motorola,
HTC!) dürfen sich hier gerne bei ihren Mittelklasse Modellen eine Scheibe
abschneiden.
Die Kamera
Nach dem wir von der Kamera des X1 Pro eher enttäuscht
waren atmen wir bei der X3 Kamera beruhigt auf: die 13 Megapxiel Cam arbeitet
zur vollen Zufriedenheit der Redaktion. Eine Sache können wir allerdings auch beim X3
nicht verstehen: die 13 Megapixel beziehen sich auf das 4:3 Format – das ist
ersteinmal nicht ersichtlich und wurde uns auch nach längerer Recherche nicht
bewusst. Tatsächlich werden 16:9 Fotos nur in 9,7 (!) Megapixeln aufgelöst. Es
ist die gängige Praxis auf die Art und Weise die Auflösung von China-Smartphones hochzurechnen –
in den Augen von Nerdbench ein Unding. Da in der Redaktion bis auf das QV830
alle Geräte über einen 16:9 Bildschirm verfügen haben wir uns entschlossen, die
Testfotos im 16:9 Format aufzunehmen.

Das Menü in der Uni

Mit 13 Megapixeln ist die Kamera stark genug, um damit zukünftige Blog-Fotos zu illustrieren

Auch bei Nacht holt das X3 Pro einiges aus der Szene raus

Weitere Beispielaufnahmen haben wir hier hin ausgelagert.

Der auf der Rückseite angebrachte Doppel-Blitz des X3
kann in schummrigen Situationen noch mal ordentlich etwas aus der Situation
heraus holen. Über unsere bevorzugte Taschenlampen-App lässt sich der Blitz
leider nicht ansteuern –  dies geht aber
über TinyFlashlight.

Auch die Front-Kamera macht..

… gute Fotos

Auch die Front-Kamera kann sich sehen lassen: Selfies
kann der Nutzer mit 8 Megapixeln aufnehmen, allerdings leider nicht per Finger-Tap focusieren. Die Fotos könenn sich zwar nicht ganz mit der Back-Kamera messen, Ellen DeGeneres kann zu Recht eifersüchtig werden: das
Oscar-Selfie wurde nämlich nur mit 2 Megapixeln aufgenommen.

Die Kamera-App darf gern noch etwas angepasst werden
Der Formfaktor
Mit 5,5 Zoll bewegt sich das X3 in Phablet-Größe und ist
auch das bisher auch das erste Gerät mit über 5,3 Zoll in der Nerdbench
Redaktion. Trotzdem liegt das Gerät gut in der Hand – wobei wir das Gerät mit
zwei Händen bedienen. Durch die hohe Auflösung in Kombination mit dem großen
Display eignet sich das Gerät perfekt als Begleiter in der Universität:
zusammen mit der Microsoft Wedge hat sich das X3 als Begleiter in der Uni
bewehrt, besonders an Tagen, wo das Gigaset QV1030 einfach ein wenig zu groß
ist und wir gar nicht viel mit nehmen wollen. Für die Halterung der Tastatur
ist das X3 zwar noch etwas zu klein, doch mit dem Belkin Filpblade hat sich
auch dieses Problem erledigt: das UMi X3 verwandelt sich somit schnell zum
Office-PC.

Da muss eine Handtasche her: Frauen-Hosentaschen sind zu klein für das X3

Mit 5,5 Zoll stößt das X3 leider auch bei einigen unserer
Gadgets an seine Grenzen: das Gerät passt leider nicht in
die Fahrrad Halterung von Herbert Richter.

Die Performance 
Tatsächlich hatten wir in der ersten Version unseres Reviews diese Abteilung vergessen – niemand in der Redaktion kam auf die Idee, über Fluffigkeit, eventuelle Lags oder langsame Arbeitsprozesse zu meckern. Warum? Das UMi X3 ist ein sehr schnelles Smartphone, dass seinen Nutzer niemals warten lässt und alle Aufgaben im täglichen Leben meistert. Die 8 Kerne des Smartphones arbeiten mit GPU und Ram perfekt zusammen, sodass wir keine Wartezeiten mit Kaffeholen überbrücken müssen. Egal ob Spiele, Videos oder Audio Content: das X3 meistert alles. Auch Antutu merkt das und vergibt 26.963 Punkte.

Ein sehr gutes Ergebnis für ein 250 Euro Gerät
Die Konnektivität
Spätestens nach dem ersten Start müssen erst einmal
einige Updates installiert werden – das geht über WLAN natürlich sehr viel
besser als über das 3G Netz und schont unser Datenvolumen. Die Verbindung zu
unserem Router läuft problemlos, auch wenn dieser nicht auf derselben Etage wie
die Testcouch steht. Zusätzlich gibt es auch keine Probleme mit der SnapOn
Kamera von Sony: das Kameramodul überträgt zuverlässig die Bilder des 20
Megapxiel Objektiv – nicht, dass dies das X3 nötig hätte. Zusammen mit der
GoPro Hero 3+ konnten wir auch keine Probleme feststellen.

