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Dell Optiplex FX160 Modding: Festplatten-Einbau

Dell Optiplex FX160 Modding: Festplatten-Einbau

von Timm Mohn15. April 2014

Nerdbench möchte aus dem FX160 einen vollwertigen Nettop bauen. Dafür haben wir bereits das Gehäuse geöffnet und den Ram ausgetauscht. Da im Optiplex alledings nur ein sehr geringer interner Speicher von 512 MB vorhanden ist, haben wir uns eine alte Festplatte geschnappt und diese in den Thin Client eingebaut. Was es dabei zu beachten gibt und was ein Modder für den Eingriff benötigt erfahrt ihr nach dem Break.

Der Dell OptiPlex FX160 wurde uns von auktions-ass
für die Review-Serie zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns beim
Online Shop für die Möglichkeit, mit dem Gerät herumzuspielen. 

Der FX160 ist ein sehr schlankes Gerät, dass in der Grundaussattung nur mit einem 512 MB Flash-Speicher daher kommt. Zusätzlich gibt es natürlich größere aber unverschämt teure Speicherchips direkt von Dell: 16 Euro pro Gigabyte würden beim nächst-größeren Chip anfallen. Der Aufpreis wird deswegen fällig, da die einzubauenen Speicherchips den Sata-Anschluss nach unten ausgerichtet vorweisen müssen, im Gegensatz zu normalen SSDs, die nach hinten den Anschluss angebracht haben.

Wir haben beide Varianten probiert…

… das Kombi-Kabel ist aber die komfortable Lösung

Das ist der Nerdbench natürlich trotzdem zu viel, weswegen wir eine alte Festplatte zur Seite nahmen um diese in den FX160 einzubauen. Da es auf dem Board einen PCI-E Anschluss gibt, war unsere eigentliche Zielsetzung, dass Gerät ggf. offen und mit einer 3,5 Zoll Festplatte  sowie einem WLAN Chip zu betreiben. Leider wurde dieser Hoffnung relativ schnell der Gar ausgemacht: mit großen Harddisks kann der Nettop nichts anfangen.

Nur die kleinere Variante läuft mit dem FX160
Ist eine 3,5 Zoll Festplatte am FX160 angeschlossen, wird diese nicht hochgefahren

Natürlich funktionieren auch SSDs mit dem FX160, eine solche steht uns derzeit aber nicht zur Verfügung. Um später keine Probleme beim Boot-Vorgang zu haben, empfiehlt es sich bereits vor dem Austausch der Festplatte im BIOS die Festplatten-Einstellung auf ATA um zustellen – wird dies vergessen bootet der Nettop nicht vollständig. Damit die Festplatte an das Board angeschlossen werden kann, benötigte die Nerdbench noch Kabel: es gibt auf dem Board 2 SATA Anschlüsse, wobei der zweite zu einer kleinen Fehlermeldung beim Booten führt: erkennt der FX160 die Festplatte als solche, soll der Rechner nach Ansicht von Dell  mit einem Lüfter betrieben werden. Zwar kann man das Gerät problemlos weiter booten, dennoch wird ein Tastendruck zum Fortführen des Boot-Vorgangs nötig.

Unsere Konstruktion ist (fast) passgenau – der FX160 kann geschlossen werden

Tatsächlich vertreibt Dell beziehungsweise heuzutage nur noch Dritt-Anbieter ein Festplatten-Caddy für den FX160, dies ist aber unverschämt teuer: knapp 50 Euro werden inklusive Versand für die Halterung mit Lüfter nötig, da diese importiert werden muss. Da wir nicht bereit waren, so viel Geld in das Festplatten-Caddy zu investieren, haben wir die Harddisk am ersten SATA Anschluss des Mainboards angebracht, der auch keine Fehlermeldung über einen fehlenden Lüfter ausspuckt. Die Festplatte hängt liegt nun lose im Nettop.

Den Chip können wir nun als externe „Festplatte“ nutzen

Kaum ist die Festplatte eingebaut, kann das Gehäuse wieder geschlossen werden. Aufgrund des mangelndem Platz-Angebot muss man entweder sehr vorsichtig beim Schließen des Deckels sein oder den Sata-Anschluss zum Beispiel mit Heißkleber festkleben: wir haben versehentlich mehrmals den Sata-Connector wieder ausgestöpselt. Mit 2 GB Ram und der 500 GB Festplatte war unser FX160 bestens vorbereitet auf Windows 7. Wie sich der Thin Client als vollwertiger PC schlägt, erfahrt ihr in den kommenden Tagen bei der Nerdbench.

Die Installation kann beginnen!

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com