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TV-Stick mit Mehrwert: Miniand Smart TV im Review

TV-Stick mit Mehrwert: Miniand Smart TV im Review

von Timm Mohn23. Februar 2014
Wir von der Nerdbench verfolgen ja bereits seit längerem
die Entwicklung der Android TV Sticks. Von den ersten Single Core Sticks bis
hin zu QuadCore Monstern hatten wir alles auf der Testbank. Die neuste
Inkanation verfügt zwar nur über einen DualCore Prozessor hat aber eine Sache
den meisten TV-Stick voraus: Eine Webcam. Ob der Stick die Nerdbench überzeugen
konnte erfahrt ihr nach dem Break.

Der Praktikant den Artikel wohl verlegt. Eigentlich sollte er bereits im November 2013 erscheinen. 
Die
Innovationslücke
Es gibt sie mittlerweile an jeder Ecke: Android TV
Sticks. Ob im Media Markt – irgendwo in einem der unteren Fächern – oder im
Conrad bei den MiniPCs: Im Laufe der letzten zwei Jahre haben sich die
USB-Stick großen Geräte in unsere Regale und Wohnzimmer eingenistet. Doch
wirklich spannend sind die Geräte nicht, denn das Innenleben ist bis auf wenige
Ausnahmen gleich – die Produzenten drehen an den immer gleichen Hardwarepunkten
sowie der Software. Das kann gut und gerne als langweilig bezeichnet werden. Wo
bleibt das gewisse Extra? Das Besondere? Es sollte etwas sein, was uns reizt,
einen neuen Stick zu kaufen und den alten in Rente zuschicken oder zu
verkaufen. Miniand hat dies jetzt mit ihrem Miniand Smart TV geschafft: statt
immer nur unter der Haube zu drehen, haben sie eine völlig neue Hardware
Komponente sowie Form erschaffen: Der Smart TV von Miniand verfügt über eine
Webcam und ein Mikrofon. Endlich ein Android Gerät, mit dem wir Out-of-the-box
mehr machen können, als mit allen anderen Android TV Sticks in der Redaktion.
Das Hands-On
Aus der Verpackung rausgenommen fällt direkt die
glänzende Hülle des TV Sticks auf. Damit macht sich Miniand bei uns natürlich
kaum Freude: Hier werden Fingerabdrücke deutlich zu sehen sein mit der Zeit.
Die Nerdbench bevorzugt mattes Finish und hofft auf spätere Versionen, die
nicht so einladend auf Fingerabdrücke wirken.
Die Klebeüberreste stammen von einer Montage an einem etwas dickeren Fernseher
Das Gerät selbst hat an der Vorderseite LEDs für Power
und WirelessLan. Daneben befindet sich das Mikrofon für Skype sowie die 2
Megapixel Kamera. An der Seite hat Miniand 2 Lüftungsschlitze angebracht. Auf
der Rückseite des Gerätes befindet sich der MicroSD Karten Slot, zwei USB
Anschlüsse, der HDMI sowie AV Anschluss (!), ein Ethernet Port, die der Standby
Schalter. Wir gingen anfangs von einem On/Off Switch aus, das ist aber nicht
der Fall. Android wird zwar pausiert, aber nicht vollständig herunter gefahren.
Das ist schade, denn somit brauchen wir ein Widget um das Smart-TV
auszuschalten.
Im Gegensatz zu anderen Android TV Sticks versteckt sich
der Miniand Smart TV nicht hinter dem Fernseher im HDMI Anschluss. Das ist
wegen der Kamera auch kaum möglich oder sinnig.
Umso erfreulicher, dass der Smart TV nicht den
Gesamteindruck unseres Fernsehers drückt, sondern ihn stimmig ergänzt. Gut,
zugegeben: Eine besondere Schönheit ist unser Fernseher auch sonst nicht.
Ob man bei 2 Megapixeln von HD sprechen kann? 