Gute Empfangsleistung ist bei unseren Geräten Pflicht
Bluetooth ist aus dem Alltag der Nerdbench nicht mehr weg
zudenken: unterwegs funkt das Bluetooth Headset Freedom von Supertooth sowie
die Pebble mit unserem UMi X3, während zuhause bereits die Jawbone BIG Jambox
auf uns wartet. Auch der Smart Body Analyzer von Withings möchte sich mit dem
X3 verbinden – ohne Probleme.

Über Bluetooth informiert die Pebble über neuste Benachrichtigungen

Erfreulicherweise hat das UMi X3 auch NFC an Board. Vor
ein paar Wochen hätte die Nerdbench müde gelächelt und dies in einem Satz
abgetan. Tatsächlich hat sich auf dem Markt aber einiges getan und immer mehr
Geräte können NFC vorweißen. So verbinden wir unsere Bluetooth Kopfhörer von
Supertooth mit dem UMi X3 und auch das Sony Kamera Modul QX100 überträgt das
WiFi Passwort per WLAN an unser Smartphone. Auch die Sony Smartwatch 2 ist viel
schneller mit dem UMi X3 gekoppelt, als wenn wir extra in die
Bluetooth-Einstellung wandern müssen.
Das
Betriebssystem 
Das UMi X3 verwendet das nicht mehr ganz taufrische
Android 4.2.2, welches am 9 April 2104 komplimentiert wurde. Auch wenn das
Promo Bild auf 100kaufen.de chinesisch ist: das X3 spricht auch fließend
Deutsch und Englisch. Das Betriebssystem ist mit großzügigen Extras
ausgestattet: so gibt es im Gegensatz zum X1 Pro mehr als zwei Gesten und wir
können die Kamera, den Browser das Telefon etc. per Zeichnungen aufrufen. Sobald
wir allerdings eine Display-Sperre einrichten funktioniert nur noch der
Doppel-Tap auf dem Display um das Gerät aufzuwecken: die Kamera wird nicht mehr
durch unser gezeichnetes „C“ geöffnet.

Auch wenn uns Android nicht in Deutsch begrüßt: verfügbar ist die Sprache
Wir vermuten das im X3 noch eine SD Karte installiert ist

Bis auf wenige zusätzliche Apps…

… gibt es kaum Bloat-Ware

Es steht außer Frage, dass dann Octa-Core Android sehr
flüssig läuft und die allgemeine Performance auch mit mehreren Apps sehr zügig
läuft. Ein paar Bugs haben sich dennoch eingeschlichen: so läuft der von der
Nerdbench sehr gerne genutzte System Monitor nicht – dies ist aber nicht nur auf
das X3 beschränkt: bei den Kollegen von TradingShenzhen haben wir erfahren,
dass dort auf dem THL T100s mit dem selben Prozessor das Programm auch direkt
nach dem Aufrufen wieder crashed. Wir haben dem Macher von System Monitor
diesbezüglich bereits eine Email geschickt. Auch Facebook hat mit dem X3
manchmal seine Probleme: nach dem wir einem Kollegen einen Pinnwand-Eintrag auf
der Seite hinterlassen haben, schließt sich die Anwendung wieder – erst im
dritten Anlauf (mit schließen!) wurde Beitrag auf der Pinnwand des Redakteurs
gepostet. Darüber hinaus haben keine App aus dem Redaktionsalltag gefunden, die
nicht mit dem X3 läuft. 

Durch verschiedene Gesten kann das X3 geweckt werden
Der Taskmanager wischt nach unten statt zur Seite
Über Zugriffe von Programmen auf Systemfunktionen werden wir informiert, denn…

… das X3 verfügt von Anfang an über Root
Wir können uns die Apps mit ihren Berechtigungen anschauen…
… und diese erlauben oder verweigern
Über diese Aktivitäten gibt es ein Protokoll
Was Android in Sachen NFC hier von uns will, wissen wir leider nicht
Hat der Nutzer NFC aktiviert, befindet sich in der
Benachrichtigungsleiste darüber ein Hinweis, der sich nicht wegdrücken lässt,
außer man deaktiviert NFC. Da die Technologie kaum bis keinen Strom verbraucht
finden wir diesen penetranten Hinweis etwas nervig – ein Icon im Drop Down Menü
hätte vollkommen ausgereicht. Plus Punkte sammelt das Dual-Sim Phone dafür,
dass im Betrieb mit einer Sim-Karte nur ein Status-Balken in der
Benachrichtigungsleiste auftaucht, auch wenn bei jedem Boot Vorgang die Meldung
erscheint, dass nur eine Sim Karte verwendet wird – diese lässt sich aber
schnell zur Seite wischen und stört nicht weiter.

