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Gadget Test: Kit High Power – Der Notfall-Strom aus dem Handgepäck

Gadget Test: Kit High Power – Der Notfall-Strom aus dem Handgepäck

von Timm Mohn26. März 2013

Ein Arbeitstag dauert meist ganz schön lang, und – nunja, interessanter könnte er auch sein. Kein Wunder, dass man manchmal aufs Handy blickt. Doch unseren teuren Smartphones geht meistens gerade dann die Puste aus, wenn man nicht gerade seinen Facebook Status updaten möchte, sondern ein wichtiger Anruf ansteht, oder die Dienstreise doch mal länger wird als gedacht. Mit Viel Pech landet man in einem stundenlangen Stau ohne Vorwärts kommen oder einem Zug, der erst einmal 2 Stunden auf eine Überholung wartet. Kein Problem, wir haben ja unsere mobile Unterhaltungszentrale – solange, wie der Akku hält.

Doch der ist meist schneller leer, als einem das Lieb ist: schon die Navigation per GPS kostet viel Strom, Ingress Spieler können ein Lied davon singen. Erst letzte Woche war in einem Computerfach-Magazin ein typischer Ingress Spieler mit einer solchen Power-Bank abgebildet. Aber auch weniger aufwendige Sachen verringern unsere geliebte (oder eher gehasste?) Akku-Laufzeit: Jeder, der sein Handy als MP3 Player nutzt, weiß was wir meinen: Kaum verwendet man das Gerät purzeln die Prozent-Zahlen.
Was ist eine Powerbank?
Doch nicht jeder möchte sich zufrieden geben mit einem Smartphone, was in Null Komma Nichts leer gesaugt ist. Der findige Technikbegeisterte weiß bereits: es gibt Abhilfe.  Ein solches Produkt nennt man „Powerbank“. In diesem Stück Technik ist ein Akku verbaut, der nicht austauschbar ist. Allerdings kann er als Steckdose an eine Smartphone oder Tablet geschlossen werden. Im besten Fall sind die Geräte dann blitzschnell am Strom einsatzbereit. Es besteht aber auch die Möglichkeit,  das Gerät komplett abzuschalten und dann in einem Rutsch aufzuladen. „Powerbanks“ kommen in verschiedenen Kapazitäten und sind unterschiedlich teuer. Im Normfall gilt die Regel: Je höher die mAh Zahl, desto höher der Preis.
Die Kit: Powerbank ausgepackt

Klein, weiß und kraftvoll
Wir haben uns für unseren Test für die Kit: High Powerbank entschieden. Die Powerbank verfügt über 10,400 mAh und sollte deswegen Kraft geben für einige volle Lade-Zyklen.  Kaum das das Gerät bei uns angekommen ist, haben wir uns natürlich dran gemacht, es auszupacken und in Betrieb zu nehmen. Natürlich muss die Powerbank zuerst komplett geladen werden. Auch wenn bei heutigen Akkus normalerweise nicht mehr nötig wäre, eine vollständige Akku Ladung zu erreichen, fühlen wir uns einfach wohler dabei.
Derweil haben wir die Möglichkeit uns das Gerät einmal von allen Seiten anzuschauen: Es kommt im schlichten weißen Design, das stark – auch passend zu den Produktfotos – an eine Firma mit angebissenem Apfel erinnert. Richtig, Apple.
Das Zusammenspiel ist unproblematisch

Die Powerbank ist angenehm in der Hand zu halten und sollte in der Hosentasche nicht negativ auffallen. Sie verfügt über insgesamt 3 USB Ports: einen MiniUSB und zwei Reguläre USB Ports. Die vorderen beiden regulären USB Ports sind als Output und der hintere MiniUSB Ausgang als AC Adapter gedacht, wenn die Powerbank einmal leer geworden ist.  Die passenden Kabel sind auch im Lieferumfang enthalten: KIT: legt ein MiniUSB und ein MicroUSB Kabel dabei. Damit ist auch bereits alles aufgezählt, was sich im Lieferumfang befindet: kein Handbuch, keine Schutztasche. KIT: geht davon aus, dass das Gerät robust genug ist, um den Alltag auch so zu überleben. Desweiteren geht man wohl davon aus, dass das Gerät sehr leicht selbst zu verstehen ist und keine stundenlange Auseinandersetzung mit einer Anleitung von Nöten sein wird. Wir können dem nur zustimmen, denn:
4 LEDs zeigen an, zu wie viel Prozent der Akku geladen ist