Das Konzept
Smart-TV
In den letzten Monaten wurde uns der Begriff „Smart-TV“
nur so um die Ohren gehauen. Doch was ist ein Smart-TV eigentlich?  Mit einem normalen Fernseher kann man die
verschiedenen Kanäle auswählen, die Reihenfolge bestimmen und eventuell aus
jugendschutzrechtlichen Gründen etwaige Kanäle sperren. Mit einem Smart-TV kann
der User nun frei über den Content auf seinem Fernseher entscheiden: Statt wie
gewöhnlich Fernzusehen switched man rüber zu YouTube und schaut sich eine Folge
seines Lieblings Podcast an. Wahlweise surft der von Werbung genervte User aber
auch einfach schnell eine Runde im Internet, bis die Werbung vorbei ist  – oder schickt Tweets über den Verlauf seiner
Serie ins World Wide Web ab.
Leider wird der Miniand Smart-TV Nicht mit einem MicroUSB Kabe angeschlossen
Doch nicht jeder kann sich einen neuen Smart-TV leisten.
Ältere Modelle, also nicht ganz so smarte Fernseher, unterstützen kein
Betriebssystem wie Android und sind deswegen meist außen vor. Android TV Sticks
werten den Fernseher somit auf und geben ihm einen neuen Funktionsumfang, der
davor nicht möglich gewesen ist.
Das Innenleben
Im Miniand Smart-TV steckt ein Rockchip RK3066 DualCore
Prozessor mit einer Mali-T624 GPU. Dazu gibt es 1 GB Ram und 8 GB internen
Speicher. Letzteres ist außergewöhnlich üppig und bietet viel Speicherplatz für
Filme und Serien sowie Spiele her. Wirklich besonders ist allerdings…
Die Kamera
Sicherlich sind ein DualCore
Prozessor und 1 GB keine Sensation und hauen heute niemanden mehr so richtig
vom Hocker. Doch da ist ja noch die eingebaute Webcam mit 2 Megapixeln. Wer
sich bisher mit Android und Kameras auseinander gesetzt hat weiß, dass die
meisten Kameras wirklich schlecht oder gar nicht laufen – es gibt einfach keine
Treiber für die Geräte. Die logischste Konsequenz ist, einfach eine Kamera ein
zubauen. Leider haben dies bisher noch nicht viele Hersteller gemerkt. Die
Kamera bringt natürlich auch eine Probleme mit sich: Wie sollen wir einen
schicken und funktionalen Stick herstellen, in dem auch noch eine Kamera
steckt? Miniand liefert mit ihrem
Smart-TV die Antwort darauf: Im Stil der Kinect wird die Kamera über den
Fernseher gespannt und zeigt damit auf den User.
Das Herzstück des TV-Sticks
Selbstverständlich hält die
Kamera nicht mit den neusten 13 Megapixel Kameras aus unseren Smartphones mit,
aber zum Skypen reicht das Ergebnis allemal. Das Rom unterstützt die Kamera
vollständig und auch Skype macht keine Probleme bei der Video-Telefonie.
Der Händler
Miniand ist ein australisches Unternehmen mit einem
weiteren Sitz in Guangzhou. Das liegt in China und von dort aus dürften auch
die bisherigen Pakete an die Nerdbench verschickt werden. Haben wir eine Frage
oder Problem, antwortet Miniand immer zügig und versucht, uns Hilfestellung zu
geben. Das freut nicht nur die Nerdbench, sondern auch den Kunden. Wir haben
nicht das erste Mal dem Postboten ein Paket von Miniand aus der Hand gerissen
und werden dies hoffentlich auch noch in nächster Zeit das ein oder andere Mal
tun können: die Pakete kommen sehr schnell zu uns und sind gut gepackt und
gepolstert. Dazu gibt’s meistens ein kleines Goodie in Form einer Tasche.
 

Miniand bietet den Stick exclusive an!  
Das Fazit
Mit dem Miniand Smart TV
erhält man für schlappe 89 Euro einen sehr guten Allround Smart-TV Aufsatz für den
Fernseher. Dazu kommen gegeben falls noch Kosten für die Fernbedienung sowie
das HDMI oder AV Kabel. Der Rockchip RK3066 ist zwar nicht der neuste Stick auf
dem Markt, aber immerhin stromsparend. 
In zukünftigen Versionen würden wir uns neben einem aktuellen Android
Betriebssystem vielleicht auch noch eine stärkere Webcam wünschen – dafür
würden wir auch gerne etwas mehr Geld auf den Tisch legen. Würde man dem
Smart-TV einen QuadCore Prozessor, eine 13 Megapixel Kamera, 2 GB Ram und das
doppelte an Speicherplatz zur Seite stellen, könnten Blogger das Miniand Smart
TV prima für Podcast Aufnahmen nutzen oder für schnelle Updates aus der
Redaktion.
Der Miniand-Stick und Android: Ein unschlagbares Team
Aber auch so überzeugt der
Budget Android PC die Nerdbench und erhält für uns die Auszeichnung „Bester
Android Smart TV 2013“.
Habt ihr noch Fragen zum
Miniand Smart TV? Dann ab damit in die Comments.

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Über den Autor
Timm Mohn

Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen – WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com