Das UMi X3 ist ganz neu auf dem Markt – die Firmware somit sehr aktuell

Auch wenn auf needrom.com augenscheinlich genau unser Rom
angeboten und als nicht gerooted bezeichnet wird: Android kommt mit
intrigiertem SuperUser und fragt stets, welche Rechte man den einzelnen Apps
zusprechen und welchen Anwendungen man ihre Bedürfnisse verweigert möchte.
Das USB on the Go
Leider kommt das UMi X3 ohne Erweiterungsspeicher daher.
Dafür hat der Hersteller dem Smartphone USB-On-the-Go (OTG) spendiert: somit
kann man mit externen Datenträgern den Speicherplatz erweitern. Auf der CeBIT
2014 haben wir von DVBrothers einen genialen USB Stick fürs Smartphone
erhalten: diesen könnten wir an das X3 stecken und schon werden wir gefragt, ob
wir das Standard-Laufwerk ändern möchten. Da wir den USB Stick aber nur für
größere Medien verwenden wollen, lehnt die Nerdbench dies ab. Den Stick nennt
DVBrothers TOP – das steht für Touch OTG Pen, Touch da er – wenn auch schlecht
– als Eingabestift für das Smartphone dienen kann.  TOP steckt fest im Gerät und fällt sicherlich
nicht so leicht heraus – das ist vor allem bei Zugfahrten wichtig, wenn man
nicht dauernd den Stick wieder in das X3 fummeln möchte.

Externe Datenträger sind kein Problem für das UMi X3
Mit TOP erweitern wir den Speicher des UMi X3 um 4 Gigabyte
Die Akkulaufzeit
Normalerweise geben wir an dieser Stelle meist sehr
genaue Informationen zu den Akkulaufzeiten, die sich im Grunde auf die App
„System Monitor“ stützen. Diese ist leider noch nicht für Octa-Cores angepasst
und crashed direkt nach dem Start. Da UMi seinem X3 allerdings einen 3.150 mAh
Akku spendiert hat, können wir beruhigt feststellen, dass man trotz Heavy Usage
gut über den Tag kommt: nach einem Tag an der Pebble, 40 Serienminuten sowie 2
Stunden Audiowiedergabe über unsere Bluetooth Kopfhörer und Lautsprecher,
gelegentlichem Surfen sowie Abgleichen mehrere Konten (Emails, Twitter,
Facebook etc.) haben wir immer noch etwa 10 Prozent als wir gegen 22 Uhr
erschöpft auf unsere Testbank fallen.

Nach 23 Stunden Betrieb haben wir noch 8 Prozent Saft übrig

Die Prozent-Angabe können wir als zuverlässig einstufen:
nach dem wir beim Nexus 5 ohne Franco Kernel dem Akku beim in die Knie gehen
förmlich zuschauen konnten hält sich das UMi X3 nicht nur zunächst ziemlich
gut. Im Vorfeld des Nexus 5 hatte die Techwelt über einen 3.000 mAh Akku
gerätselt – Google hatte sich damals dagegen entschieden. Wir können nun nur
ahnen, wie gut sich das Nexus 5 mit einem größeren Akku geschlagen haben.
Glücklicherweise sind wir nicht mehr darauf angewiesen: das UMi X3 erfüllt all
unsere Wünsche und auch das Xiaomi Mi3 verfügt über einen saftigen Akku. 
Der Händler
Für unsere
Testberichte wurde  uns das UMi X3 sowie
das X1 von 100kaufen.de zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle haben wir den
Händler kurz vorgestellt.
Das Fazit
Nicht nur das Datenblatt des X3 liest
sich gut – unser Testbericht auch. Mit starkem Prozessor, großzügigem Ram und
starken Verbindungen punktet das Octa-Core Phone auf ganze Linie. Wenn UMi jetzt noch die vereinzelten
Software Bugs beseitigt und den Lautsprecher vom nervigen Knacksen bei voller
Lautstärke befreit dürften 90 % unserer Kritikpunkte erledigt sein. Wir haben unsere Probleme dem
Hersteller bereits zugesandt und hoffen auf baldige Besserung. Für zukünftige
Versionen würden wir uns MHL wünschen, um das X3 in der Universität auch an
Beamer schließen zu können und somit ein Notebook überflüssig zu machen.

das UMi X3 steht uns in der Uni mit der Microsoft Wedge zur Seite

Das X3 hat mit seinem Auftritt mit einem Mal alle unsere
bisherigen Smartphones in den Schatten gestellt: das HongMi von Xiaomi, aber
auch das Hauwei Honor 3C sowie das Pomp W99 sehen alt gegen das X3 von UMi aus.
Die billigeren Geräte – wie das UMi X1 sowie das Xiaocia X9 – haben keine
Chance gegen das Octa-Smartphone.

Auch unsere Androids sind begeistert um UMi X3

Wer derzeit auf der Suche nach einer All-in-One Phablet
Lösung aus China ist, trifft mit dem UMi X3 voll ins Schwarze: dank großem
Display kann man das Smartphone nicht nur für Filme sondern auch für Notizen in
der Universität einsetzen. Für 249 Euro erhält man bei 100kaufen.de ein
grundsoldies Smartphone mit ausgezeichneter Test-Note – von uns gibt es eine klare Kaupfempfehlung.
Was denkst du?
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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com