Ansonsten ist das Gerät sehr simple gehalten: es gibt 4 blaue LEDs die im Betrieb dauerhaft leuchten und während dem Aufladen blinkend anzeigen, wie voll die Powerbank bereits ist. Bereits aufgeladene Prozent Punkte blinken in diesem Moment nicht mehr.
Wie bereits erwähnt verfügt die KIT: über 10,000 mAH. Zum Vergleich: ein iPhone 3GS hat einen 1219 mAh starken Akku. Das iPhone 5 kommt auf 1440 mAh – das nagelneue iPhone 5C hat löblicherweise 1.507 mAh. Gehen wir vom iPhone 5C aus, können wir das Gerät knappe 7 mal (!) mit der Powerbank aufladen. Das ist eine ordentliche Hausnummer.
Einfache Bedienung, schnelle Aufladung
Unser Galaxy Note 2 wird mit dem beiliegenden MicroUSB Kabel verbunden. Nun muss nur noch der On- und Off Button gedrückt werden, und schon kann es losgehen: die blauen LEDs  zeigen an, dass das Smartphone ab jetzt betankt werden kann. Auch unser Smartphone gibt dem Recht: Eine kleine Statusmeldung leuchtet auf, dass nun ein Netzteil angeschlossen worden ist.
Wir entschließen uns, dass Gerät aus zu schalten für die Zeit der Aufladung. Diese ist – wenn der Akku Stand bei 0% ist – knappe 3 Stunden später beenden.
Ist der Lade-Zyklus beendet, so geht die Powerbank automatisch aus. Das Gerät Erhalt dann keinen Strom mehr. Das mitgelieferte USB Kabel sitzt fest im USB-Port unseres Smartphones (was man von der Lackierung von jenem nicht sagen kann).
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Viele Anschlussmöglichkeiten
Durch die vielen Geräte, welche über einen USB Port verfügen ist es jedem selbst überlassen, was er mit der KIT: Powerbank macht. Die einen verwenden es als Smartphone Zubehör, die anderen werden es eventuell für ein USB-Betriebenes Aquarium benutzen. Wir selbst laden damit alles auf, was wir mobil brauchen: Die Kamera für die Fotos von Nerdbench, dem kleinen USB Staubsauber um die Tastaturen der Redaktion zu reinigen bis hin zum Android Lautsprecher, dem leider viel zu schnell die Puste ausgeht.
Dem Andy the Musicdroid ging die Puste aus

Nerdbench ist überzeugt
Nicht nur die mAh-Zahl suggeriert großes: die Powerbank von KIT: ist groß. Nicht nur, dass wir unser Apple iPhone damit über fünfmal aufladen können, das kraftvolle kleine weiße Ding durch die vielseitige Einsatzfähigkeit. Eine Powerbank wird sicher nicht nur von Inggress Spielern genutzt werden, sondern immer mehr Menschen werden realisieren, dass dieser Energie-Schub bei den fast schon festgefahrenden mAh-Angaben unserer Smartphones notwendig sein wird.
Wir laden jetzt erst einmal die Akkus von Nerdbench auf und geben der Powerbank eine klare Kaufempfehlung. Für 34 Euro gibt’s sie im Shop von Mobilfun.de!  


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Über den Autor
Timm Mohn
Schreib- und Technikbegeistert. Freut sich über innovative Technik, kann Budget Smartphones nur bedingt ausstehen - WiFi Gadgets, wie die GoPro, umso mehr. Gründer von Nerdbench.com